Freitag, 18.September

Heute haben
Samuel Johnson * 1709
Justinus Kerner * 1786
Heinrich Laube * 1806
William March * 1893
Geburtstag.
Und auch Greta Garbo und Anna Netrebko
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Justinus Kerner
Poesie

Poesie ist tiefes Schmerzen,
Und es kommt das echte Lied
Einzig aus dem Menschenherzen,
Das ein tiefes Leid durchglüht.

Doch die höchsten Poesien
Schweigen wie der höchste Schmerz,
Nur wie Geisterschatten ziehen
Stumm sie durchs gebrochne Herz.
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Das heutige Bilderbuch, ganz neu auf dem Kinderbuchtisch gelandet, passt haargenau zum gestrigen Tipp und in unsere heutigen Welt. Es tut soooo gut.

Sophie Blackall: „Lieber Besucher aus dem All“
Aus dem Englischen von Anna Schaub
NordSüd Verlag € 18,00
Bilderbuch ab 5 Jahren

Quinn, mit der roten Mütze, liegt auf seinem Bett und schreibt einen Brief an einen Außerirdischen. Für den Fall, dass er die Erde entdecken sollte, will er ihn darauf vorbereiten, was ihn hier erwartet.
So zoomen wir uns von den Galaxien durch das Weltall auf unseren blauen Planeten, runter auf die Wiesen, Städte, Dörfer und Flüsse. Und dort im Nirgendwo haben wir unser Zuhause. (Da treffen wir wieder auf das gestrige Bilderbuch) Wir leben alle gemeinsam auf unserer Erde und sind doch sehr verschieden. Wir wohnen alle in unterschiedlichen Häusern, haben unsere eigene Familien. Es gibt Milliarden von Menschen und jeder hat einen eigenen, einzigartigen Körper. Ausser bei den beiden Zwillingen, die sehen gleich aus. Obwohl: Mustapha hat am Hals einen kleinen Leberfleck.
Sophie Blackall nimmt uns mit, durch unseren Alltag, durch unser Leben mit Essen, Trinken, Wetter, unseren Hobbys, den vielen Tieren, Bäumen, unseren Gefühlen und Ängsten. Sie zeigt uns auch Dinge, die wir nicht sehen und riechen können und trotzdem da sind.
Und sie zeigt, dass wir älter werden und uns Geschichten erzählen können.
Ja, so ist es auf unserer Erde und wenn der Ausserirdische hier landen sollte, kann er bei Quinn im Zimmer schlafen.

Ein wunderschönes Bilderbuch, das zum Nachdenken anregt, gerade jetzt in unserer Zeit, in der wir den Raubbau an unserer Erde zu spüren bekommen.

Leseprobe
Hier finden Sie 23 Seiten zum Anschauen.
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Liebe Leute, 
wieso ist es bei uns legal, Produkte zum Kauf anzubieten, deren Herstellung Menschenrechte massiv verletzen und die Umwelt nachhaltig zerstören?

Wir laden ein zur 
Mahnwache zum Lieferkettengesetz am Freitag, den 18.09., um 17:30 -18:30 Uhr
auf den Ulmer Münsterplatz.

Wir fordern die Bundesregierung auf, menschenrechtliche Sorgfaltspflicht von Unternehmen gesetzlich festzuschreiben und an die Missachtung klare juristische Konsequenzen zu knüpfen. 
Wir brauchen einen verbindlichen Rahmen zur Wahrung von Menschenrechten und Umweltschutz in der gesamten Wertschöpfungskette.
Es ist Zeit, den „Gewinnen ohne Gewissen“ ein Ende zu setzen!

Mit besten Grüßen,
Daniela Francin
Kampagnenbeauftragte Oxfam Shop Ulm



Dienstag, 25.Februar

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Heute haben
Carlo Goldoni * 1707
Karl May * 1842
Anthony Burgess * 1917
Erice Pedretti * 1930
George Harrison * 1943
Franz Xaver Kroetz * 1946
Geburtstag

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Theodor Storm
Februar

Im Winde wehn die Lindenzweige,
von roten Knospen übersäumt;
Die Wiegen sind’s, worin der Frühling
die schlimme Winterzeit verträumt.

O wär im Februar doch auch
wie’s andrer Orten ist es Brauch,
bei uns die Narrheit zünftig!

