Dienstag, 30.Januar

Heute haben
Adalbert von Chamisso * 1781
Richard Brautigan * 1935
und Barbara Wood * 1947
Thomas Brezina * 1963
Geburtstag
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Adelbert von Chamisso
Der Spielmann

Im Städtchen gibt es des Jubels viel,
Da halten sie Hochzeit mit Tanz und mit Spiel.
Dem Fröhlichen blinket der Wein so rot,
Die Braut nur gleicht dem getünchten Tod.

Ja tot für den, den nicht sie vergißt,
Der doch beim Fest nicht Bräutigam ist:
Da steht er immitten der Gäste im Krug,
Und streichelt die Geige lustig genug.

Er streichelt die Geige, sein Haar ergraut,
Es schwingen die Saiten gellend und laut,
Er drückt sie ans Herz und achtet es nicht,
Ob auch sie in tausend Stücke zerbricht.

Es ist gar grausig, wenn einer so stirbt,
Wenn jung sein Herz um Freude noch wirbt.
Ich mag und will nicht länger es sehn!
Das möchte den Kopf mir schwindelnd verdrehn!

Wer heißt euch mit Fingern zeigen auf mich?
O Gott – bewahr uns gnädiglich,
Daß keinen der Wahnsinn übermannt.
Bin selber ein armer Musikant.
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Gehen Sie unbedingt in den Film „Weit“. Seit 50 Wochen läuft er in deutschen Kinos, hat sich zu einem der erfolgreichsten unabhängigen Filme entwickelt. „Weit“ zeigt die Reise von Gwen und Ptrick, die drei Jahre immer nach Osten gereist sind und zu dritt (mit dem in Mexiko geborenen Bruno) wieder in Freiburg angekommen sind.

Prolog

Uns zieht es hinaus.
Mit Rucksack, Zelt und nur dem, was wir wirklich brauchen.
Und das alles über Land.
Nie den Kontakt zur Erde verlieren.
Immer Strecke spüren.
Über die Meere mit dem Schiff,
denn jeden Meter wollen wir mit all unseren Sinnen wahrnehmen,
mit Zeit reisen.



Wir lernen Grenzen kennen.
Wollen lernen was Verzicht heißt und was Genuss bedeutet.
Es ist der Versuch nicht mehr als 5 Euro am Tag auszugeben.
2 oder 3 Jahre.
Vielleicht mehr, vielleicht weniger.
Wir folgen unserem Weg, sind nichts Besonderes,
hören lediglich auf das Gefühl im Bauch.
Dabei sind Spontanität und Neugierde unsere engsten Begleiter. 



Wir verlassen unser Zuhause, um zu lernen was für andere Heimat bedeutet.
Und es wird einen Film geben.
Irgendwann.
Denn dann sind wir so weit in den Osten gereist,
dass wir über den Westen wieder zurück gekehrt sind.

Schauen Sie sich den Trailer an, gehen Sie ins Kino, egal zu welcher Uhrzeit und in welchem Saal es spielt. Und wenn Sie es nicht schaffen, ab Mitte Februar haben wir hoffentlich diese einzigartige Reise als DVD im Buchladen. Zusammen mit dem Reisetagebuch und der Musik auf CD.

Diese Bilder, diese verschiedenen Menschen werden Sie nicht mehr loslassen. Nicht, dass wir nun unbedingt auch losziehen müssen. Aber wir merken, dass sich Afghanistan nicht nur auf ein politisches Land aus den Nachrichten reduziert, sondern dass es dort auch Menschen gibt. Mit Freude und Lachen, mit Gastfreundschaft und Hoffnungen. Ob in der Mongolei oder Georgien, Mexiko oder Russland – überall gibt es hilfsbereite Menschen. Alle auf dieser einen Welt, egal, was in Davos entschieden wird.

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