Samstag, 8.Juni


Heute haben
Marguerite Yourcenar * 1903
Sara Paretsky * 1947
Lutz Seiler * 1963
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Welch ein Glück

Leben
Schmecken
Atmen Riechen
Hören
Dich Berühren
Liebe Geben
Sehen
Welt empfangen
Weinen Wollen
Dürfen Lachen
Leben spüren
Lächeln
Schenken
Dich Umarmen
Mir Vergeben
Können
Lassen
Träumen
Sich verlieren
Wiederfinden
Danken
Leben
Welch ein Glück
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32 Sportarten wird es bei der Olympiade im Sommer in Paris geben.
Ole Könnecke bringt es in seinem Buch auf 70.


Ole Könnecke: „Sport ist herrlich
70 Sportarten gezeichnet und erklärt
Hanser Kinderbuchverlag € 17,00
Bilderbuch ab 3 Jahren

Leichtathletik Europameisterschaft, Olympiade, Fußball Europameister … alles in diesem Jahr.

Originell, witzig stellt uns der Zeichner Ole Könnecke Sportarten vor und bringt sie in wenigen Sätzen auf den Punkt. Humor ist ihm wichtig und so geht es beim Gewinnen und Verlieren auch darum, Spaß zu haben. Er baut Fachbegriffe ein und erinnert daran, dass der Basketballkorb einfach viel zu hoch hängt, aber es gibt auch andere Sportarten für kleine Menschen.
Einfach mal reinblättern und wenn Sie dann keine Lust haben, mit Ihren Kleinen im Wohnzimmer ein paar Sportarten auszuprobieren, dann weiß ich auch nicht. Achtung: Vorher die Blumenvasen in Deckung bringen. Oder zwei davon als Tor benutzen.

Leseprobe
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Wählen gehen und AfD verhindern.

Freitag, 10.Mai

Heute haben
Johann Peter Hebel * 1760
Friedrich Gerstäcker * 1816
Fritz von Unruh * 1885
Petra Hammesfahr * 19561
Ralf Rothmann * 1953
Geburtstag
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„Der Weg zu den Quellen geht gegen den Strom.“
Fritz von Unruh
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Das neue Heft ist da.


„Sinn und Form“
Drittes Heft 2024
Akademie der Künste € 11,00

Unglaublich, was sich wieder hinter diesem unscheinbaren Äußeren versteckt.
Es beginnt mit Elisabeth Plessens Bericht über die literarischen Zirkel im eingemauerten Berlin und den Memoiren von Erika Mann.
Günter de Bruyns „Bericht für die Polizei“, Stephan Wackwitz: „Heiner Müller in Tokio“, Kurt Dasow: „Berliner Landleben“ folgen. Dazu Gedichte von Eugenio Montale, Ulrike Draesner und Raoul Schrott. Texte zu Katja Petrowskaja, Lutz Seiler, Joseph Roths: „Hiob“ und und und.
Ein Heft zum Versinken. Überall gibt es Entdeckungen und Texte, die ich sonst nie finden würde.
Wieder einmal ein großes Lob an die Redaktion des Heftes.
Als Leseprobe gibt es auf der Seite von „Sinn und Form“ einen Ausschnitt aus Elisabeth Plessens Text.

„Der Mauerbau im August 1961 veränderte das Leben in der Viersektorenstadt Berlin radikal. Sie war nun in zwei Hälften zerschnitten. Westberlin war nicht Westdeutschland, war etwas Drittes, der Status blieb in der Schwebe – und die Stadt hing am Bonner Tropf.

Ab 1964 studierte ich an der Freien Universität Berlin Philosophie und Literaturwissenschaft, wechselte aber bald zu Walter Höllerer, der an der Technischen Universität den Lehrstuhl für Neuere Germanistik innehatte und ein renommiertes Doktorandenseminar leitete – ein quirliger, innovativer Geist, der unendlich viel für die Belebung und Erhaltung des literarischen Lebens tat. Er erfand das Literarische Colloquium, schuf wichtige Zeitschriften wie »Akzente« und »Sprache im technischen Zeitalter«, mit seinen vielfältigen Initiativen lockte er internationale Autoren in die eingemauerte Stadt und publizierte ihre Texte.

Ernst Schnabel, von 1951 bis 1955 Intendant des Nordwestdeutschen Rundfunks, danach freier Autor, anschließend mit Rolf Liebermann, den wiederum Hans Werner Henze ablöste, Leiter des Dritten NDR-Hörfunkprogramms, zog 1965 nach Berlin. Wie viele andere Autoren und Publizisten tat er das auch aus Solidarität mit der Inselstadt. Schnabel leitete im Dritten Fernsehprogramm des im Aufbau befindlichen Senders Freies Berlin die »Literarische Illustrierte«. Der Intendant Walter Steigner und Schnabel hatten dasselbe im Sinn: ein offenes, liberal-kritisches, überparteiliches Programm gemäß dem Bildungsauftrag einer öffentlich-rechtlichen Anstalt. Der Vierte im Bunde der damaligen »Macher« war Hans Werner Richter. Halbjährlich residierte er im Grunewald in der ehemaligen S.-Fischer-Villa in der Erdener Straße 8 und moderierte für Schnabels Redaktion den politisch-literarischen »Salon« – direkt nach der Tagesschau, Gespräche open end, buchstäblich bis in die Puppen.

Richter lud ein, wer sich aus Politik und Kultur für die diskutierlustige Runde eignete. Schnabel sendete auch Höllerers Veranstaltungen in der Akademie der Künste am Hanseatenweg – Mitschnitte aus der Reihe »Theater auf kleinen Bühnen« oder die Ost-West-Treffen deutscher Lyriker. Fritz J. Raddatz schreibt über die Zeit: »In diesen (…) Jahren waren die Schriftsteller Teil der Gesellschaft, und sei es qua Opposition; sie bildeten ein Netz (…) – bis Willy Brandt Bundeskanzler wurde.« (Tagebücher, 2010)

Vieles im damals noch jungen Dritten Fernsehprogramm war Pionierarbeit: die Themen flexibel, oft spontan, wie die ohne weiteres eingesetzte Kolumne von Sebastian Haffner. Es gab keine Zeitschriften, die das Programm abdruckten und auf Wochen hin festzurrten. Die Arbeit war vergleichsweise experimentell. Und alle machten gern mit. Gesendet wurde in Schwarzweiß. Schnabel sprach die Begrüßungsworte donnerstags um 20.15 Uhr meist selbst. Mit rauchig-warmer Stimme, freundlich zugewandter Miene und offenen Augen, ein sehr persönlicher Touch. Die Themen waren vielfältig. Höllerers und Richters Programme wurden live gesendet. Es gab viele Autorenlesungen, auch Wolfgang Neuss hatte seine letzte Plattform in Schnabels »Illustrierter«. Heute ist diese Freizügigkeit in der Programmgestaltung kaum mehr vorstellbar.

