7.Januar

Heute haben
Ion Minulescu * 1881
Albrecht Haushofer * 1903
Helga Schubert * 1940
Franz Josef Czernin * 1952
Nicholas Baker * 1957
Friedrich Ani * 1959
Sofie Oksanen * 1977
Geburtstag

Albrecht Haushofer, Schuld
(aus: Moabiter Sonnette)

Ich trage leicht an dem, was das Gericht
mir Schuld benennen wird: an Plan und Sorgen.
Verbrecher wär‘ ich, hätt‘ ich für das Morgen
des Volkes nicht geplant aus eigner Pflicht.

Doch schuldig bin ich anders, als ihr denkt,
ich musste früher meine Pflicht erkennen,
ich muss schärfer Unheil Unheil nennen –
mein Urteil hab ich viel zu lang gelenkt…

Ich klage mich in meinem Herzen an:
Ich habe mein Gewissen lang betrogen,
ich hab‘ mich selbst und andere belogen.

Ich kannte früh des Jammers ganze Bahn –
Ich hab‘ gewarnt – nicht hart genug und klar!
Und heute weiß ich, was ich schuldig war…

(Im Gefängnis Lehrter Straße in Moabit wird Albrecht Haushofer am 23. April 1945 durch Genickschuss hingerichtet – kurz vor dem Kriegsende am 8. Mai 1945.)
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Wir haben unseren Bücher-Weihnachtsbaum abgebaut.
Wer sich eines der vielen kostenlosen Leseexemplare schnappen will, kann diese Woche noch bei uns im Buchladen vorbeischauen und sich etwas mitnehmen.

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Im Ulmer Brettle (Rabengasse 10, 89073 Ulm, Tel. 0731 66502) gibt es seit ein paar Wochen eine freie Bibliothek, in der Sie sich Bücher herausholen können und auch Ihre hineinstellen können.

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Oder einfach auch so mal reinschauen.
Gutes Mittagessen, gute Stimmung, nette Leute und starke Musik.

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Kommen Sie gut durch den Tag und machen Sie es vielleicht wie Charles Bukowski.
Das Motiv gibt es bei uns als Poster zu erwerben.

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2 Gedanken zu „7.Januar

  1. … Ein Foto von Gerhard Klinkhardt, das der MARO VERLAG 2015 „aufgeblasen“ hat. Benno Käsmayr’s Beschreibung dazu: „Wie heißt es doch: »It never rains in Southern California«. Wir treten den Gegenbeweis an: Im Herbst 1985 hat es in San Pedro sehr wohl geregnet! – Die zwei frisch vermählten Charles und Linda Bukowski stehen an diesem warmen Tag auf einer Straße in ihrem Stadtteil von Los Angeles. Ein schnittiger Straßenkreuzer kriecht langsam vorbei, ein Pferd geht mit klobigen Hufen gemächlich in die andere Richtung….“

    (Hängt im Office der Company an der Wand und erinnert an Buk’s Gedicht „RAIN“ aus dem Gedichtband „Mockingbird Wish Me Luck“ – (pg. 25) aus dem Jahr 1972:

    a symphony orchestra.
    there is a thunderstorm,
    they are playing a Wagner overture
    and the people leave their seats under the trees
    and run inside to the pavilion
    the women giggling, the men pretending calm,
    wet cigarettes being thrown away,
    Wagner plays on, and then they are all under the
    pavilion. the birds even come in from the trees
    and enter the pavilion and then it is the Hungarian
    Rhapsody #2 by Lizst, and it still rains, but look,
    one man sits alone in the rain
    listening. the audience notices him. they turn
    and look. the orchestra goes about its
    business. the man sits in the night in the rain,
    listening. there is something wrong with him,
    isn’t there?
    he came to hear the
    music.

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