Freitag

Heute haben
Kurt Tucholsky * 1890
Karel Capek * 1890
Simone de Beauvoir * 1908
Heiner Müller * 1919
Klaus Schlesinger * 1937
Gisbert Haefs * 1950
Benjamin Lebert * 1982
Geburtstag.
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Leider habe ich das Zitat nicht mir gefunden, das belegt, dass Ulm auch in der Weltliteratur vorkommt. Wenn auch immer nur am Rande und im Vorbeifahren. So auch in „Schloss Gripsholm“ von Kurt Tucholsky, der heute Geburtstag hat. Sein dazugekommener Freund sagt da so ähnlich, dass er noch über Ulm müsse, weil er dort eine Freundin zustehen hat. Was für ein toller Ausdruck. Ich denke, damit würde man heute auch wieder Eindruck schinden.

Über die Ereignisse in Paris und um die Ermordung der zwölf Journalisten hätte er sich auf jeden Fall auch geäußert. Mir bleibt fast nur Sprachlosigkeit.

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Aufruf in unserem Fachblatt

Für Freiheit und Toleranz

Durch Anschläge wie auf das Magazin “Charlie Hebdo” sollen der freie Geist und die Toleranz vernichtet werden. Doch wir dürfen und wollen unser Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit nicht aufgeben. Deshalb stehen wir weltweit immer wieder aufs Neue kompromisslos für die Freiheit des Wortes und des Publizierens ein. Aufklärung und Information sind wichtiger denn je, damit die Anschläge nicht zum Anlass unreflektierter Propaganda werden.
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Wir bleiben zwar in Frankreich, aber mit dem kleinen Nick begeben wir uns in ganz andere Gefilde.
Die Tage des Enkelinbesuches gehen zu Ende und gestern abend war „Kinotag“ angesagt. In der Comic-Serie, die im ZDF lief, tauchen Nick und seine Bande, seine Eltern, Herr Hühnerbrüh und die Lehrerin alle wieder auf. Die Figuren sind kinokompatibel gezeichnet und verlieren somit den Charme der Sempé-Illustrationen. Die neun kurzen Episoden haben aber immer noch den gleichen Kinderwitz, wie in den Geschichten von Goscinny und wir Erwachsenen ertappen uns natürlich immer wieder im Verhalten der Eltern der kleinen Racker. Alles ist ein wenig antiquiert und harmlos, es gehen jede Menge Fensterscheiben zu Bruch. Das geschenkte Fahrrad für Nick, wird von seinem Nachbarn zerlegt, ein Ausreissversuch endet auf dem Bolzplatz, der Blumenstrauß zum Muttertag wird mehrfach zerstört, bis nur noch eine Rose übrigbleibt und ein freier Tag, wegen vorgegaukelter Magenschmerzen, entwickelt sich zu einem langweiligen Abenteuer. Zumal die Schule an diesem Tag eh ausgefallen ist. Was Nick allerdings nicht wusste. Blöd! Die einzelnen Charaktere tauchen alle auf. Der kleine Streber mit der Brille, der Junge, der immer prügeln will und ständig mit einem Pflaster auf der Nase zu sehen ist. Der, der immer isst und derjenige mit dem tollen gelben Pulli und den ewig schmutzigen Händen. Natürlich spielen die beiden Mädels wichtige Rollen. Sie sind halt schon Damen, während die Jungs nur an Weltraumabenteuer und Fussball denken. Hat sich nix geändert.
Ein prima Unterhaltung in kurzen Episoden und schön in Häppchen anzusehen.

Die einzelnen Folgen und Staffeln gibt es in verschiedenen Zusammensetzungen zwischen € 8,99 und € 12,99.

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Verena Güntner liest jetzt schon mal zehn Seiten.
Mehr zu hören und zu sehen gibt es am Freitag, den 16.1. ab 19 Uhr bei uns in der Buchhandlung.