Dienstag, 7.März


Heute haben
Alessandro Manzoni * 1786
Paul Ernst * 1866
Milo Dor * 1923
George Perec * 1936
Robert Harris * 1957
Breat Easton Ellis * 1964
Joanne Harris * 1964
Geburtstag
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Paul Ernst

Es glaubt ein jeder in der Welt zu sprechen
Mit andern Menschen, und dieselben Namen
Gibt er den Dingen, wie die andern geben,
Und glaubt, er meint dasselbe wie die andern.
Doch jeder sieht ein Andres, und gemein
Sind nur die Namen.
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Ostern kommt ja bald.


Wilhelm Bode: „Hasen
Ein Porträt
Aus der Reihe: Naturkunden herausgegeben von Judith Schalansky
Mathhes & Seitz Verlag 22,00

Hasen sind schon besondere Wesen und sie begleiten uns das ganze Leben lang.
Vom ersten Kniereiter: „Häschen in der Grube“, zu den Bilderbücher „Weisst du wie lieb ich dich hab“, zum Märchen der Brüder Grimm, dann natürlich zum Osterhasen. Früher gab es noch Bugs Bunny im Kinderfernsehen. Später kommen dann seine Bedeutung und Symbolik in der christlichen Kulturgeschichte, in der Malerei mit Dürers weltberühmten Hasen, bis hin zu Beuys hinzu. Nicht zu vergessen, dass er auch als kulinarische Delikatesse auf den Tisch kommt. Nicht zu vergessen, wie der Hase sich in unseren Wortschatz geschlichen hat, wie z.B. Hasenbrot, Angsthase, usw..
Wilhelm Bode geht diesen Geschichten und Mythen nach, schreibt über seine lange Beziehung zu den Tieren in der freien Natur, auch über seinen ersten selbsterlegten Hasen. Wir erfahren von diesem Fachmann viel über das Wesen dieser Tiere mit den langen Barthaaren und noch längeren Ohren.
Garniert wird das kleinformatige Buch aus der Reihe „Naturkunden“ mit vielen Abbildungen und einer Auflistung der wichtigsten Hasenarten.
Wieder mal viel gelernt beim Durchblättern und Lesen.

Wilhelm Bode, 1947 geboren, Jurist und Forstakademiker, leitete zunächst die Landesforstverwaltung und später die oberste Naturschutzbehörde des Saarlandes. Er führte 1987 erstmals in einem Bundesland die kahlschlagfreie Dauerwaldwirtschaft flächendeckend ein. Er initiierte u.a. die heutige Biosphärenregion Bliesgau und 2004 die Ausweisung von fünf Clustern alter Buchenwälder als deutschen Beitrag zum UNESCO-Weltnaturerbe Europäische Buchenwälder. Als NABU-Waldsprecher initiierte er zusammen mit Hans D. Knapp die schlussendlich 2019 erfolgte Ausweisung der Kaspischen Wälder zum UNESCO-Weltnaturerbe. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Beiträge zur Zukunft des Waldes, der Jagd und der Forstwirtschaft, unter anderem Die Waldwende (zusammen mit Martin von Hohnhorst), Naturnahe Waldwirtschaft (Deukalion), sowie bei Matthes & Seitz Berlin in der Reihe Naturkunden Hirsche und das Portrait der Tannen.
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Jastrams 1. Seite

Heute Abend liest ab 19 Uhr Clemens Grote aus vier neuen Romanen.
Wir beginnen pünktlich. Der Eintritt ist kostenlos.

Montag, 6.März

Heute haben
Cyrano de Bergerac * 1619
Elizabeth Barrett Browning * 1806
Stanislaw Jerzy Lec * 1909
Will Eisner * 1917
Gabriel Garcia Marquez * 1927
Günter Kunert * 1929
Geburtstag
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Albert Ehrenstein
Der Frühling liebt die Wiesen grün

Der Frühling singt die Wiesen grün,
Der Sommer schwellt Dir Früchte in den Schoß,
Der Herbst verbellt das Sterben gelb,
Dahinter ist still Winter.

So möchte ich noch einmal blühn,
Mit Dir einwandern in das wilde Grün.
Des Monds Kürbisgesicht wär nachts Laterne,
Leuchtkäfer, Licht und Sterne.
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Dienstag, 7.März, 19 Uhr
„Die erste Seite“

Clemens Grote liest aus folgenden vier Neuerscheinungen:

Birgit Birnbacher: Wovon wir leben
Teresa Präauer: Kochen im falschen Jahrhundert
Michel Bergmann: Mameleben
Julia Schoch: Das Liebespaar des Jahrhunderts

Wir beginnen pünktlich.
Der Eintritt ist frei.
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Ausstellung: „Frau, Leben, Freiheit“                                         

Illustrationen von Demonstrierenden der Revolution im Iran vom 11.3.- 21.4.2023
täglich 9-18 Uhr, Sonntag bis 16 Uhr im Haus der Begegnung

Herzlich willkommen zur Vernissage: 11. März um 18.00 Uhr im Haus der Begegnung
Bei der Vernissage wird es eine Liveschaltung zu der Künstlerin Naghmeh Jah aus Kanada geben und die Schauspielerin Jasmin Tabatabai spricht per Videobotschaft zur Situation im Iran.