Ernst Schnabel experimentierte nicht nur in eigenen Hörfunktexten gern mit der Form, er erfand im Rahmen der »Literarischen Illustrierten« auch die »Literarische Lesebühne«. Da spielten und lasen die damals besten Schauspielerinnen und Schauspieler Texte der Weltliteratur. Nicht alle lebten in Berlin, ließen sich angesichts des Honorars für die Dauer der Aufzeichnung, nur drei Tage, aber gern einfliegen.

Schnabel suchte für das erste Stück der »Lesebühne«, Thomas Manns »Zauberberg«, jemanden, der oder die ihm den Roman als Serie von fünf oder sechs Sendungen einrichtete. Er erkundigte sich bei seinem Freund Höllerer, der die Doktoranden seines Colloquiums durchging und meinte: »Frag doch die Plessen. « Und Schnabel fragte die Plessen, aber nicht sofort. Er hatte sich nämlich auf Peter Wapnewskis house warming party in mein Gesicht verliebt. Mit zwei anderen Studentinnen hatte ich unserem sich in Berlin-Dahlem installierenden Professor aus Heidelberg geholfen, zuerst die Wohnung ein- und dann die Einweihungsparty auszurichten, zu der tout Berlin kam: Professorenkollegen wie Eberhard Lämmert oder Jacob Taubes, Hörfunkleute oder Kritiker wie Roland H. Wiegenstein, außerdem Alexandra Kluge, damals verliebt in Wapnewski, Hans Werner Richter und eben auch Ernst Schnabel. Er sprach mich an dem Abend nicht an – in einem meiner Romane habe ich die Szene später festgehalten. Ich kannte niemanden, stand nach getanem Dienst, zu scheu, jemanden anzusprechen, nur herum und war ständig auf dem Sprung zu gehen.

Erst einige Zeit später kam Schnabel auf mich zu, an einem Abend bei Richter in der Erdener Straße. Ich freute mich und sagte tollkühn ja, mache ich! Dabei hatte ich in meinem Leben noch niemals ferngesehen. Ich war aufgewachsen in einem Haus mit vielen Zimmern in Ostholstein, das in den Nachkriegsjahren voller Flüchtlinge war. Das Schloß gehörte meinem Vater. Im meinem ersten Roman »Mitteilung an den Adel« habe ich versucht, diese Zeit bis 1968 einzufangen. Die Kinderschwester, deren Familie aus Ostpreußen stammte – sie selber wuchs in einem Waisenhaus in Stettin auf –, war die einzige Erwachsene, die ich kannte, die Radio hörte. Hauptsächlich den Suchdienst vom Deutschen Roten Kreuz, übertragen Sonntagvormittag im NWDR. Und deutsche Schlager natürlich, sie dudelten unentwegt. Das war Unterhaltung. Doch Fernsehen!? Du lieber Gott. Zu Lebzeiten meines Vaters war das neue Medium im Elternhaus tabu, es galt als geistige Verflachung. Es unterbinde jede Diskussion, hieß es, obwohl es sowieso keine gab. Der einzige Apparat, auf dessen Schirm es meist auch nur schwarzweiß regnete, stand im Keller, dem ehemaligen Gutsgefängnis mit seinen zweieinhalb Meter tiefen Mauern auf einem großen Steinquader. Am Boden lagen noch die Fußketten mit den großen Eisenkugeln. Der Kasten war fürs Personal, die Köchin, die Haus- und Küchenmädchen, den Diener gedacht.

Ernst Schnabel zeigte mir, wie ich die Sache angehen könnte. Also kaufte ich mir eine große Rolle Papier, mehrere Tuben Uhu und zwei Taschenbücher des »Zauberbergs«, schnitt diese auseinander und klebte sie als Leporello auf die Rolle. Mit dem Filzstift strich ich den Roman auf Dialogszenen ein. Einen Sprecher des Erzählers ließ ich stehen und führte einen zweiten für meine szenischen Überleitungen ein. Stundenlang lag ich so auf dem Bauch, ein Kissen unter mir, und murmelte Thomas-Mann-Sätze, bis ich sie in langen Passagen auswendig konnte. Ein großes Vergnügen. Größte Erheiterung auch für andere. Die nächste Frage galt der Besetzung. Bald stand sie fest. Joana Maria Gorvin spielte die kirgisenäugige Madame Chauchat, Kurt Bois den asketischen Jesuitenschüler Naphta, Charles Regnier seinen Widerpart, den Humanisten und Mentor Settembrini; Folker Bohnet war Leutnant Ziemßen, der kranke Cousin, und Hans Castorp – am schwierigsten zu besetzen – der junge Michael Degen. Die Regie übernahm Ludwig Kremer.

Dieser »Zauberberg« brauchte einen Vorspann, der das Publikum neugierig machte. Das gelang mit Hilfe von Erika Mann. Ich interviewte sie am berühmten Schreibtisch ihres Vaters im Thomas-Mann-Archiv der ETH Zürich. Sie erzählte vom Zustandekommen des Romans und Katia Manns großem Anteil daran, denn die so lebendigen, kauzig-vertrackten Schilderungen ihres eignen Kuraufenthalts in Davos arbeitete der Autor weitgehend in den »Zauberberg« ein. Katia Manns Briefe gibt es leider nicht mehr. Das ist schade, sie hatte unermüdlich nach München geschrieben.