Denn wer, solang das Jahr sich misst,
nicht einmal herzlich närrisch ist,
wie wäre der zu andrer Frist
wohl jemals ganz vernünftig!
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„Isabelle Arsenault ist eine Meisterin der Subtilität und eine der außergewöhnlichsten Illustratorinnen unserer Zeit.“
Maria Popova, New York Times

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Isabelle Arsenault: „Albert will lesen“
Aus dem Englischen von Anna Schaub
NordSüd Verlag € 15,00
Bilderbuch ab 4 Jahren

Bei Albert zu Hause ist es zu laut. Er braucht Ruhe, da er ein Buch lesen will. Doch kaum beginnt er damit, will ein Freund mit ihm spielen. Dann kommt schon der Nächste und nochmal ein Nachbarskind. Zu guter letzt soll er auch noch Babysitten. Es reicht ihm, er wird laut und verjagt alle Freunde. Endlich Ruhe …… aber nach und nach tauchen die Kinder wieder  auf. Jedes mit einem Buch in der Hand. Jetzt muss sich Albert entschuldigen. Was dann folgt, kommt unerwartet und wird hier nicht verraten. Nur soviel: Sehr lustig!

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Die kanadische Autorin und Illustratorin Isabelle Arsenault gestaltet die Bilder zunächst mit Buntstiften, Aquarell und Tusche und bearbeitet sie danach digital. Dadurch bekommt das Buch (neben seiner tollen Geschichte) einen sehr eigenen Charme.

Donnerstag, 20.Februar

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Heute haben
Johann Heinrich Voß * 1751
Heinz Erhardt * 1909
Julia Franckh * 1970
Geburtstag
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„Was wäre ein Apfel ohne -sine, was wären Häute ohne Schleim,
was wär die Vita ohne -mine, was wär’n Gedichte ohne Reim?“
Heinz Erhardt
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Oliver Jeffers: „Die Fabel von Fausto“
Übersetzt von Anna Schaub
Nordsüd Verlag € 18,00
Bilderbuch ab 5 Jahren

»Du gehörst mir«, sagt Fausto zur Blume, zum Schaf und zum Berg. Und sie alle unterwerfen sich ihm, obwohl der Berg sich lange weigert. Aber am Ende verbeugt er sich doch vor Fausto.  Genug ist nicht genug. Fausto will mehr. Ja, das Meer soll es sein. So fährt er mit einem kleinen Schiff ins weite Blau und fordert seinen Besitz. Das Meer jedoch bleibt gelassen. Soll er doch drohen, brüllen und mit den Füßen aufstampfen. Also verlässt Fausto seinen sicheren Untergrund und will auf dem Wasser toben. …

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Oliver Jeffers ist ein Großmeister der Illustration und auch hier hat er wieder ein Kunstwerk hingelegt. Der Strich, die Farben, der Text ergeben eine immer aktuelle Fabel von Gier, Macht, Besitz.

Mittwoch, 24.April

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Joseph von Eichendorff

Es steht ein Berg in Feuer,
In feurigem Morgenbrand,
Und auf des Berges Spitze
Ein Tannbaum überm Land.

Und auf dem höchsten Wipfel
Steh ich und schau vom Baum,
O Welt, du schöne Welt, du,
Man sieht dich vor Blüten kaum!
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Armstrong

Sonderausgabe „50 Jahre Mondlandung“
Zum 50-Jahr-Jubiläum der Mondlandung der Menschen hat Torben Kuhlmann sein Erfolgsbuch überarbeitet: Diese Sonderausgabe hat eine neues Cover und ein Hintergrundkapitel mit neuen Bildern zur Geschichte der Mondlandung. Außerdem enthält diese Ausgabe ein exklusives „Mission Patch“ zum Aufbügeln für zukünftige Astronauten.

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Torben Kuhlmann: „Armstrong“
Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond
NordSüd Verlag € 23,00

Amerika in den 1950er Jahren … Eine kleine, wissbegierige Maus beobachtet jede Nacht den Mond durch ein Fernrohr, während ihre Artgenossen einem höchst unwissenschaftlichen Käsekult verfallen sind. Kann der Mond wirklich aus Käse sein? Angespornt durch die Pionierleistungen der Mäuseluftfahrt, beschließt die kleine Maus, der Frage auf den Grund zu gehen. Sie fasst einen großen Entschluss: Sie wird als erste Maus zum Mond fliegen!

