Mittwoch

CIMG9316.Dezember

CIMG9315
11.Blatt des Adventskalenders von Christel Müller und Ursula Selbmann
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Heute haben
Grabbe * 1801
Musset * 1810
Paul Kornfeld * 1889
Nagib Machfus * 1911
Alexander Solschenizyn * 1918
Grace Paley * 192
Geburtstag.
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Grace Paley trägt zwei Gedichte vor.
Der erste Band ihrer hervorragender Erzählungen sind im Schöffling Verlag erschienen. Ihr Gesamtwerk erscheint nach und nach auch dort.


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Was passiert, wenn eine englische Musikantengruppe seit 50 Jahren auf der Bühne steht?
Na klar, sie geben in ihrer Heimatstadt ein Konzert.
Das haben die Rolling Stones 2013 im Londoner Hyde Park gemacht und jetzt ist der Mitschnitt in allen möglichen Varianten auf den Markt gekommen.
Ich habe mir gestern die DVD angeschaut.

stones

Es herrscht schönstes Sommerwetter in London und der Film beginnt mit einer Luftaufnahme einer Wiese auf der die Jagger-Lippen hineingemäht worden sind. Idylle pur mit Stimmen der alten Männer aus dem Off. Rückblicke zum Konzert von 1969 an gleicher Stelle. Der Park füllt sich, bis 100.000 Menschen vor der riesigen Bühne stehen, die einem Sommernachtstraum gleicht, mit den großen Bäumen aus Umrahmung und den gigantischen Videoinstallationen im Hintergrund. Die Buben legen mit „Start Me Up“ los und legen mit „It’s Only Rock ‘n’ Roll“ (but I like it) nach. Alles sehr sehr locker und entspann, wie die über 70jährigen das Programm abspulen. Gekonnt, routiniert und mit viel Humor scheint das zu gehen. „Street Fighting Man“ kommt als nächsten und man kann glauben glauben, dass sie das wirklich ernst meinen. Aber sie lassen sich mit ihren Liedern Zeit, sie spielen fast wie in einer Session, genehmigen sich Soli und ziehen die Stücke angenehm in die Länge, statt nach jeweils drei Minuten zum anderen Hit zu hecheln. Mick Jagger stellt die Band vor, Charlie Watts darf auch etwas sagen („Hello“) und Keith Richards bekommt seinen eigenen Part mit „You Got The Silver“, während sich der Dauerläufer und Obertucke Jagger im Hintergrund wahrscheinlich massieren lässt. „Midnight Rambler“ wird zum Gelage. Der alte Mitspieler Mick Taylor kommt für dieses Stück auf die Bühne und darf seine Bluesqualitäten ausspielen. Und geht es weiter. Hit auf Hit. Es wird dunkel, die Lichteffekte werden immer gigantischer. Der Vortänzer Jagger streift sich ein Jäckchen nach dem andern um und ab, wackelt mit dem Hintern und fragt gefühlte 200 Mal „Do you feel alright?“. Bei „Sympathy For The Devil“ trägt Mick eine ziehen sie nochmals alle Register, lassen später noch einen Chor auftreten und spielen zu allerletzt natürlich „Satisfaction“.
Und am Ende: Viele glückliche Gesichter, viel Müll und die Erfahrung, dass man die alten Gassenhauer noch anhören kann, wenn man will. Übrigens die glücklichen Gesichter. So viele schöne Frauen (und Männer) in bester Kinoqualität habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Grossartig allein schon die anzuschauen. So sehe ich mich nach dem nächsten Sommer.
Auf der website der Rolling Stone habe ich gelesen, dass sie am am 12.12. in Abu Dhabi spielen. Na denn.
Hier gibt es einen kurzen Trailer zum Spektakel


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