Montag

Heute haben
Paula Ludwig * 1900
Fred Wander * 1917
Friedrich Dürrenmatt * 1921
Celestino Piatti * 1922
Juan Goytisolo * 1931
Umberto Eco * 1932
Paul Ingendaay * 1961
Elke Naters * 1963
Geburtstag
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Johann Wolfgang von Goethe
Dem aufgehenden Vollmonde

Willst du mich sogleich verlassen?
Warst im Augenblick so nah!
Dich umfinstern Wolkenmassen,
Und nun bist du gar nicht da.

Doch du fühlst, wie ich betrübt bin,
Blickt dein Rand herauf als Stern!
Zeugest mir, daß ich geliebt bin,
Sei das Liebchen noch so fern.

So hinan denn! hell und heller,
Reiner Bahn, in voller Pracht!
Schlägt mein Herz auch schmerzlich schneller,
Überselig ist die Nacht.
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Neues von Werner Färber,
dem ich hiermit auch ein sehr gutes neues Jahr wünsche, damit er uns noch länger mit seinen Ungereimhtheiten erfreuen kann.

UNGEREIMTHEIT DER WOCHE
 
MÄUSEUMZUG
 
In einem großen Möbellager
döst sehr friedlich eine Katze,
anstatt zu jagen kleine Nager,
vor sich hin auf ’ner Matratze.
 
Bald darauf erschrickt ’ne Kundin,
als sie ihr neues Bett zu Haus
völlig arglos auspackt und in
der Matratze lebt ’ne Maus.
 
Die kleine Maus ist angesichts
der verständlichen Empörung
bedrückt und ruft: „Ich tu dir nichts!
Entschuldige die Störung!“
 
Da sagt die Frau: „Ich glaub, ich find’
dich ja ganz niedlich und auch nett.
Ich wollt‘ ein Haustier schon als Kind.
Komm her, wir teilen uns das Bett.“
 
In einem großen Möbellager
döst sehr friedlich eine Katze
und ahnt nicht, dass jüngst ein Nager,
von hier wegzog mit Matratze.
UNGEREIMTHEIT DER WOCHE (aus der Reihe BEI HEMPELS UNTERM SOFA)
BEI HEMPELS UNTERM SOFA LXIV
 
Frau Hempel wünschte für Silvester
sich dereinst ein Blasorchester.
Dafür haben wir, mein Schatz,
wirklich nicht genügend Platz“,
erwiderte darauf ihr Gatte,
schenkte ihr zum Trost ne‘ Platte.
 
Da die Musik drauf aber doof wa’,
liegt nun die Platte unterm Sofa.
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Wenn das Wetter Kapriolen schlägt und das Enkelkind immer noch zu Besuch ist, dann wird gespielt, bis der Küchentisch qualmt. Sie hat zwar Harry Potter im Regal entdeckt und frisst sich im Moment durch den zweiten Band, für diverse Spielrunden bleibt jedoch immer Platz. „Elfer raus!“, Patiencen und verschiedene kurze Spiele werden öfter wiederholt, bis wir nicht mehr können. Neu entdeckt haben wir „Keltis“ aus dem Kosmos Verlag. Ein pfiffiges Spiel in kleiner Verpackung, das wir bisher nicht beachtet haben, das uns jedoch sofort überzeugt hat.

keltis

Reiner Knizia: „Keltis“
Der Weg der Steine
Die Mirbringvariante
Kosmos Verlag € 6,99

1

Wer an der Reihe ist, deckt ein Steinplättchen auf. Anschließend entscheidet man, ob man es in seine Auslage legen oder offen liegen lassen will. Statt ein neues Plättchen aufzudecken, kann man eins von den offen ausliegenden nehmen. Die Legeregeln sind die gleichen wie bei der großen Variante, das Spiel des Jahres geworden ist. Entweder beginnt man eine Reihe mit hohen Werten und legt immer kleinere oder umgekehrt. Auch die vom großen Spiel bekannten Extrazüge und Bonuspunkte gibt es hier ebenso wie das Sammeln von Wunschsteinen. Wer am Schluss, wenn alle Steine aufgedeckt sind, die meisten Punkte hat, gewinnt. Dabei gibt es umso mehr Punkte je mehr Steine man in eine Reihe legen konnte.
Mitspielen können 2-4 Personen ab ca. 7 Jahren. Die Spieldauer beträgt ca. 15 Minuten.

2

Wenn man nur zu zweit spielt, lassen sich viel mehr Farbrreihen aufbauen, als wenn 4 Personen am Start sind. Da heisst es dann wirklich überlegen, ob es sich lohnt, eine neue Reihe zu bilden, oder lieber die eigene weiterzubauen. Aber wehe, einer schnappt einem die passende Zahl weg. Beim Abrechnen ergeben sich auch noch Überraschungen, da Bonuspunkte auf den Zahlensteine nicht zuverachten sind.
Ein Spiel, das lustig und schnell gespielt werden kann, kurzweilig ist und bei dem man immer die Augen auf die Zahlenreihen der anderen gerichtet sein sollten.

Aber was brauche ich denn alles erzählen. Auf youtube gibt es alles, auch eine Spielanleitung als Video:

Viel Vergnügen beim Spielen.
Das Spiel ist über unseren Buchgrosshändler zu beziehen und ich besorge gleich mal eines für den Laden.
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Es bringen

Ein weiteres Textstückchen aus „Es bringen“ von Verena Güntner, die am Freitag, den 16.1. bei uns lesen wird.

Was ich vorhabe, ist: meine Haut so zart machen, bis sie durchsichtig wird. Dass ich  nicht weiß, wie mein Kuttelknochen-Bereich aussieht, dafür hab ich null Akzeptanz. Ich
trage ja all den Krempel seit sechzehn Jahren mit mir rum, plus meine Zeit als Baby in Mas Bauch. Wenn ihr mich fragt, ist das ne Menge Zeit für Inventar, das man nicht kennt! Ich benutze für das Ausdünnen ein stumpfes Messer. Ein Messer, das ich schon sehr lange habe, das mal mein Kindermesser war. In seinen Metallgriff sind ein kleiner
Zwerg und eine Blume eingeprägt. Als Kind fand ich das toll. Heute braucht ihr mir mit Zwergen aber nicht mehr kommen. Die Zähnchen der Messerschneide sind abgewetzt. Ich habe, als ich klein war, damit immer gern die Rinde von den Broten gesäbelt.