In seinem zweiten großen Abenteuer einer kleinen Maus zeigt Torben Kuhlmann seine ganze Meisterschaft sowohl als Illustrator stimmungsvoller und eindrücklicher Bilder als auch als raffinierter Erzähler von spannenden Geschichten. Hier überzeugen alle liebevoll erfundenen Details.
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Förderpreis Junge Ulmer Kunst

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Bewirb dich bis spätestens 30.04.2019

Die Stadt Ulm schreibt im zweijährigen Turnus einen Förderpreis für junge Ulmer Künstlerinnen und Künstler aus. Der Preis ist mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 12.000 € dotiert, die jeweilige Einzelzuwendung beträgt 2.000 €. Schwerpunktmäßig sollen Nachwuchskünstlerinnen und -künstler gefördert werden, die sich an der Schnittstelle ihres Werdegangs, d. h. in einer künstlerischen Ausbildung befinden oder die am Übergang in eine künstlerische Berufstätigkeit stehen.

Der Preis wird in folgenden Sparten ausgeschrieben:
Literatur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Klassische Musik, Populäre Musik und Film.

Über die Vergabe der Förderpreise entscheidet jeweils eine spartenbezogene Jury, der überregional anerkannte Fachleute der jeweiligen Sparte angehören.
Die Preisverleihung erfolgt am Freitag, 08.11.2019 um 19 Uhr in einer öffentlichen Veranstaltung. Den Festakt gestalten die Preisträgerinnen und Preisträger als künstlerische Soirée mit. Anschließend werden bei einer After-Show-Party alle Gäste und Teilnehmende geladen, den Abend in gemütlicher Atmosphäre ausklingen zu lassen und ins Gespräch zu kommen.
Wer kann sich bewerben?

Eingeladen zur Bewerbung sind alle Künstlerinnen und Künstler, die im Jahr 2019 nicht älter als 30 Jahre sind (Jahrgang 1989), deren Geburts- oder Wohnort Ulm ist oder deren künstlerisches Betätigungsfeld überwiegend in Ulm liegt. Interdisziplinär arbeitende Künstler*innen können sich ebenfalls bewerben und werden gebeten, sich einer Sparte zuzuordnen.

Alle wichtigen Infos für eine Bewerbung findest Du unter Bewerbung.

Dienstag, 11.September

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Heute haben
Peter Hille * 1854
O.Henry * 1862
D.H.Lawrence * 1885
Theodor W.Adorno * 1903
Joachim Fernau * 1909
Geburtstag.
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Heute auf dem Gedichtekalender:

Gottfried Keller
Jugendgedanken

Ich will spiegeln mich in jenen Tagen,
Die wie Lindenwipfelwehn entflohn,
Wo die Silbersaite, angeschlagen,
Klar, doch bebend gab den ersten Ton,
Der mein Leben lang,
Erst heut noch, widerklang,
Ob die Saite längst zerrissen schon;

Wo ich ohne Tugend, ohne Sünde,
Blank wie Schnee vor dieser Sonne lag,
Wo dem Kindesauge noch die Binde
Lind verbarg den blendend hellen Tag:
Du entschwundne Welt
Klingst über Wald und Feld
Hinter mir wie ferner Wachtelschlag.

Wie so fabelhaft ist hingegangen
Jener Zeit bescheidne Frühlingspracht,
Wo von Mutterliebe noch umfangen
Schon die Jugendliebe leis erwacht,
Wie, vom Sonnenschein
Durchspielt, ein Edelstein,
Den ein Glücklicher ans Licht gebracht.

Wenn ich scheidend einst muss überspringen
Jene Kluft, die keine Brücke trägt,
Wird mir nicht ein Lied entgegenklingen,
Das bekannt und ahnend mich erregt?
O die Welt ist weit!
Ob nicht die Jugendzeit
Irgendwo noch an das Herz mir schlägt?

Träumerei! Was sollten jene hoffen,
Die nie sahn der Jugend Lieblichkeit,
Die ein unnatürlich Los getroffen,
Frucht zu bringen ohne Blütenzeit?
Ach, was man nicht kennt,
Danach das Herz nicht brennt
Und bleibt kalt dafür in Ewigkeit!