Unter den politischen Slogans des Jahres 2022 dürfte jener aus dem Iran der bekannteste sein: „Frau, Leben, Freiheit“ riefen Tausende in den Straßen der Islamischen Republik. Auslöser der landesweiten Massendemonstrationen in Iran war der Tod der 22-jährigen iranischen Kurdin JînaMahsa Amini.
Mittlerweile sind es Proteste von enormem Ausmaß, angeführt von Frauen, die unter Einsatz ihres Lebens ihre Stimme erheben gegen brutale Menschenrechtsverletzungen. Es ist demographisch die jüngste Widerstandsbewegung, die auch von mutigen Männern unterstützt wird.
Mittlerweile gibt es ca. 19000 inhaftierte Demonstrierende und unzählige Ermordungen und Hinrichtungen. Die im Exil lebende iranische Künstlerin Frau Naghmeh Jah möchte diese mutigen Menschen, die entweder hingerichtet, ermordet, gefoltert oder inhaftiert wurden und werden ein unvergessliches Gesicht geben, indem sie tagesaktuell auf social Media kunstvolle Grafiken von ihnen veröffentlicht.

Veranstalter*innen:   Diakonische Bezirksstelle, Iraniansofulm, Haus der Begegnung
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Dienstag, 14.März, 19 Uhr
Mumia Abu-Jamal: „Texte aus dem Todestrakt“
Buchpräsentation
Organisiert von Amnesty International Ulm
Es liest Clemens Grote

Donnerstag, 5.Januar


Heute haben
Paula Ludwig * 1900
Fred Wander * 1917
Friedrich Dürrenmatt * 1921
Juan Goytisolo * 1931
Umberto Eco * 1932
Paul Ingendaay * 1961
Elke Naters * 1963
Geburststag
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„Je planmäßiger der Mensch vorgeht, um so wirkungsvoller trifft ihn der Zufall.“
Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker
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Das Otl Aicher Jubeljahr ist vorbei und jetzt erscheint das passende Memory-Spiel:

Otl Aicher: „München 1972
Kartenspiel für Liebhaberinnen und Liebhaber des guten Designs
64 Memory-Karten mit 32 Piktogrammen
Detail € 29,90

„München 1972“ mit 32 Kartenpaaren auf. Die 21 Sportarten der Spiele – vom Radfahren zum Hochsprung oder zum Bogenschießen – sind ebenso vertreten wie weitere Piktogramme, die für Orientierung auf dem Gelände der Sportveranstaltung gesorgt haben. Diese Zeichen werden mittlerweile weltweit eingesetzt und sind fast nicht mehr wegzudenken.
Und jetzt ist natürlich Denken angesagt, wenn es ums Kärtcheneinsammeln geht.
Der Hersteller sagt: Nicht unter 14 Jahren. Ich meine: Na klar, weil die Kleinen eh immer gewinnen.
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Das Röstschmiede Café in Neu-Ulm macht eine Woche Urlaub.
Bei uns bekommen Sie den Kaffee.

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Dienstag, 2.Mai

Foto: Wolfgang

Heute haben
Novalis * 1772
Gottfried Benn * 1886
Willi Bredel * 1901
Gisela Elsner * 1937
Franz Innerhofer * 1944
Angela Krauß * 1950
Geburtstag
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Mai
Gedichte passend zum Monat herausgegeben von
Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell
Reclam Verlag € 5,00

Oh, schon wieder ein Monat vorbei. An den Gedichtbändchen des Reclam-Verlages merke ich immer, wie die Zeit rast. Wonne und Sonne und explodierende Natur. Farben, Blumen und gemeinsames Beisammensitzen im Freien. Das steckt hinter diesem Namen Mai.

Es ist Zeit sich zu freuen
an atmenden Farben
zu trauen dem blühenden Wunder
schrieb Rose Ausländer.

Aber nicht zu früh gefreut. Im Mai gibt es auch die Eisheiligen, die mit viel Regen und Frost verbunden sind. Aber insgesamt gesehen, gehen wir stramm in Richtung Frühsommer und lassen den Winter und das Frühjahr in Vergessenheit geraten.