Bei meinem Zürcher Aufenthalt lernte ich sie in Kilchberg kennen. Seit Ernst Schnabel die inzwischen Betagte Anfang der fünfziger Jahre bei einem Empfang im Hamburger Rathaus getroffen hatte, war es sein Plan, mehr noch, sein großer Wunsch, daß sie ihr Leben aufzeichnen, wenigstens erzählen möge. Immer hatte sie sich geweigert, mit Inge Jens, der Herausgeberin der Briefe Thomas Manns an Ernst Bertram und später der Tagebücher, die es gern gemacht hätte, stimmte die Chemie nicht, und der Versuch mit einem Studenten der ETH ging nach kurzer Zeit schief.

Als wir uns gegenübersaßen und die Frage wieder aufkam, sagte sie mit ihrer leicht münchnerisch gefärbten Stimme: »Ja, mit der mach ich’s!« Also machten wir’s. Sie bat im voraus um die Fragen, und so schickte ich ihr eine lange Liste mit Dingen, über die ich von ihr etwas wissen wollte. Vieles davon strich sie gleich aus, alles etwa, das in Richtung Feminismus ging – dabei war ihre Großmutter Hedwig Dohm eine engagierte Frauenrechtlerin gewesen, die für das Frauenstimmrecht gekämpft hatte. Auch von Fragen zu ihrer Selbstbestimmtheit wollte sie nichts wissen. Katia Mann hatte als erste Frau in München das Abitur gemacht und studierte Physik und Mathematik, als Thomas Mann sich in ihren Lebensweg stellte. Und so trat sie mit 88 Jahren zum ersten Mal aus der vollkommenen Zurückhaltung der Öffentlichkeit gegenüber heraus. Aus Gründen der »Ziemlichkeit«, wie sie gleich eingangs betonte, habe sie sich diese Zurückhaltung zu Lebzeiten ihres Mannes und danach auferlegt. Außerdem müsse es in der Familie eine Person geben, die nicht schreibe. …“
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https://www.tagesschau.de/ausland/asien/hitzewelle-suedostasien-klima-100.html
Von Jennifer Johnston, ARD Singapur

Thailand, Kambodscha und Vietnam
Südostasien ächzt unter Hitzewelle

Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius mit verheerenden Auswirkungen auf Mensch und Natur: Südostasien leidet unter der längsten Hitzewelle seit Jahrzehnten – verursacht durch eine Mischung aus Klimawandel und El Niño.
In Vietnam treiben Hunderttausende tote Fische an der Wasseroberfläche eines Sees. In Kambodscha verkürzt die Regierung die Unterrichtszeiten in der Schule. In Thailand sind bereits mehr als 30 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. Mehr als 40 Grad Celsius zeigt das Thermometer in Südostasien teilweise an. Die gefühlte Temperatur liegt weit höher – bei mehr als 50 Grad Celsius. Das ist lebensgefährlich für Tiere und Menschen. …
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Samstag, 25.Juni

Was für eine tolle Meldung, die gestern bekannt gegeben worden ist.

Carolin Emcke erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2016

Wir freuen uns sehr.
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Reiseskizzen von Detlef Surrey

Ab dem nächsten Wochenende wird uns Detlef Surrey regelmäßig aktuelle Eindrücke von seiner sommerlichen Tour de France mit dem Skizzenbuch zusenden.

Morgen (Sonntag) finden Sie zur Einstimmung einige Skizzen einer Reise durch Südfrankreich im Jahr 2013.

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Perpignan, Rue Mailly
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Gestern war Lutz Seiler in Ulm und präsentierte in der Museumsgesellschaft sein neues Buch: „Römische Saison„, das im Ulmer Verlag Topalian und Milani erschienen ist.
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Bilder der Woche:

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Donnerstag, 23.Juni

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Heute haben
Ernst Rowohlt *1887
Anna Achmatowa * 1889
Wolfgang Koeppen * 1906
Jean Anouilh * 1910
Paul Kersten * 1943
Pascal Mercier * 1944
Geburtstag
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Unser heutiger Buchtipp passt zum Wetter:

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David Prudhomme und Pascal Rabaté:“Ab in die Fluten!
Aus dem Französischen von Ulrich Pröfrock
Handlettering von Dirk Rehm
Reprodukt Verlag € 24,00

Der erste heisse Tag in Ulm und sofort kommen Gedanken auf ans Meer, an Urlaub, an die Hitze. Die Stimmung ist sofort ne andere. Nur die Schweißflecken bleiben die gleichen.
Dazu passend ist die Graphic Novel „Ab in die Fluten!“ im Reprodukt Verlag erschienen. Die beiden Franzosen Prudhomme und Rabaté, von denen wir schon andere Bücher vorgestellt haben, nehmen uns mit ans Meer. In die Bretagne. Ein Tag. Mehr nicht. Aber der hat es in sich. Es ist ein Bilderreigen und wir hüpfen von Auto zu Auto. Von dort in den Zug und zurück auf die Straße in ein gelbes Cabrio. So bleiben wir nicht bei einer Person, bei einer Familie, sondern kommen in Kontakt zu ganz vielen auf dem Campingplatz, am Strand und in den Cafés. Wir kennen unsere Personen, treffen immer wieder auf sie und erhalten so ein großes Kaleidoskop, ein Bilderbuch, in dem geliebt, gestritten, beäugt, flaniert wird. Kreideweiße Körper werden krebsrot, kleine Krebse landen in Eimerchen, Kinder gehen verloren und tauchen wieder auf. Nackte Körper werden begutachtet, alleinliegende Frauen werden angebaggert und schwule Pärchen abgelehnt. Es gibt einen „Sandburgen“-Wettbewerb und Überlegungen, ob oben ohne, oder nicht. Dicke Bäuche werden eingezogen. Väter marschieren ihren Kindern vorne weg. Wenn dann allerdings der Autoschlüssel im Sand verloren geht, dann braucht es schon ein allerletztes Bild.
Sie merken schon: Das ist Episodenkino in Buchformat und macht richtig Spaß.
Schauen Sie sich die ersten Bildseiten hier unten an.

