Sonntag

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Heute ist wieder blogfreier Sonntag.
Bei diesem regnerischen Wetter gibt es eh nur eine Möglichkeit: Lesen.

Ein kleiner und zweiter und letzter Nachschlag zu Christine Schäfer.
Der Text zur Cherubino-Arie, damit Sie besser mitsingen können.
Dann soll aber auch Schluss sein.

Voi che sapete che cosa e amor,
Donne, vedete s’io l’ho nel cor.
Quello ch’io provo vi ridiro,
E per me nuovo, capir nol so.
Sento un affetto, pien di desir,
Ch’ora e diletto, ch’ora e martir.
Gelo e poi sento l’alma avvampar,
E in un momento torno a gelar.
Ricerco un bene fuori di me,
Sospiro e gemo senza voler,
Palpito e tremo senza saper,
Non trovo pace notte ne di,
Ma pur mi piace languir cosi.
Donne, vedete s’io l’ho nel cor.

Ihr, die wisst, was Liebe ist,
Damen, seht ob ich sie in meinem Herzen habe.
Ich werde euch sagen, was ich fühle,
Es ist neu für mich und ich verstehe nichts.
Ich habe ein Gefühl, voll von Verlangen,
Das manchmal freudig und miserabel ist.
Ich erstarre und fühle dann, wie meine Seele in Flammen aufgeht,
Einen Moment später werde ich dann zu Eis.
Ich suche nach Zuneigung, woanders als bei mir,
Ich weiß nicht, wie ich sie halten kann, noch was sie überhaupt ist!
Ich seufze und lamentiere, ohne es zu wollen,
Ich stottere und bebe, ohne zu wissen, warum,
Ich finde weder in der Nacht noch am Tag Frieden,
Aber trotzdem genieße ich es, auf diese Art zu leiden.
Ihr, die wisst, was Liebe ist,
Damen, seht ob ich sie in meinem Herzen habe.