Freitag, 26.Januar

Heute haben
Antonio Pennacchi * 1950
Jochen Missfeldt * 1941
und Achim von Arnim * 1781
Geburtstag
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Heute im Gedichtekalender:

Simon Dach

Was kann die Freude machen,
die Einsamkeit verhehlt?
Das gibt ein doppelt Lachen,
was Freunden wird erzählt;
der kann sein Leid vergessen,
der es von Herzen sagt;
der muß sich selbst auffressen,
der in geheim sich nagt.
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Rocio Bonilla:Welche Farbe hat ein Kuss?
Aus dem Spanischen von Renate Loew
Jumboverlag € 15,00
Bilderbuch ab 4 Jahren

Minimia ist eine sehr aktive kleine „Dame“. Sie radelt gerne, mag Törtchen und die Geschichten ihrer Mutter. Sie kümmert sich um die Pflanzen auf dem Balkon. Aber am allerliebsten malt sie. Und zwar in allen Farben. Aber: Welche Farbe hat ein Kuss? Rot? Aber rot ist doch die Farbe der Wut. Gelb. jaaa, wenn man gute Ideen hat, dann ist das gelb. Aber ein Schwarm Bienen ist auch gelb. Das Weiss des Winters ist kalt. Das schöne Braun des Herbstes erinnert an Hundekacke. Grün könnte passen, weil doch Krokodile grün sind. Aber halt auch Gemüse, wie Broccoli und Erbsen … iiih. Minimia ist verzweifelt, bis sie von ihrer Mutter einen Kuss bekommt und die kleinen vielen Herzen in allen Farben über das ganze Blatt verteilt leuchten. Ja, so sieht wohl ein Kuss aus. Und wie stellt Du dir die Farbe eines Kusses vor? Auf einer Doppelseite kannst Du viele Herzchen ausmalen. Dazu gibt es noch eine Messlatte mit grauen Tieren drauf, die Minimia liebt, aber von der Farbe her halt auch nicht zu einem Kuss passen.

Ein Bilderbuch über Farben und Gefühle und deren vielfältiges Zusammenspiel.
Im Netz habe ich ein kleines Filmchen gefunden. Allerdings in spanischer Sprache.

Donnerstag, 25.Januar

Heute haben
Virginia Woolf * 1882
Eva Zeller * 1923
Silvio Blatter * 1946
David Grossman * 1954
Alessandro Baricco * 1958
Geburtstag
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Nothing thicker than a knife’s blade
seperates happiness from melancholy

Virginia Woolf
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Auf arte können Sie diesen großartigen, atemberaubenden Autritt noch bis in den Juni hinein im Internet anschauen. Der kleine Ausschnitt zeigt einen guten Querschnitt, von dem, was Sie erwartet. 90 Minuten Zirkuskunst, Artistik, Ballett vom Feinsten.

So etwas habe ich noch nie gesehen. Genießen Sie es.

Was wissen wir wirklich über unsere Großeltern? Erinnern wir uns nur an das, was Oma und Opa uns erzählten – oder war da mehr?
Die acht Künstler des Kollektivs „Les 7 doigts de la main“ tauchen in ihre Familiengeschichten ein und machen sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit, ihren Wurzeln, ihren Ahnen. Diese ungewöhnliche Zeitreise durch mehrere Leben mündet in eine Performance namens „Reversibel“, einer packenden Mischung aus Zirkus, Musik, Tanz und Theater. Es ist eine Welt voller Emotion und Hoffnung, die sich hier auftut, frei von Nostalgie, leicht, fließend und unglaublich modern. Die acht Künstler sind jung, talentiert, demütig, rührend, lustig, poetisch. Ihre Performance gleicht einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Einmal mehr gelingt es dem Kollektiv „Les 7 doigts de la main“, sein Publikum mit seiner burlesken und zugleich tiefgründigen Zirkuskunst zu verzaubern und diese jahrhundertealte Bühnentradition durch ihre Anmut und ihr Können zu modernisieren.
Dies schreibt arte.

https://www.arte.tv/de/videos/076638-000-A/reversibel

Mittwoch, 24.Januar

Heute haben
ETA Hoffmann * 1776
Edith Wharton * 1862
Vicki Baum * 1888
Eugen Roth * 1895
Geburtstag
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Wer wagt, durch das Reich der Träume zu schreiten, gelangt zur Wahrheit.
E.T.A. Hoffmann
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Claudia Wiltschek empfiehlt:

Elisabeth Dale:Echte Bären fürchten sich nicht
Mit farbigen Bildern von Paula Metcalf

Aus dem Englischen von Paul Maar
Oetinger Verlag € 14,00
Bilderbuch ab 4 Jahren

Tief in den Wäldern, hell scheint der Mond,
liegen die Bären im Bett wie gewohnt.
Papa und Mama Bär, Lisa und Kai
liegen im Schlaf und träumen dabei.
Auch Baby-Bär Bobo liegt tief in den Kissen,
da wird er ganz jäh aus dem Schlaf gerissen.
Er richtet sich auf, verwirrt und verstört.
Ganz deutlich hat er ein Grunzen gehört.

Ja, und nun ist die Nachtruhe für die gesamte Bärenfamilie vorbei. Baby Bobo lässt sich nicht beruhigen, denn es war doch sicher ein Monstergrunzen da draussen .

Papa Bär sagt : „Na gut. Lasst uns gehen.
Es gibt bestimmt keine Monster zu sehen.

Und so zieht die ganze Familie mit Laterne in die Nacht hinaus, erschrecken die Rehe, die Frösche, landen im Matsch und letztendlich erschrecken sie sich selbst und erkennen, dass es gar nichts Erschreckendes gibt. Erschöpft wird ins Bett gesunken, doch plötzlich …

Auch wenn es sicher das hundertste Bärenbuch ist, es macht riesig Spass mit dieser Familie im Wald durch die Nacht zu stolpern und die wunderbar übersetzten Verse von Paul Maar laut vorzulesen.