In den Waldeskronen meines Lebens
Atme fort, du kühles Morgenwehn!
Heiter leuchte, Frühstern guten Strebens,
Lass mich treu in deinem Scheine gehn!
Rankend Immergrün
Soll meinen Stab umblühn,
Nur noch ein Mal will ich rückwärts sehn!
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Mac Barnett / Jon Klassen:Der Wolf, die Ente und die Maus
Nord-Süd Verlag € 15,00
Bilderbuch ab 5 Jahren

Endlich wieder ein neues Bilderbuch von Mac Barnett (Text) und Jon Klassen (Illustrationen). Nach „Sam und Dave graben ein Loch“ (Was für ein Spaß) und Extra Garn“ (Eine herrliche Wintergeschichte) geht es jetzt ins Innere des Wolfes. Der frisst nämlich zu Beginn der Geschichte einfach mal die kleine, süße Maus. Was eigentlich schon das Ende des Buches sein könnte. Aber es ist gar nicht so dunkel im Bauch des Wolfes. Eine Ente wohnt dort sehr angenehm mit Tisch und Bett und Schallplatten-spieler. Sie ist hier drin, ohne Angst zu haben, dass sie gefressen wird. Ha! Die beiden machen es sich gemütlich, kochen, dancen zur Musik und besorgen sich durch einen Trick auch noch Rotwein für das köstliche Mal. Dem Wolf bekommt das nicht so gut und er jault ganz jämmerlich, so dass der Jäger auf ihn aufmerksam wird. Den müssen die beiden verjagen, damit sie ihr behagliches Zuhause behalten können.
Wie die Geschichte endet, verrate ich hier nicht.
Ein herrliches Bilderbuch, das so vieles auf den Kopf und in Frage stellt.

Hier erleben wir Mac und Jon im Inneren des Wolfes.

Freitag, 2.Februar

Heute haben
Johann Christoph Gottsched * 1700
Annette Kolb * 1875
James Joyce * 1882
Also Palazzeschi * 1885
Ayn Rand * 1905
Joanna Bator * 1968
Geburtstag
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Heute im Gedichtekalender:

Johann Wolfgang von Goethe
An Lina

Liebchen, kommen diese Lieder
Jemals wieder dir zur Hand,
Sitze beim Klaviere nieder,
Wo der Freund sonst bei dir stand.

Laß die Saiten rasch erklingen,
Und dann sieh ins Buch hinein;
Nur nicht lesen! immer singen!
Und ein jedes Blatt ist dein.

Ach, wie traurig sieht in Lettern,
Schwarz auf weiß, das Lied mich an,
Das aus deinem Mund vergöttern,
Das ein Herz zerreißen kann!
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Brendan Wenzel:Alle sehen eine Katze
Aus dem Englischen von Thomas Bodmer
NordSüd Verlag € 15,00
Bilderbuch ab 4 Jahren

“Die Katze ging durch die Welt mit ihren Schnurrhaaren, Ohren und Pfoten…”
Dabei wird sie von vielen Tieren gesehen. Fuchs, Biene oder Stinktier, Maus, Vogel, Wurm, Fisch, … Sie alle sehen diese Katze auf ihre eigene Weise. So hört der Hund ihre Halsbandglocke überdeutlich, sieht aber einen mageren Körper. Die Biene sieht viele bunte Punkte durch ihr Facettenauge, die Fledermaus hat einen Art Röntgenblick. Der Wurm spürt die Vibrationen, der Fisch erkennt etwas Verschwommenes und die Maus ein gefräßiges Monster.
Brendan Wenzel zeigt uns die Welt der Tiere auf eine sehr eigene Art. Er läßt uns staunen und nachdenken und gleichzeitig ist es ein prima Bilderbuch zum Vorlesen und Weitererzählen.