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Lutz SeilersRömische Saison ist erschienen. Der Ulmer Verlag Topalian & Milani (Arnold & Schöll) sind stolz wie Bolle und am Freitag, den 24.Juni ab 19:30 ist in der Umer Museumsgesellschaft, Neue Straße 55, die Buchpräsentation in Anwesenheit des Autoren. Das Buch haben wir vorrätig.

Mittwoch, 8.Juni

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Heute haben
Marguerite Yourcenar * 1903
Sara Paretsky * 1947
Lutz Seiler * 1963
Geburtstag.
Aber auch Frank Lloyd Wright, den T.C.Boyle in einem Roman verewigt hat.

Lutz Seiler kommt übrigens nach Ulm.
Am Freitag, den 24.Juni ist er ab 19:30 in der Museumsgesellschaft Ulm und wird dort sein neues BuchDie römische Saisonpräsentieren, das im Ulmer Verlag Topalian & Milani erschienen ist.
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Unser Tipp für die Sommer Saison:

 

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Till Brönner:Best Of The Verve Years
CD Verve   € 18,99

Jetzt kommen die längsten Tage und ihre hellen Nächte mit langen Dämmerungen und Sitzen im Freien mit Reden und Schauen und Essen und Trinken. Zwar ist der Norden der neue Süden geworden und wir haben hier schon wieder einen Regentag eingelegt (Gestern kamen wir auf den Begriff „Kachelmanns Rache“), aber allein die Vorstellung an eine laue Sommernacht reicht schon, um sich darin wohlzufühlen.
Passend dazu legen Sie die erste Best-of-CD von Till Brönner, die zwar schon im November erschienen ist, in diesen Momenten aber noch viel besser zur Geltung kommt, auf.  80 Minuten lang ist die Scheibe und wir können kaum glauben, dass sie aus mehreren CDs zusammengestellt ist. Klingt sie doch wie ein Konzeptalbum.
Till Brönner, der smarte deutsche Jazz-Export, zeigt auch hier, dass er ein großer Könner an der Tromepte und ein gekonnter Komponist ist. Wer ihn vor ca. einem Jahr in Langenau gesehen und gehört hat, wird mir beistimmen. In diesem Duo-Konzert mit Dieter Ilg am Kontrabass gab es unglaublich schöne Zusammenspiele und beide Musiker ergänzten sich aufs Beste.
Elf Alben hat Till Brönner für das Verve-Label aufgenommen und damit nicht nur zwei goldene Schallplatten, unzählige Jazz-Awards und eine Grammy-Nominierung eingefahren. Filmmusiken gehören genauso zu seinem Repertoir, wie Weihnachtslieder und seine weiche, zarte Stimme erinnert stark an Chet Baker.

„Ein Sampler, mit dem der Jazz durchaus neue Freunde gewinnen kann.“
(Stereo, März 2016)

Genießen Sie also diese Zusammenstellung, lassen Sie sie durchlaufen und drücken gleich wieder auf die Starttaste. Es wird Ihnen gut tun.

Freitag

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Heute haben
Hans Hellmut Kirst * 1914
Joan Didion * 1934
Alois Brandstetter * 1938
Geburtstag.
Aber auch Fritz Lang, Werner Heisenberg, Walt Disney, Johannes Heesters, José Carreras und Patricia Kaas.
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„Sinn und Form
Heft 6/2014 November/Dezember
Einzelheft € 9,00

Was für eine Fundgrube. So unscheinbar, wie das Heft im 66.Jahr daherkommt. Fast könnte man meinen, essei noch DDR-Papier. Aber der Inhalt hat wieder Zundstoff,  gute Texte, Gedichte, Essays und drei Reden am Ende des Heftes, die sich gewaschen haben. Ein Loblied auf Ann Cotten von Ina Hartwig, deren Buch mit gesammelten Buchkritiken wir im Laden zu stehen haben. Danach noch die Laudatio von Sebastian Kleinschmidt auf den Uwe Johnson Preis für Lutz Seiler und die Dankesrede des Autoren. Unglaublich gut und wahnsinnig erhellend. Für die, die „Kruso“ gelesen haben, ist es ein grandioses Nachwort zu diesem besonderen Buches. Für alle, die die Lektüre noch nicht geschafft, gewagt haben, eine erhellende Einführung in Werk und die Arbeit von Lutz Seiler. Und für uns, die wir im Sommer unseren „Jahrestage-Marathon“ hinter uns gebracht haben, ergeben sich Bezüge und Hinweise von „Kruso“ auf die „Jahrestage“ und von Johnson zurück auf Seiler, dass es eine wahre Freude ist. Man möchte gerade einen Johnson-Seiler-Abend organisieren. (Eigentlich keine schlechte Idee).
Aber neben dem „Ort wo die Toten sind“, so der Titel der Dankesrede, zurück in die Wirklichkeit mit dem Text von Sadakichi Hartmann:Im Land der Düfte„. Genießen Sie die Leseprobe. Den gesamten Text finden Sie auf Seite 750 des aktuellen Heftes.

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Das Beste vom Besten von 2014.
Heute unser Jugendbuchtipp aus dem Ferbuar.
Das Buch habe ich diese Woche in unserer „Ersten Seite“ bei „Bücher im Sekundentakt“ hochgehalten und nachdrücklich gelobt.

