Dienstag, 17.April

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Heute haben
K.P.Kavafis * 1863
Tania Blixen * 1885
Thornton Wilder * 1897
Rolf Schneider * 1932
Nick Hornby * 1957
Geburtstag.
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Nur gut, dass wir gutes April-Wetter haben.

Heinrich Seidel
Da schau nur einer den April

Da schau nur einer den April,
Der weiss gewiss nicht was er will.

Gerade woll’n wir auf die Strasse laufen,
Da fängt er mächtig an zu schnaufen

Und schleudert uns der Bösewicht
Den kalten Regen ins Gesicht.

Rasch, rettet euch ins Haus hinein,
Denn jetzt fängt’s gar noch an zu schnei’n.

Wenn das so weitergeht da drauss‘,
Dann hol’n wir halt den Schlitten wieder raus.
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Sarah Wiltschek empfiehlt:

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Kent Haruf:Lied der Weite
Aus dem Amerikanischen von Rudolf Hermstein
Diogenes Verlag € 20,00

Wie gut es ist, wenn mal vom Guten erzählt wird. Vom Guten im Menschen und vom Guten in der Welt. Das ist, was Kent Harufs „Lied der Weite“ eigentlich zu einem modernen Märchen macht. Der Roman erzählt von einer Handvoll Bewohner der kleinen Stadt Holt in Colorado, die sich gegenseitig helfen, obwohl sie sich fremd oder davor nie begegnen sind. Die sich nicht scheren, um Etikette oder das Gerede der Leute, weil sie eh ihr ganzes Leben außerhalb der Gesellschaft zugebracht haben. So etwa die Brüder McPheron, die alt und grau ihren gemeinsamen Hof weit außerhalb der Stadt ohne Frau und Kinder betreiben und kein anderes Leben kennen. Erst recht keinen Damenbesuch. Die Lehrerin Maggi Jones bringt deshalb ihr Junggesellenleben gehörig durcheinander mit ihrem Vorschlag, die siebzehnjährige, schwangere Victoria bei sich aufzunehmen. Ihre Mutter hat sie vor die Tür gesetzt und so steht sie perspektiv- und hoffnungslos vor dem kaputten Nichts. Mit welchem Zartgefühl, welcher Empathie, welcher Freude und Dankbarkeit die Brüder dem Mädchen schließlich begegnen, ist so pur und genau geschrieben, dass jedes Wort, jede unbeholfene Äußerung der McPherons die Welt ein kleines bisschen heller machen.
Neben den Brüdern McPheron, erzählt Haruf außerdem von Guthrie, einem Lehrer und Ranchbesitzer und seinen beiden neun- und zehnjährigen Söhnen Ike und Bobby, von deren Mutter und von der Lehrerin Maggi Jones. Und dann ist da noch die einsame alte Frau, Iva Stearns. Haruf durchbricht Traditionsmuster und gesellschaftliche Normen, zeichnet mit Guthrie einen liebevollen, sorgenden Vater, dessen Frau aus dem gemeinsamen Leben ausbricht, in Depressionen versinkt und schließlich die Familie verlässt. Er beschreibt eine starke und unabhängige Frauen wie Maggi und die alte Mrs. Stearns, der Ike und Bobby Gesellschaft leisten, um ihrer eigenen Langeweile und Einsamkeit zu entfliehen. In einem Mikrokosmos von derben Verhältnissen und Aussichtslosigkeit knüpfen diese Figuren ein Netz voll Hilfsbereitschaft und Freundschaft, das einem Neugeborenen den hoffnungsvollen Start ins Leben ermöglicht und den Brüdern McPheron eine ungeahnte Chance auf einen Alltag in weiblicher Gesellschaft eröffnet.

Das schreibt der Verlag zum Autor:
Kent Haruf (1943–2014) war ein amerikanischer Schriftsteller. Alle seine sechs Romane spielen in der fiktiven Kleinstadt Holt im US-Bundesstaat Colorado. Er wurde unter anderem mit dem Whiting Foundation Writers’ Award, dem Wallace Stegner Award und dem Mountains & Plains Booksellers Award (für ›Lied der Weite‹) ausgezeichnet. Sein letzter Roman, ›Unsere Seelen bei Nacht‹, wurde zum Bestseller und mit Jane Fonda und Robert Redford in den Hauptrollen verfilmt.

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