Dienstag, 26.September

Heute haben
Truman Capote * 1924
Élie Wiesel * 1928
Dorothee Sölle * 1929
Jurek Becker * 1937
und Cecelia Ahern * 1981
Geburtstag.
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Friedrich Nietzsche
Der Herbst

Dies ist der Herbst:
der – bricht dir noch das Herz!
Fliege fort! fliege fort!
Die Sonne schleicht zum Berg
Und steigt und steigt
Und ruht bei jedem Schritt.

Was ward die Welt so welk!
Auf müd gespannten Fäden spielt
Der Wind sein Lied.
Die Hoffnung floh –
Er klagt ihr nach.

Dies ist der Herbst:
der – bricht dir noch das Herz!
Fliege fort! fliege fort!
O Frucht des Baums,
Du zitterst, fällst?
Welch ein Geheimnis lehrte dich
Die Nacht,
Daß eisiger Schauder deine Wange,
Die Purpur-Wange deckt? –

Du schweigst, antwortest nicht?
Wer redet noch? – –

Dies ist der Herbst:
der – bricht dir noch das Herz!
Fliege fort! fliege fort!
Ich bin nicht schön
– so spricht die Sternenblume –,
Doch Menschen lieb ich
Und Menschen tröst ich –

Sie sollen jetzt noch Blumen sehn,
Nach mir sich bücken
Ach! und mich brechen –
In ihrem Auge glänzet dann
Erinnerung auf,
„Erinnerung an Schöneres als ich: –
– ich seh’s – und sterbe so.“ –

Dies ist der Herbst:
der – bricht dir noch das Herz!
Fliege fort! fliege fort!
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Claudia Wiltschek empfiehlt:

Paolo Cognetti: „Acht Berge
DVA € 20,00

Pietro lebt mit seinen Eltern in Mailand, eine Stadt, in der sich sein Vater, aber auch seine Mutter nicht zurechtfinden, sind sie doch beide in den Bergen aufgewachsen. So oft wie möglich wird in die Berge gefahren, der Vater schnürt die Wanderschuhe und stürmt jeden nur möglichen Gipfel. Mit sieben Jahren ist auch Pietro soweit und möchte mit und damit beginnt ihre gemeinsame Zeit der grossen Bergtouren und Gipfeleroberungen. In Grana, einem kleinen Bergdorf im Aostatal wird eine kleines primitives Haus gemietet , in dem Mutter und Sohn den ganzen Sommer verbringen, der Vater kommt dazu, wenn es die Arbeit erlaubt. In Grana leben nur noch 14 Menschen, früher waren es einmal hundert und einer davon ist Bruno, das einzige Kind in diesem Dorf.
Bruno ist ganz anders als der gleich alte Pietro, meist sich selbst überlassen und muss die Kühe seines Onkels hüten. Nach anfänglichem Fremdeln freunden die beiden sich an, täglich sind sie gemeinsam unterwegs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Wälder und folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle, oder erklimmen zusammen mit Pietros Vater die Gipfel.
„Acht Berge“ folgt dem Leben der Freunde über drei Jahrzehnte, aus der Perspektive von Pietro erzählt. Als der Vater stirbt, hinterlässt er seinem Sohn ein Grundstück bei Grana und nach vielen Jahren und ganz verschiedenen Lebenswegen treffen sich beiden wieder.
Man schlägt „Acht Berge“ auf und ist sofort in der Höhe, geniesst die Gipfel und die Natur und möchte nicht mehr absteigen. Ein stilles, berührendes Buch, das uns nicht nur in die Berge führt, sondern auch ganz feinfühlig über Freundschaft, Familie und den Lauf des Lebens erzählt.
Paolo Cognetti, 1978 in Mailand geboren, verbringt die Sommermonate immer in seiner Hütte im Aostatal auf 2000 Metern Höhe. Er hat Mathematik studiert, die Filmhochschule in Mailand besucht und gemeinsam mit einem Freund eine Produktionsfirma für Dokumentarfilme geleitet. Paola Cognettis neuestes Buch „Acht Berge“ stand wochenlang in den Top Ten der italienischen Bestsellerliste.

Leseprobe

Interview mit Paolo Cognetti
Im Gespräch mit Paolo Cognetti über Männerfreundschaften, Berge und die Sehnsucht nach einem einfachen Leben
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Liebe Leserinnen und Leser des Jastramblogs.
Ich verabschiede mich für eine Woche in den Urlaub.

Bitte nicht vergessen:

Am Mittwoch, den 4.Oktober findet unser Shortlistlesen statt.
Es lesen Marion Weidenfeld und Clemens Grote.
Bitte reservieren Sie sich rechtzeitig Plätze,
Beginn ist, wie immer, um 19 Uhr

(Die Erste Seite am Dienstag, den 3.Oktober fällt aus)

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