Hier wird das komplette Buch auf Englisch vorgetragen:

https://www.youtube.com/watch?v=5QYQ8ZB7JVU

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Am kommenden Dienstag stellen wir wieder vier Bücher vor.
Dienstag, 6.Februar ab 19 Uhr liest Clemens Grote aus:

Hans Pleschinski: Wiesenstein
Antonio Manzini: Spitzentitel
Adam Haslett: Stellt euch vor, ich bin fort
Yuval Noah Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit

Wir beginnen pünktlich.
Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 11.April

Heute haben
Karl Krolow * 1915
Janosch * 1931
Douglas Adams * 1952
Leena Lehtolainen * 1964
Geburtstag.
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Heute auf dem Gedichtekalender:

Theodor Storm
April

Das ist die Drossel, die da schlägt,
Der Frühling, der mein Herz bewegt;
Ich fühle, die sich hold bezeigen,
Die Geister aus der Erde steigen.
Das Leben fließet wie ein Traum –
Mir ist wie Blume, Blatt und Baum.
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Unser Kuscheltipp:

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Sean Julian:Tapsi will kuscheln
Aus dem Englischen von Anna Schaub
NordSüd Verlag € 14,00
Bilderbuch ab 3 Jahren

Ein Drachen der kuscheln will. Hä? Wo gibt es denn so etwas? Und dann gleich auch noch mit einer Elfe! Daß Elfen ganz schön zickig sein können, wissen wir seit wir Tinkerbell von Peter Pan kennengelernt haben.
Aber Tapsi, der Kuscheldrache kann so schön die Augen verdrehen, kann auch mal ne Träne rausquetschen und charmant sein. Doch Pünktchen, die Elfe bleibt hart und sagt ihm, daß sie so etwas wie beim letzten Mal nicht mehr erleben will. Aber was war da? Was hat Tapsi mit Pünktchen gemacht? Darauf müssen wir bis zur letzten Seite warten.
Pünktchen bleibt nämlich so lange hart, bis Tapsi eine wunderbare Tat vollbringt und damit wieder einmal der Elfen Herz erobert. Er hat es faustdick hinter den Ohren und weiß, wie er seine Freundin zum Kuscheln bringen kann.
Mit viel Witz erfahren wir, wie es ist, wenn niemand mit einem kuscheln will. Wir aber gleichzeitig ahnen, daß dieses Kuscheln auch eine andere Seite haben kann.
Wie im richtigen Leben halt auch, erfahren wir, was Gefühle mit uns machen, daß wir Nähe und Wärme brauchen, daß wir das aber auch nicht ausnützen dürfen, aber daß wir einfach manchmal nicht anders können. Wir würden ja gerne, mögen den anderen aber so sehr, daß es dann doch wieder passiert.
Ha! Schauen Sie auf der letzten Seite nach. Sie werden laut loslachen.

Leseprobe

Dienstag, 31.Januar

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Heute haben
Marie Luise Kaschnitz * 1901
Kurt Marti * 1921
Norman Mailer * 1923
Kenzaburo Oe * 1935
Geburtstag
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Jaaaa, ein neues Buch von Jon Klassen.
Schauen Sie sich bitte den Buchtrailer an. Mit der unterlegten Musik ist das doch ein kleines Kunstwerk. Und bitte achten sie auf die Augen der beiden Schildkröten.

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Jon Klassen:Wir haben einen Hut
Aus dem Englischen von Thomas Bodmer
NordSüd Verlag € 16,00
Bilderbuch ab 4 Jahren

Endlich gibt es ein weiteres Hut-Bilderbuch. Dieses Mal sind es zwei Schildkröten, die einen Hut finden. Einen halt. Also nur einen und nicht für jeden einen. Was tun?
Die eine Schildkröte träumt, daß jeder von ihnen einen Hut aufhat. Die andere Schildkröte ist jedoch hellwach und wir wissen (noch) nicht, was sie vorhat.
Jon Klassen hat wieder ein großartiges Werk geschaffen. Mit sehr wenigen Mitteln, mit einer einfachen Geschichte und wenig Text trifft er voll ins Schwarze. Und alleine die Augen der beiden Tiere. Wie sie sich hin und her bewegen, wie sie die Gedanken der beiden andeuten ist wahrlich meisterhaft.

Hier die anderen beiden Hut-Bilderbücher und sein super „Dunkel“-Buch.

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Werner Färbers Ungereimtheit der Woche
Keine Kuschelkatze CCCXXXVI

Hat die süße kleine Mieze
keine Lust auf Nähe, flieht se
um diese und um jene Ecke,
auf dass sie sich vor dir verstecke.