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Natasha Farrant: „Die Geschwister Gadsby“
Aus dem Englischen von Annette von der Weppen
Im Original: „After Iris. The Diaries of Bluebell Gadsby“
Carlsen Verlag € 15,90
Jugendbuch ab 12 Jahren

Die englische Familie Gadsby ist etwas anders als andere Familien und sie wird immer verrückter. Die Eltern sind meist ausser Haus. Der Vater verkriecht sich immer mehr und die Mutter reist um die Welt und kommt von einem Stau in New York zum nächsten Jetlag vom Rückflug aus Asien.
Zuhause sitzt Bluebell (genannt Blue) mit ihrer großen Schwester Flora und den kleinen Geschwistern Jasmin und Twig, sich rasant vermehrenden Ratten (Achtung: Geliebte Haustiere!) und dem Aupair-Studenten Zoran, der nebenher an einer großen Arbeit sitzt. Blue ist diejenige, die dieses Chaos erzählt. Dieser Erählstrang wird jedoch immer wieder von Blues Kurzfilmen unterbrochen. Diese sind aufnotiert, wie ein Drehbuch. Durch diesen Kamerasucher blicken wir auf die Familie, die Ereignisse rund um das Haus. Hinter dieser Kamera kann sich Blue verstecken. Sie kann Filme löschen, oder einfach auch mal abschalten. Sie fragen sich nun, was soll das Durcheinander? Warum sind die so? Darauf gibt es zumindest eine Antwort. Vor drei Jahren ist Bluebells Zwillingsschwester tödlich verunglückt und am 24.12. gestorben. Dieses Verlust hat niemand in der Familie überwunden. Blue sieht ihre Schwester immer wieder als Schatten und fühlt sich ohne sie weniger als eine halbe Portion. Das erkennt sie selbst, da sie nie aufbegehrt, den Mund nicht aufmacht und keine Freunde in der Schule hat, obwohl das doch früher ganz anders war. Iris, so heisst die Zwillingsschwester war die kleinere von beiden Zwillingsschwestern, kam aber als erste auf die Welt. Hat sich praktisch vorgedrängelt und kam so schnell, dass die Hebamme sie fast fallen ließ. Auch im Leben war sie immer diejenige, die etwas machte, die organisierte, Geld sammelte für die Armen und unbedingt eine Fuchsfamilie im Stadtwald anschauen wollte. Dabei kam es dann zum tödlichen Unfall. Und diese Iris fehlt nun der ganzen Familie, obwohl es niemand wahrhaben will. Veränderungen ergeben sich, als aus dem Nachbarhaus ein Junge auftaucht, der Schwung in Blues Leben bringt, der sich jedoch auf nichts festlegen will und festlegen lässt. Zoran verzwifelt mittlerweile, die Eltern bleiben immer öfter weg und die Großmutter muss auch noch eingesetzt werden.
Sie denken sicherlich: Was für eine unglaubwürdige, wilde Geschichte. Nein, gar nicht. Es ist zwar sehr turbulent, aber die Autorin Natasha Farrant hält die Fäden locker in den Händen um ganz am Ende, also wirklich ganz am Schluß einen Knoten dran zu binden. Der Schluss ist so liebenswert und schlüssig und schön und gut. Auf so ein Ende haben wir das ganze Buch hindurch gewartet. Und es passiert tatsächlich.
Vielen Dank Frau Farrant für dieses tolle Buch, das neben dem Delly-Buch, das ich vor einen paar Tagen hier auf dem Blog beschrieben habe, zu meinen Lieblingsjugend-büchern dieses Frühjahrs gehören. Beide schreiben über Freundschaft, Verluste, Zuhausesein, Familie und das Größerwerden. Und beide Bücher sind auch für Erwachsene eine lohnenswerte Lektüre.

Mittwoch

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Heute haben
Hans Sachs * 1494
und Hanns-Josef Ortheil * 1951
Geburtstag.
Aber auch uns Uwe Seeler.
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Ich denke, ich sollte diesem Blog einen anderen Namen geben. Vielleicht „Das literarische Netz“. Immer wieder tauchen Verknüpfungen auf und lassen mich merken, dass in der Literatur im Literaturbetrieb vieles sehr eng miteinander verwoben ist

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Gestern packte ich einen Karton mit Büchern aus dem Suhrkamp Verlag aus. Mittendrin u.a. Neuauflage von Lutz Seiler, der den Deutschen Buchpreis gewonnen hat und Jürgen Becker, dem Preisträger des diesjährigen Büchner Preises.
Ich blättere im Gedichtband „pech und blende“ und bleibe bei „doch gut war“ hängen. einem Gedicht, das Lutz Seiler Jürgen Becker widmete.

“ zu atmen, aus
& ein ging die atmung im gipsschiff

& einsam wie crusoe im schiefer,
tief
im radio schlief das radiokind …
ich sah crusoe, meinen vater;“

Wer den Gewinneroman „Kruso“ von Lutz Seiler gelesen, oder über ihn gelesen hat, dem fallen sofort die Bezüge auf. Kruso, sowieso, und auch das Radio, das dauernd in der Küche dudelte, bis es mit einer Küchenutensilie ermordert worden ist. Dazu kommt noch die Widmung für Jürgen Becker, der in seinen Aufzeichnungen „Schnee in den Ardennen“ u.a. über Ahrenshoop und eine dort ansässige Künstlerin schreibt, über die uns Herr Seidel in der Buchhandlung schon einen kurzen Vortrag gehalten hat.
„Das Netzwerk, an dem die Galeristin arbeitete, dehnte sich weit und weiter aus.“
Ahrenshoop hat natürlich wieder direkt mit Uwe Johnson, Mecklenburg, den „Jahrestage“ zu tun und Jürgen Becker schreibt einige Seiten weiter vorne auch ein Kapitel über das große Werk. Er schreibt über Johnsons Umgang mit seinen Personen. Mit Gesine und Marie. Wie er sie sich ausdachte und wie sie sich während seines Aufenthaltes in New York vermenschlichtigten und selbstständig machten.
„In Mecklenburg, sagt Jörn, finde ich eine Landschaft des Verlust, den das Gedächtnis des Schriftstellers auzuheben versucht hat.“
„Ob Gesine Cresppahl mit ihrer Tochter Marie in New York noch lebt?“, schreibt Becker und berichtet, wie Johnson seiner Gesine in der 42.Straße über den Weg gelaufen ist und er sie in seinen Roman gepackt hat. Als dies geschehen war, ließen sie ihn nicht mehr los und er musste wissen, wie es ihnen nach den 1.700 Seiten ging.
„- Hello?
– Please, ähm, I’m speaking with gesine Cresspahl?
– Who are you?
– My name ist Winter, Jörn Winter, coming from Germany, and …
– What do you what?
…“
So stellt sich Jürgen Beckers Figur (Jörn Winter) ein erstes Gespräch mit Gesine vor, wenn er sie denn suchen und finden würde in ihrem Appartment im Riverside Drive. So könnte er die Biographie der beiden Damen fortschreiben, die zur Zeit des Romanes von Jürgen Becker siebzig, bzw. Mitte vierzig sein müssten.
So sind wir also mitten in den Jahrestagen, aus denen wir Ende August von 19.00 bis 1.00 in der Nacht vorgelesen haben. Und am Rednerpult hing eine Fotografie des großen Hauses, in denen die Cresspahls wohnten, das ich gemacht hatte, als ich sie in New York besuchen wollte, mich aber nicht bis zum Klingelbrett vorgewagt hatte.
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Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, sagt einst Sepp Herberger. Und nach einer schönen, vollen „Ersten Seite“ in unserer Buchhandlung, möchte ich Ihnen in den nächsten Tagen immer wieder Texte von Karen Köhler zeigen, die am Freitag, den 14.11. ab
19 Uhr aus ihrem Buch „Wir haben Raketen geangelt“ bei uns lesen wird.
Diesen Text hat sie exklusiv für die Ulmer Südwestpresse geschrieben, nachdem sie, wegen einer Krankheit, die Teilnahme am Ingeborg Bachmann-Wettbewerb absagen musste.