Willkommen
Maienlob
Maienschelte
Maienglück
Feiern im Mai
Endlich im Freien

heißen die einzelnen Kapitel des Gedichtbandes und zeigen schon die Richtung an, auch wenn in der dritten Abteilung noch gescholten wird über den Wonnemonat. Diese Bezeichnung leitet sich womöglich von Weidemonat ab, so die Herausgeberinnen.
Da ich monatelang behauptet habe, dass diese Anthologie ohne Goethe auskommt, taucht er hier gleich zweimal auf.

Johann Wolfgang Goethe
Mit einem gemalten Band

Kleine Blumen, kleine Blätter
Streuen mir mit leichter Hand
Gute junge Frühlingsgötter
Tändelnd auf ein luftig Band.

Zephyr, nimm’s auf deine Flügel,
Schling’s um meiner Liebsten Kleid!
Und so tritt sie vor den Spiegel
All in ihrer Munterkeit,

Sieht mit Rosen sich umgeben,
Selbst wie eine Rose jung.
Einen Blick, geliebtes Leben!
Und ich bin belohnt genung.

Fühle, was dies Herz empfindet,
Reiche frei mir deine Hand,
Und das Band, das uns verbindet,
Sei kein schwaches Rosenband!

Mailied

Wie herrlich leuchtet
Mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!

Es dringen Blüten
Aus jedem Zweig
Und tausend Stimmen
Aus dem Gesträuch

Und Freud‘ und Wonne
Aus jeder Brust.
O Erd‘, o Sonne!
O Glück, o Lust!

O Lieb‘, o Liebe!
So golden schön,
Wie Morgenwolken
Auf jenen Höhn!

Du segnest herrlich
Das frische Feld,
Im Blütendampfe
Die volle Welt.

O Mädchen, Mädchen,
Wie lieb‘ ich dich!
Wie blickt dein Auge!
Wie liebst du mich!

So liebt die Lerche
Gesang und Luft,
Und Morgenblumen
Den Himmelsduft,

Wie ich dich liebe
Mit warmem Blut,
Die du mir Jugend
Und Freud‘ und Mut

Zu neuen Liedern
Und Tänzen gibst.
Sei ewig glücklich,
Wie du mich liebst!

Und dieses Gedicht darf natürlich nicht fehlen:

Eduard Mörike
Er ist’s

Frühling läßt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton
Frühling, ja du bist`s!
Dich hab ich vernommen!

Ludwig Uhland
Mailied

Wenig hab ich noch empfunden
Von der werten Frühlingszeit;
All die Lust und Lieblichkeit
Hat zu mir nicht Bahn gefunden.
Ach! was soll ein Herz dabei,
Das sich so zerrissen fühlet?
Jetzt empfand ich erst den Mai,
Seit der Sturm in Blüten wühlet.

Heinrich Heine

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.

Neben all den alten Autoren, finden Sie natürlich auch LyrikerInnen des 20.Jahrhunderts, deren Texte ich jedoch hier nicht veröffentlichen darf.
Robert Gernhardt, Friederike Mayröcker, Rose Ausländer, Gottfried Benn, Bertolt Brecht, Ernst Jandl, Karl Krolow und viele mehr.
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Heute abend gibt es wieder eine „1.Seite“ bei uns in der Buchhandlung.
Es liest, wie immer Clemens Grote.
Diesmal mit einem Ulmer Gast, der sein erstes Buch veröffentlicht hat.
Lassen wir uns überraschen.

Wir beginnen pünktlich um 19 Uhr und freuen usn auf Ihr/Euer Kommen.
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Montag

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Heute haben
Leo Perutz * 1882
Odysseas Elytis * 1911
Hera Lind * 1957
Joey Goebel * 1980
Geburtstag

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Tarditionell zum Monatsanfang stellen wir hier das passende Monatsgedichtebuch aus dem Reclam Verlag vor.

november

„November“
Gedichte
Zusammengestellt von Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell
Umschlaggestaltung von Nikolaus Heidelbach
Reclam Verlag € 5,00

Wenn ich daran denke, dass jetzt schon November ist, wo doch gerade noch Sommer war, dann wird mir ganz weh ums Herz. In ein paar Wochen stehen wir vor dem Weihnachtsfest und danach beginnt ein neues Jahr.
Die Zeit rast. Ohne Unterlass. Um dieses Tempo innerlich abzubremsen und gedanklich zur Ruhe zukommen, sind diese „wirklichen“ Taschenbücher aus dem Reclam Verlag ausgezeichnet geeignet. Wir wechseln somit die Oktober Gedichte gegen diese von November in unseren Jackentasche und fallen ein wenig aus der Zeit, wenn wir darin lesen.
Ich wünsche Ihnen eine geruhsame Zeit bei der Lektüre.
Die beiden Herausgeberinnen haben einen schönen Reigen aus alten und neuen Gedichten zusammengestellt und es wieder geschafft, auf Goethe zu verzichten.