Freitag, 22.Juli

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Heute haben
Oskar Maria Graf * 1894
Tom Robbins * 1936
Arno Geiger * 1968
Franka Potente * 1974
Geburtstag
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Heute wird es bunt:

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Drew Daywalt und Oliver Jeffers:
„Der Streik der Farben“
Aus dem Amerikanischen von Anna Schaub
NordSüd Verlag € 15,99
Bilderbuch ab 3 Jahren

Jetzt streiken auch noch die Malfarben.
Geht ja gar nicht.
Das Doofe am Streik ist ja, daß es einem dann erst auffällt, wie wichtig die jeweiligen Personen oder Organisationen sind.
Jetzt also auch noch die Buntstifte.
Hilfe! Die brauchen wir doch täglich und immer.
Aber – und das ist das Problem – wir benutzen die einzelnen Farben nicht gerecht. Sprich: wir malen mit einer Farbe mehr, mit einer weniger. Und daß da ein paar besondere Farben sauer werden (Lila), oder nicht mehr miteinanderreden (Gelb und Orange),versteht sich von selbst.
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Das merkt auch Duncan, als er eines Tages nach seinen Farben sucht und nur einen Packen Briefe vorfindet, in denen die jeweiligen Farben ihm sein Leid klagen (oder auch nicht). Grün ist nämlich sehr zufrieden, da doch alle Dinos und Krokodile grün sind. Blau ist schon abgeschrubbelt und kann nicht mehr aus der Farbenkiste schauen, da Wasser, Meer, Himmel immer mit ihm gemalt werden.
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Streit in der Farbschachtel und Duncan muss es ausbaden.
Aber: Er findet eine Lösung. Und was für eine!
Wir haben schon zwei Bilderbücher von Oliver Jeffers hier auf dem Blog vorgestellt („Dieser Elch gehört mir“ und „Steckt“) und wir mussten damals schon lachen. Hier allerdings: Der Höhepunkt.
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Ins Buch schauen. Es lohnt sich.

ps.: Das arme Beige. Bitte malen Sie mehr mit Beige.

Mittwoch, 4.Mai

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Neue Taschenbücher vom Kein & Aber Verlag

Heute haben
Friedrich Arnold Brockhaus * 1772
Gerlind Rheinshagen * 1926
Amos Oz * 1939
Graham Swift * 1949
David Guterson * 1956
Geburtstag.
Aber auch Audrey Hepburn und Keith Haring und heute ist der
Internationale Tag der Feuerwehrleute

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Unser Bilderbuchtipp:

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David Merveille: Monsieur Hulot am Strand“
NordSüd Verlag € 16,99
Bilderbuch ab 4 Jahren

Die Ferien des Monsieur Hulot
DVD für € 9,99

Vor drei Jahren erschien schon ein erstes Bilderbuch über Monsieur Hulot, gezeichnet von David Merveille. Damals in Farbe, jetzt grau in grau. Naja fast. Hulots Tageszeitung, die er mit an den Strand nimmt, um in Ruhe auf seinem Liegestuhl darin zu lesen, ist nicht rosa, wie in Italien, sondern dezent gelb abgehoben. Wir erinnern uns vielleicht aber schwach, daß er nicht so richtig zum Lesen kommt. Ein Junge mit Wasserball, eine Möwe, die ihm seinen Schuh klaut und als Nest umfunktioniert, eine kleine Kugel vom Strandtennis machen ihm das Lesen zum Abenteuer. Daß er sogar noch seine Pfeife verliert und aus Versehen eine Muschel in den Mund steckt, zeigt, wie verschusselt unser guter Monsieur ist.
Die Hulot-Filme sind ohne Text und so hält es auch David Merveille. Keine Sprechblase, keine Zeile Text findet sich im Buch. So können wir unseren Vorlesephantasie freien Lauf lassen und noch wildere Geschichte erfinden, wenn wir mit den kleinen Zuhörern auf dem Sofa liegen und das Buch durchblättern. Und für die Großen, die Erwachsenen, die Alten, die die Filme noch kennen ist es eine schöne Erinnerung und animiert vielleicht, sich mal wieder einen Hulot-Film anzuschauen.

Leseprobe

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Gestern abend im Roxy. Büchertisch bei Katrin Bauerfeind. Bücher, Bier & Bike