Donnerstag

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Heute haben
Dorothea Schlegel * 1764
August von Platen * 1796
Geburtstag
Ernst Barlach ist heute im Jahre 1938 gestorben und würde sich wohl im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, was sein Enkel so treibt.
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Ein etwas andere Meldung, die mich an den Kopf fassen lässt:
Monsanto erhält den Welternährungspreis, der mit 250.000 Dollar dotiert ist.
Da sorgt eine Genfirma für noch mehr Hunger auf der Welt und da so etwas.
Unvorstellbar.
Mehr dazu auf Hintergrund.de.
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Wussten Sie, dass es eine Stadt namens Hotzenplotz gibt?
Dass daher wohl auch der Räuber Hotzenplotz stammt?
Das heutige Osoblaha liegt in Tschechien im äußersten nordöstlichen Zipfel und ist natürlich genau die Ecke, in der sich Otfried Preußler sehr gut auskannte. In der Süddeutschen Zeitung vom vergangenen Dienstag gab es einen langen Bericht über Preußler, seine Vergangenheit, seine Wurzeln, und dass nach seinem Tod ein Bericht über seine russische Gefangenschaft erscheinen soll. So hat er es zumindest verfügt.
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luca

Erri De Luca:Fische schließen nie die Augen
Aus dem Italienischen von Annette Kopetzki
Graf Verlag € 16,99

Erri De Luca wurde 1950 in Neapel geboren, arbeitete lange in Rom, wo er sich im Selbststudium mehrere Sprache beibrachte. In Italien ist er, mit seinen über 30 Romanen, Essays und Übersetzungen, der meistgelesenste Autor. Hier sind im kleinen, aber feinen Graf Verlag schon drei schmale Romane erschienen. Dies ist also sein viertes Buch. Wieder ist es nicht sehr umfangreich. Seine 160 Seiten sind großzügig gedruckt und schnell weggefressen.
Es ist ein Sommer vor fünfzig Jahren, auf einer Insel im Golf von Neapel. Der zehnjährige Erri verbringt mit seiner Mutter die Sommerferien am Strand. Sein Vater versucht sein Glück in den USA, das er dort auch findet. Aber als seine Mutter nicht mit will, kehrt er  zurück nach Italien. Diese Wochen ohne ihn am Meer beinhalten große Veränderungen für den ruhigen, schüchternen Jungen, der nicht mehr in den Kinderkörper passt und dessen Gedanken und Gefühle schon viel weiter ausholen. Er trifft ein Mädchen aus dem Norden, das auch unter dem Sonnenschirm liegt und liest. Mit dieser Freundschaft ist auch der erste Kuss verbunden und ein eskalierender Streit mit drei älteren Jungs, die ihn drangsalieren, ihm nachstellen und von denen er sich krankenhausreif prügeln lässt.
Erri De Luca schafft es hier sehr Persönliches zu veröffentlichen – in einem Mix von neugierigem Jungen und zurückblickendem Alten. Alles ist sehr fein und liebenswert erzählt. Es kommt einem fast wie im Traum vor, wenn wir uns mit dem Jungen aufs Meer hinausschwimmen.
Ein ruhiges Erinnerungsbuch an einen heissen Sommer, an die erste Liebe, an das Italien der 50er Jahre.

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