Samstag

Heute haben
August Wilhelm Schlegel * 1767
Clemens von Brentano * 1178
Eduard Mörike * 1804
Wilhelm Raabe * 18311
Alfred Jarry * 1873
Helga Novak * 1835
___________________

Eduard Mörike
Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
______________________

Ein weiteres Kapitel aus Stefan Plögers: „Der Klang der Hingabe“

IV

„Wie schön, hier zu sein.“

Er war sich nicht sicher, ob die Frau ihm gegenüber ihn verstehen würde. Die Spiegelungen der gegenüberliegenden Fenster versahen die vorbeiziehende Landschaft mit rotgrünen Konturen als ob man sich einen 3D-Film ohne Brille angucken würde. Ab und zu gaben die Baumreihen am Trassenrand den Blick frei und die durchbrechende Sonne warf glitzernde Lichtreflexe auf die Scheibe.

„Ich finde es etwas ganz Besonderes, durch die weite Landschaft zu fahren und noch dazu die Aussicht auf ein interessantes Gespräch zu haben.“

Ari dachte sich nicht viel bei dem, was er gerade sagte. Er schaute auf seine Mitfahrerin. Sie besaß eine eigentümliche Attraktivität. Ihre langen rotbraunen Haare hatte sie streng nach hinten gekämmt und zu einem Zopf zusammen gebunden. Es war am meisten der traurige Blick dieser Frau, der ihn berührte. (…)

Was war das Schicksal dieser Frau? Was machte sie traurig?

„Das Leben ist so kurz und zerbrechlich. Ich glaube, wir sollten jeden Tag als Geschenk nehmen.“

„Da haben Sie recht. Aber es ist leichter gesagt als getan.“

„Ja sicher. Man muss etwas dafür tun. Man kann dumpf nebeneinander sitzen oder man nimmt das Geschenk eines Augenblicks an. Wenn ich Sie schon lange kennen würde, wenn wir vielleicht schon eine Zeit verheiratet wären, dann könnte ich Ihnen gegenüber sitzen und an das Mittagessen von Morgen denken, oder ich nehme ernst, nach was mir gerade ist und ich würde mich an Ihre Seite setzen und vielleicht den Arm um Sie legen.“

Genauso tat er es. Er spürte sehr wohl ihre Überraschung, aber sie ließ ihn gewähren. Ari war von sich mindestens so überrascht wie die Frau von ihm. Was hatte ihn angetrieben?

 _________________

Gestern waren wir als Buchtester unterwegs.
Sprich: Ich hatte einen freien Tag und wir haben eine Tour aus diesem Buch ausprobiert.

Berg

Gaby Funk:Die schönsten Bergtouren für Langschläfer in den Allgäuer Alpen
J.Berg Verlag € 12,95

Der Verlag schreibt, dass sich die Menschen in zwei Gruppen einteilen lassen: In Lerchen und in Eulen. Die einen sind die Frühaufsteher, die anderen die Langschläfer. Wenn Sie auch zu den Eulen gehören und trotzdem in den Bergen wandern wollen, dann hat Gaby Funk die richtigen Routen für Sie. Und wir haben uns für die Tour 26 entschlossen. Das heisst auf deutsch dann:

Ein attraktiver Gipfel für Kurzentschlossene. Neunerköpfle und Sulzspitze (2084 m)
Schwierigkeitsgrad: Leicht
Gehzeit: 2,5 Std.
Höhendifferenz 305 m.
Tourencharakter: Leichte, familien freundliche Tour auf eine attraktiven Gipfel.

Also los, in 1,5 Stunden waren wir an der Gondel. Mit der hoch und runter. Sehr bequem. Oben dann sehr schnell ein großartiges Panorma auf Berge, die um die 2.000 Meter sind. Es geht bequem immer weiter und weiter. Alles ist gut beschrieben und es gibt einige Einkehrmöglichkeiten (mit Kaffe, Johann = Johannisbeerschorle und selbstgemachten Apfelkuchen) und ein Murmeltier. Ein perfekter Spätsommertag.

DSCF6892DSCF6893DSCF6894

Der J.Berg Verlag hat mittlerweile 13 Bücher unter dem frechen Motto Langschläfer zusammengefasst, die eigentlich auch nichts anderes sind als Tagestouren, die in anderen Wanderführer vorgestellt werden. Aber die Verkaufsidee funktioniert und wir verkaufen die Allgäuer und Bayerischen Alpen sehr gut. Der Verlag bietet aber auch Mountain Bike Touren an und einige mehr.
Hier kommt die Liste.

Das Wetter war ausgezeirchnet und der Tag endete dann mit dem Zuschauen der vielen Gleitschirmflieger, die in der Nähe der Bergstation der Gondel, starten und unten am Parkplatz wieder landen. Ein tolles Spektakel und gerade gegen Abend kamen die Flieger mit ihren Rucksäcken mit den Gondeln hoch und färbten den Himmel bunt.

DSCF6914DSCF6915DSCF6916

DSCF6926

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s