Montag

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Nachdem am Sonntag
David Grossman * 1954
Virginia Woolf * 1882
und William Somerset Maugham * 1874
Geburtstag hatten,
kommen heute noch
Antonio Pennacchi * 1950
Jochen Missfeldt * 1941
und Achim von Arnim * 1781
dazu.
Herzlichen Glückwunsch.
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Nach einem richtig guten Lese-Sonntagnachmittag, war abends mal wieder
ein Film angesagt. Es hat sich gelohnt.

film

„Short Term 12 – Stille Helden“
Regie: Destin Cretton
Mit Brie Larson, John Gallagher Jr., Stephanie Beatriz, …
2013
DVD € 14,99
Blu ray € 17,99
FSK ab 12 freigegeben

Ich weiss gar nicht, ob der Film in Ulm im Kino gelaufen ist? Mir ist er jedenfalls komplett unbekannt gewesen, bis ich ihn als DVD angezeigt bekommen habe. Mehr als eine kurze Inhaltsangabe hatte nicht und noch die Hinweise auf die wahnsinnig vielen Preise, die der Film abkassiert hat. Nicht nur bei Independent Festivals wurde er und die Schauspieler ausgezeichnet, er bekam auch den Goldenen Leoparden bei den Filmfestspielen in Locarno 2013. Und das für ein Team, die alle deutlich unter 30 Jahren sind. Der Regisseur Destin Cretton hat einen Kurzfilm, den er zuvor gedreht hat mit einem neuen Drehbuch zum 96-minütigen Film ausgebaut, ohne dass darin die Intensität und Nähe verlorengegangen ist.

Grace (Brie Larson) arbeitet als Betreuerin in der Einrichtung „Short Term 12“, in der junge Menschen mit sozialen und psychischen Problemen vorübergehend aufgenommen werden. „Short Term“ wohl deshalb, da diese Jugendlichen mit 18 Jahren die Einrichtung endgültig verlassen müssen, egal, wie es um sie steht.
Zu Beginn des Filmes sehen wir Grace und ihren Kollegen und Freund Mason (John Gallagher Jr.) zusammen mit zwei anderen Partnern im Freien stehen. Es ist Pause, die Sonne scheint. Mason raucht und erzählt dem neuen Mitarbeiter eine sehr wilde Geschichte, die ihm hier als Betreuer passiert ist. Kaum ist er damit fertig,öffnet sich eine Tür des Heimes und eine Junge in weißen langen Unterhosen rast laut brüllend über die Wiese in Richtung Ausgangstor. In einer wilden Verfolgungsjagd gelingt es den Betreuern, den jungen Sammy wieder einzufangen und zu beruhigen.
In dieser Anfangsszene habe wir schon alle Zutaten, die diesen Film so interessant machen.
Handkamera: Ist ja nicht für jeden, sorgt hier aber für eine enorme Nähe und Authenzität.
Witz: Die witzigen Geschichten und Episoden ziehen sich durch den ganzen Film. Bis hin zum Schluss.
Überraschende Wendungen: Wie dieser Junge aus dem Haus stürmt – das hat schon etwas. Solche Szenen überraschen uns immer wieder in diesem Filmund lassen uns alle Höhen und Tiefen im Alltag dieser Betreuer erkennen.
Grace hat ihre Gruppe gut im Griff. Sie leitet ihre 10 Jugendlichen mit Strenge, aber auch mit sehr großer Wärme und Empathie. Auch als die 15-jährige Jayden (Kaitlyn Dever), die an einer Aggressionsstörung leidet, neu aufgenommen wird, gelingt es Grace, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Gleichzeitig bekommen wir mit, dass Grace zwar alles für „ihre Kinder“ gibt,für ihr Privatleben aber kaum noch Kraft hat und schwanger von ihrem Freund ist.
Dies und die Erzählungen der jungen Jayden werfen Grace komplett aus der Bahn. Sie weiss nicht mehr, was sie will. Über ihre Kindheit kann sie nicht erzählen, obwohl Mason sie ständig darum bittet. Jetzt bricht jedoch alles bei ihr auf.
Es sind stillen Helden, wie der deutsche Titel heisst, die sich täglich für diese Jugendlichen einsetzen. Es ist der Alltag in einem Heim, bei dem klar ist, dass die Freiheit danach für die jungen Menschen nicht einfach wird. Es sind die Wendungen bei den Jugendlichen, die einen fast zu Tränen rühren und Grace und Mason wissen nie, was in der nächsten Sekunde passieren wird, da sie ihre Augen nicht immer auf alle Jugendlichen haben können.
Ein Film, der sich deutlich von der us-amerikanischen Massenware absetzt und trotzdem nicht kopflastig und sehr unterhaltsam ist.

https://www.youtube.com/watch?v=CP8roY3V6Sw

Dienstag

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Heute haben
Alexander Lange Kielland * 1849
Hedwig Courths-Maler * 1867
Nikos Kazantzakis * 1883
André Breton * 1896
Toni Morrison * 1931
Elke Erb * 1938
Hallgrimus Helgason * 1959
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Beziehungskomödien gibt es ja jede Menge und Filme mit Zeitreisenden, Reisen in die Zukunft und Vergangenheit, kennen wir auch einen ganzen Sack voll. Und doch erscheinen immer wieder liebenswerte Varianten. So zum Beispiel:

Zeit

Alles eine Frage der Zeit / About Time
Regie und Drehbuch Richard Curtis,
der auch u.a. „Nottinghill“ gemacht und das mit der Hochzeit und dem Begräbnis.
Mit Domhnall Gleeson, Rachel McAdams, Bill Nighy, u.a.
DVD € 14,99
Reservieren

Dem 21jährige Tim enthüllt sein Vater, dass alle männlichen Familienmitglieder in ihre Vergangenheit zurückreisen können. Zuerst druckst er natürlich sehr herum, da er weiss, dass das unglaublich erscheint. Dementsprechend reagiert auch Tim. Er solle es einfach versuchen. Er brauche einen dunklen Raum, einen Kleiderschrank, solle sich hineinstellen, die Augenschließen, die Fäuste nach unten strecken, ballen und sich stark an die Situation konzentrieren, wohin er will.
Mit kritischem Blick verschwindet Tim und tatsächlich es funktioniert. Es klappt zwar, seine Situation konnte er aber nicht verändern, nämlich seine Sommerliebe herumzukriegen. Aber bei Mary, in die er sich in einem Dunkelrestaurant verliebt, kann er diesen Trick anwenden, damit er zu Potte kommt. So verschindet er immer wieder mal kurz, taucht wieder in die gleiche Situation ein und kann sie retten. Manchmal auch nicht beim ersten Mal; dann muss er halt nochmals raus.
Dies muss er beachten:
1.Nur männliche Familienmitglieder können das.
2.Es gibt nur Reisen in die Vergangnheit.
3.Er kann nicht vor seine Geburt reisen.
4.Zeitreisen vor die Geburt des eigenen Kindes, sorgt dafür, dass ein anderes Kind geboren wird und das erste Kind verschwindet.
Also alles nicht so einfach. Und wenn er endlich an Mary herangekommen ist, will er seinem Vermieter helfen, der ein Theaterstück geschrieben hat. Der Premierenabend wird zur Katastrophe, da sein Hauptdarsteller einen kompletten Aussetzer hatte und keinen Ton mehr herausbekommen hat. Tim begibt sich auf eine Zeitreise, um das Stück zu retten, was ihm auch beim zweiten Anlauf gelingt. Gleichzeitig hat er aber seine Mary verloren, da diese Handlung zeitgleich verlief. Er hat keine Adresse, kein Telefon von ihr und lauert ihr wochenlang auf, bis er sie wieder trifft.Leider erkennt sie ihn (natürlich) nicht und stellt es sich heraus, dass sie seit ein paar Tagen einen Freund hat. Im Kaffehaus zieht Tim dem Liebespaar alleDaten aus der Nase, wo und wann sie sich getroffen haben, taucht dann als Zeitreisender 15 Minuten vor dem neuen Freund auf der Party auf und schleppt Mary mit sich.
Vielleicht ein wenig wirr erzählt, oder es hört sich zu sehr nach Klamotte an. Insgeesamt aber ein sehr schöner Unterhaltungsfilm, der gut gemacht ist, nicht mit Weltstars besetzt ist, dafür immer wieder mit neuen Wendungen aufwartert, da das Leben nicht so geradlinig verläuft und Tim in die Vergangenheit reist, um Dinge wieder in Ordnung zu bringen, was nicht immer klappt, oder zu noch mehr Verwirrung sorgt.
Ein Film zum Zurücklehnen und Genießen, wenn draußen der Sturm braust und der Regen gegen die Scheiben klatscht. So wie auch bei der Hochzeit von Mary und Tim.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=9UNtJAsDLaM]

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=T7A810duHvw]
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Mehr Fotos auf jastram.tumblr.com

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Für alle, denen Lisa Hannigan gefallen hat.
Hier ein Liedchen für einen grauen Tag.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=TvwJMa5b1Qg]

Sonntag

Heute ist wieder blogfreier Sonntag.
Wer heute u.a. Geburtstag hat, verrate ich Ihnen dennoch.

Arthur Rimbaud * 1854
Paul Valéry * 1871
Oslar Pastior * 1927
Elfriede Jelinek * 1946
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alaska

Nach einem Filmtipp in einer Zeitung, habe ich mir auf der ARD-Mediathek „Alaska Johansson“ angeschaut. Er wird als Thriller angekündigt, hat auch viele Gruselelemente, und erschließt sich am Schönsten vom Ende her. Ein großes Verwirrspiel zwischen Wirklichkeit und Wahn, oder andersrum.
Sehr schöne Bilder und eine gute Hauptdarstellerin.
Der Film ist ab 12 Jahren und die ARD-Mediathek gibt den Film erst ab 20 Uhr frei.
Es lohnt sich.

http://www.ardmediathek.de/das-erste/filmmittwoch-im-ersten/alaska-johansson-video-tgl-ab-20-uhr-hoerfassung?documentId=17614784
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Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Sonntag.