Adelbert von Chamisso
Der erste Schnee

Der leise schleichend euch umsponnen
Mit argem Trug, eh’ ihr’s gedacht,
Seht, seht den Unhold! über Nacht
Hat er sich andern Rat ersonnen.
Seht, seht den Schneenmantel wallen!
Das ist des Winters Herrscherkleid;
Die Larve läßt der Grimme fallen; –
Nun wißt ihr doch, woran ihr seid.

Er hat der Furcht euch überhoben,
Lebt auf zur Hoffnung und seid stark;
Schon zehrt der Lenz an seinem Mark.
Geduld! und mag der Wütrich toben
Geduld! schon ruft der Lenz die Sonne,
Bald weben sie ein Blumenkleid,
Die Erde träumet neue Wonne, –
Dann aber träum’ ich neues Leid!

Theodor Fontane
Der erste Schnee

Herbstsonnenschein; des Winters Näh’
verrät ein Flockenpaar,
es gleicht das erste Flöckchen Schnee
dem ersten weißen Haar.

Noch wird, wie wohl von lieber Hand
der erste Schnee dem Haupt,
so auch der erste Schnee dem Land
vom Sonnenstrahl geraubt.

Doch habe acht! Mit einemmal
ist Haupt und Erde weiß,
und Liebeshand und Sonnenstrahl
sich nicht zu helfen weiß.

Christian Morgenstern
Erster Schnee

Aus silbergrauen Gründen tritt
ein schlankes Reh
im winterlichen Wald
und prüft vorsichtig Schritt für Schritt,
den reinen, kühlen, frischgefallenen Schnee.

Und Deiner denk ich, zierlichste Gestalt.

Gottfried Keller
Wie nun alles stirbt und endet

Und das letzte Lindenblatt
Müd sich an die Erde wendet
In die warme Ruhestatt,
So auch unser Tun und Lassen,
Was uns zügellos erregt,
Unser Lieben, unser Hassen
Sei zum welken Laub gelegt.

Reiner weisser Schnee, o schneie,
Decke beide Gräber zu,
Dass die Seele uns gedeihe
Still und kühl in Wintersruh!
Bald kommt jene Frühlingswende,
Die allein die Liebe weckt,
Wo der Hass umsonst die Hände
Dräuend aus dem Grabe streckt.

Und zum Abschluss ein Gedicht, das sich eher für den Abend eignet, aber gleichzeitig ein großes Loblied auf das gute Buch ist. Unter anderem.

Theodor Fontane
Rum-Lied

Mit einer Rumflasche zum 14.November 1866

Und ist auch noch so dünn der Tee
Und tut dir irgendwo was weh, –
Rum, Rum,
Und alle Schmerzen werden stumm.

Und liest du ein “sensations”-Buch
Voll Gift und Mord und Vaterfluch, –
‘rum, ‘rum,
Nicht alle Bücher sind so dumm.

Und geht im Leben etwas schief
Und steht der Barometer tief, –
‘rum, ‘rum,
Ein Tag gestaltet alles um.

Und ärgert dich ein Blick, ein Wort,
Tu’s rasch deiner Seele fort; –
“‘rum, ‘rum”
Ist aller Weisheit Satz und Summ’.

Und ist man endlich worden alt
Und wird es öd und wird es kalt, –
‘rum, ‘rum,
Wir wechseln unser Publikum.
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Noch ein Nachschlag mit Werner Färbers Ungereimtheiten.

Das Wollschwein

Ein kleines Schwein mit Namen Bolle
war gemacht aus reinster Wolle.
Mit feiner Nadel war’s gestrickt
und obendrein sehr hübsch bestickt.

Selbst der lange Ringelschwanz
bestand aus Wolle gar und ganz.
Wollschwein Bolle war echt drollig,
und so knuffig und so wollig!

Unbemerkt, bei einer Rast,
verhakte sich das Schwein am Ast.
Als Bolle schließlich weiter wollte,
vergnügt er sich von hinnen trollte.

Munter fing er an zu rennen –
und sich gänzlich aufzutrennen.
Zu Ende ist des Lebens Lauf!
Wer wickelt nun die Wolle auf?

Der Raser

Der Raser sagt: „Wer bremst, verliert!“
Deswegen rast er kontrolliert,
als wäre es ein Wettbewerb,
ganz ungebremst in sein Verderb ...
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Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche.
Nicht vergessen:
Morgen, Dienstag, den 3.November, stellen wir folgende vier neue Bücher vor:

Patrick Marnham: Schlangentanz / Berenberg Verlag
Marceline Loridan-Ivens: Und du bist nicht zurückgekommen / Insel Verlag
Liliane: Corobca: Der erste Horizont meines Lebens / Zsolnay Verlag
Serhij Zhadan: Mesopotamien / Suhrkamp Verlag

Es liest Clemens Grote.