„Ich puller mich ein“

Protokoll eines Zweifels: Die Autorin Karen Köhler liest beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb

1
Ich habe diese Angewohnheit, mir immer das Schlimmste vorzustellen, mir mein privates Worst-Case-Scenario auszumalen, um irgendwie aufs Leben vorbereitet zu sein. Als ich eine Mail mit dem Betreff „Winkels“ von meinem Verlag erhalte, denke ich zum Beispiel, dass sich darin eine wohlformulierte höfliche Absage verbergen wird und lasse die Mail erstmal ungeöffnet in meinem Postfach liegen.

Ich kenne Hubert Winkels aus dem Fernsehen. Er ist einer der Juroren, die in Klagenfurt bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur über Texte urteilen, sie auseinandernehmen, interpretieren, analysieren, sie bei Bedarf auch verreißen oder loben, um am Ende, nach drei Tagen dann einige Preisträger zu bestimmen. Und das alles eben auch noch live im Fernsehen. Seit ein paar Jahren verfolge ich das Ingeborg-Bachmann-Wettlesen über Livestream und Twitter. Sieben Juroren laden jeweils zwei Autoren mit einem Text ein. Mein Verlag hat Winkels zwei Texte von mir geschickt.

2
Klick. Mail geöffnet. Da steht, dass Hubert Winkels mich mit einem Text einladen wird. Klagenfurt. Ingeborg-Bachmann-Preis. Wettlesen. Das, das sind die anderen, die richtigen, die echten Literaten. Das sind die Katja Petrowskajas und die Benjamin Maacks. Das bin doch nicht ich. Das muss ein Irrtum sein. Ein Scherz. Ein Missverständnis vielleicht. Kurt Felix, kannst rauskommen. Nicht lustig.

3
Vielleicht überlegt Hubert Winkels sich’s noch mal. Oder: Vielleicht kommt in den nächsten Tagen eine Mail, in der drinsteht, dass es sich um ein furchtbares Missverständnis handle, man habe die Texte verwechselt und eingeladen werden sollte eigentlich jemand anderes. Ich warte ab. Es kommt eine weitere Mail mit dem Betreff „Winkels“. Klick. Meine Agentur gratuliert mir. Ich fürchte: Spätestens in Klagenfurt wird dann rauskommen, dass ich gar nicht schreiben kann.

4
Ein paar Wochen später: Mein Telefon klingelt. Hubert Winkels ist dran. Es scheint zu stimmen. Er lädt mich zum Wettlesen ein. Ich wurde nicht vertauscht.

Holy shit. Die Worstcase-Turbine in meinem Kopf läuft: Wer sind die anderen Autoren? (Hoffentlich MitleserInnen mit Humor. Damit lässt sich vieles überstehen. Wenn schon scheitern, dann wenigstens umgeben von Intelligenz.) Was, wenn ich die Startnummer 1 ziehe und als Erste lesen muss? Wer leiht mir seine Elefantenhaut? Was, wenn ich mich einpullere, live? Oder was, wenn ich einen Migräneanfall habe? Oder Lippenherpes? Zack. Oder schlimme Schweißflecken unter den Armen? Oder Nasenbluten? Oder einen endlosen Hustenanfall? So einen hatte ich schon mal im Theater. Es war furchtbar. Oder was, wenn ich mich ständig verhasple? Wie überlebt man das? Soll man sich die Jury nackt vorstellen? Überhaupt: Was ziehe ich an? Kann man die Socken auch sehen? Wie laut soll man lesen? Muss man sein Manuskript selber mitbringen? Soll man das Wasserglas ansehen, es berühren, daraus trinken? Es exen? (Antworten bitte an @KareninaKoehler twittern)

5
Mein Vater sagt, das ist wie bei einer Olympiade: Dabeisein ist alles. Klar. An die Preise wage ich ja auch gar nicht zu denken. Die sind für die echten, richtigen Literaten. Ich will das nur überleben, will da in Würde irgendwie durch gelangen.

6
Die ersten Mails vom ORF und 3 Sat trudeln ein. Organisatorisches. Die Texte müssen in der Endfassung abgegeben werden. Porträtfilme sollen gedreht werden. In mir ist großes Widerstreben, irgendwie auf diese Art vermarktet zu werden. Ich will nicht vor der Kamera an repräsentativen Orten meiner Stadt vor einer bewegten Menschenmenge stehen. Mir Notizen machen. Oder auf meinem Sofa sitzen und über mich sprechen. Das geht niemanden was an, wie mein Sofa aussieht. Ich entscheide also: Ich will in meinem Porträtfilm gar nicht vorkommen, und bastle aus Raumfahrtarchivmaterial der 60er Jahre etwas zusammen, unterlege es mit einem Miniaturtext von mir, und hoffe, dass mir niemand dafür den Kopf abreißt.

7
Zum Glück habe ich bis kurz vor dem Wettbewerb noch einen Mount-Everest-Arbeitsberg zu erklimmen, da bleibt wenig Zeit für weitere Zweifel. (Dachte ich.) Aber sie tauchen immer wieder auf: Mein Text ist zu punk, zu wenig Literatur, zu dick zu dünn, zu dies zu das. . .

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Die Teilnehmerliste wird veröffentlicht. Tatsächlich. Ich bin dabei. Da stehen die Namen der anderen Autoren und meiner mittendrin. Auf einige freue ich mich. Manche sagen mir nichts, so wie auch ich manchen wohl gar nichts sagen werde. Ein Bekannter fragt mich, ob ich jetzt lesen übe. Und dass die anderen Autoren jetzt meine Feinde seien. Quatsch, sage ich.

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Auf einmal denke ich, dass meine Arbeit ja schon gemacht ist: Der Text ist ja bereits geschrieben. Er wurde ausgewählt, nun muss ich ihn nur noch vorlesen. Wer dann was dazu sagt, und wie wer das findet, das hat mit mir und meiner Arbeit nichts mehr zu tun. Das ist die Metaebene, auf der die anderen tanzen. Vielleicht gefällt er nicht, vielleicht fällt er durch, vielleicht mag ihn jemand, aber das alles kann ich nicht mehr beeinflussen, das ist Show, das ist Politik, das ist der Literaturbetrieb. Da kann ich nur zusehen, an die Heisenbergsche Unschärferelation in der Kunst denken und daran, dass die messenden Instrumente das Messergebnis bereits beeinflussen.

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Ich rede mir ein: Toll: Österreich, Wörthersee, Schwimmen, Sonne, Kasnudeln, Ferien. . . Mein Po ist trotzdem auf Eis.

(Alle Rechte bei der SWP, Ulm und der Autorin)

Montag

Nach einem langen Wochenende geht es heute wieder seinen geregelten Gang.

CIMG1688

Nachdem am Samstag Hermann Broch, Ilse Aichinger, Günter de Bruyn Geburtstag hatten.
Am Sonntag Leo Perutz und Odysseas Elytis, sind die heutigen Geburtstagkinder:
André Malraux * 1901
Dieter Wellershoff * 1925
F.K.Waechter * 1937
Jan Faktor * 1951
Heute vor 100 Jahren starb Georg Trakl.

Und damit beginnt sich das schon oft erwähnte literarische Netz zusammenzuziehen.
Wir reden gerade alle über Lutz Seiler und seinen Roman „Kruso“, der ja bekanntlich den Deutschen Buchpreis bekommen hat. Über Lutz Seilers Protagonisten Ed erfahren ab Seite 13/14, dass er eine Abschlussarbeit über Georg Trakl schreiben soll. Er sucht in der Bibliothek und findet in einem Durchgangszimmer endlich die gewünschten Bände. Er liest sich wie im Rausch durch die Bücher, die Gedichte und informiert sich über den früh verstorbenen Dichter, Heeresapotheker, Morphinisten. Trakl zieht sich dann auch durch den ganzen „Kruso“-Roman.
Am Freitag (in der verfrühten Wochenendausgabe) veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung einen Gastbeitrag von Lutz Seiler.
Der Herbst des Einsamen
Vor 100 Jahren, am 3. November 1914, starb der Dichter Georg Trakl. Als Buchpreisträger Lutz Seiler dessen Verse als Student in der DDR zum ersten Mal las, veränderten sie sein Leben.
Darin schreibt er seine persönliche erste Begegnung mit Trakl und wir merken, wie nahe dies am Roman ist. Eigentlich sollte ich dies anders schreiben: Der Roman ist extrem nahe an Lutz Seilers Wirklichkeit, an seinem Leben. Lutz Seiler lässt uns in diesem Artikel teilhaben an seinen Entdeckungen rund um Trakl. Er schreibt über seine Erschütterung, als er sein erstes Gedicht von Trakl las: „Der Herbst der Einsamen“.

Der Herbst des Einsamen

Der dunkle Herbst kehrt ein voll Frucht und Fülle,
Vergilbter Glanz von schönen Sommertagen.
Ein reines Blau tritt aus verfallener Hülle;
Der Flug der Vögel tönt von alten Sagen.
Gekeltert ist der Wein, die milde Stille
Erfüllt von leiser Antwort dunkler Fragen.

Und hier und dort ein Kreuz auf ödem Hügel;
Im roten Wald verliert sich eine Herde.
Die Wolke wandert übern Weiherspiegel;
Es ruht des Landmanns ruhige Geberde.
Sehr leise rührt des Abends blauer Flügel
Ein Dach von dürrem Stroh, die schwarze Erde.

Bald nisten Sterne in des Müden Brauen;
In kühle Stuben kehrt ein still Bescheiden
Und Engel treten leise aus den blauen
Augen der Liebenden, die sanfter leiden.
Es rauscht das Rohr; anfällt ein knöchern Grauen,
Wenn schwarz der Tau tropft von den kahlen Weiden.

Lutz schreibt endet seinen Bericht über seine Begegnungen mit Georg Trakl damit, dass er im Februar 2008 in Insbruck eine Veranstaltung hatte und beim Vortragen merkte, dass er im Gebäude des Trakl-Archivs ist. Er fragt genauer nach und hält kurze Zeit später die letzten Gedichte („Gródek“ und den „Herbst“) und letzten Briefe im Original in Händen.
Trakl war 27 Jahre alt, als er im Herbst 1914 als Mitarbeiter des Heerslazaretts mit neunzig Schwerstverwundeten in einer Scheune eingesperrt war. Verletzte, die darum baten erschossen zu werden, da ihre Schmerzen unerträglich waren. Trakl war mit diesen Soldaten alleine, ohne Ärzte, ohne Medikamente. Danach wurde er selbst zur „Kur“ nach Krakau gebracht. Er nahm kurz darauf eine Überdosis Morphium und starb am 3.11.1914.
Damit noch nicht genug des literarischen Spinnennetzes. Ich lese gerade täglich ein Gedicht aus der „Frankfurter Anthologie“, die ja nicht an ein bestimmtes Datum gebunden ist und gerade vor ein paar Tagen tauchte auch dort ein Trakl-Gedicht auf, das dann von Mathias Mayer interpretiert wurde.

Die Sonnenblumen

Ihr goldenen Sonnenblumen,
Innig zum Sterben geneigt,
Ihr demutsvollen Schwestern
In solcher Stille Endet
Helians Jahr
Gebirgiger Kühle.

Da erbleicht von Küssen
Die trunkne Stirn ihm
Inmitten jener goldenen
Blumen der Schwermut
Bestimmt den Geist
Die schweigende Finsternis.

Soviel also zu Trakl, Lutz Seiler, seinem sehr guten Roman „Kruso“ und das literarische Netz. Als nächstes Gedicht in der Anthologie war dann noch dieses aus dem Jahr 1913 abgedruckt:

Alfred Lichtenstein
Prophezeiung

Einmal kommt – ich habe Zeichen –
Sterbesturm aus fernem Norden.
überall stinkt es nach Leichen.
Es beginnt das große Morden.

Finster wird der Himmelsklumpen,
Sturmtod hebt die Klauentatzen.
Nieder stürzen alle Lumpen.
Mimen bersten. Mädchen platzen.

Polternd fallen Pferdeställe.
Keine Fliege kann sich retten.
Schöne homosexuelle
Männer kulllern aus den Betten.

Rissig werden Häuserwände.
Fische faulen in dem Flusse.
Alles nimmt ein ekles Ende.
Krächzend kippen Omnibusse.
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Noch nicht genug der Gedichte.
Es kommen noch Werner Färbers Ungereimheiten der Woche.

UNGEREIMTHEIT DER WOCHE (aus der Reihe … von fies bis böse):

YACHT BEI NACHT

Im Mondenschein zieht eine Yacht
beinahe lautlos durch die Nacht.

Plötzlich hört mit einem Klatschen
den Eigner man aufs Wasser platschen.
Die fünfzig Jahre jüng’re Gattin,
die ihm hinterherschaut, hat ihn
– wie schon lang geplant – ermordet
und im Anschluss überbordet.

Im Mondenschein zieht jene Yacht
bald wieder lautlos durch die Nacht.

 

UNGEREIMTHEIT DER WOCHE (UNGEREIMTHEITEN AUS DER TIERWELT):

FREIHEIT FÜR DEN PAPAGEI (CCLCXVI)
 
Im Zoogeschäft der Papagei
wäre im Grunde lieber frei.
So fängt der Vogel, welcher schlau,
zu flirten an mit einer Frau
und klaut dieser ohne Eile
aus der Tasch‘ die Feile.
 
Als er sie hat, kehrt er im Nu
der armen Frau den Rücken zu.
Nach Ladenschluss fängt er sodann
am Gitterstab zu feilen an,
um ihn des Morgens aufzubiegen
und ganz schnell davonzufliegen.

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Nicht vergessen:
Morgen, Dienstag, 4.11. stellen wir ab 19 Uhr wieder vier Bücher vor.
Mit im Boot: Clemens Grote.

Donnerstag

Heute haben
Peter Hille * 1854
O.Henry * 1862
D.H.Lawrence * 1885
Theodor W.Adorno * 1903
Joachim Fernau * 1909
Geburtstag.
Aber auch Asta Nielsen und Kaiser Franz Beckenbauer.
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Peter Hille
Der Tag und die Sonne

Die Sonne:

Bin von Seimen überfließend!
Tag rings in Runde gießend,
Wohin meine Blicke schenkten.
Alles sprießend!

Der Tag:

Tagvergießerin,
Blumensprießerin,
Traubensüßerin,
Erdengrüßerin,
Glutansauserin,
Licht-Erbrauserin,
Raumaufspalterin,
Kraftzaumhalterin,
Siehe dein Sohn!

Der schlafende Blitz

Ganz durchzottet
Die heiße lungernde Luft:
Brünstiges Moos.
Und in ihrem Schoß
Da schläft ein bleicher Blitz:
Das kühlende Schwert
In der Scheide des Rächers
O wärest du nieder,
Du bleicher röchelnder Blitz –
Dann wär’s vorbei!
Der Odem der Natur
Ginge wieder frei!
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Wie Sie nun alle mitbekommen haben, ist die Shortlist raus.
Hier nochmals die sechs letzten Bücher, die sich um € 25.000 streiten dürfen.

Thomas Hettche: Pfaueninsel (Kiepenheuer & Witsch)
Angelika Klüssendorf: April (Kiepenheuer & Witsch)
Gertrud Leutenegger: Panischer Frühling (Suhrkamp)
Thomas Melle: 3000 Euro (Rowohlt.Berlin)
Lutz Seiler: Kruso (Suhrkamp)
Heinrich Steinfest: Der Allesforscher (Piper)

Eine wilde Mischung, wie ich finde. Verschiedenste Themen werden mit unterschiedlichen Sprachen und Techniken bearbeitet. Wir können gespannt sein und hoffen, dass der Roman den Preis bekommt, hinter wir Buchhandlungen stehen und dann auch gut an die LeserInnen verkaufen können.

Unser shortlistlesen findet morgen ab 19 Uhr statt.
Zuhören und abstimmen.
Eintritt frei.
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[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=nkXINswj8FQ]

Was ne Welt, wenn ich Bücher schon mit einem Filmchen ankündigen kann. Trailer gibt es mittlerweile für alles und jeden. Also auch für Romane.

Kruso

Lutz Seiler: „Kruso“
Suhrkamp Verlag € 22,95

[youtube=http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=qM3pgonJNzY]

Und eigentlich brauche ich gar nicht mehr viel über den Inhalt des Romanes schreiben, denn in den beiden Filmchen erzählt Lutz Seiler sehr viel über das, was dort passiert, fasst den Inhalt gut zusammen und zeigt am Strand anhand eines Brettchens und Inselsteinen, wer alles um den Personaltisch (Perso) des Gasthauses (Der Klausner) sitzt. Eine Art Tafelrunde und das nicht nur einmal am Tag.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=7pNZSg5SLrg]

Lutz Seiler wurde1963 in Gera geboren und ist mit seiner Schriftstellerei schon gut erfolgreich. Er bekam unter anderem den Ingeborg Bachmann Preis, Stipendiate in Los Angeles und Rom, wurde dieses Jahr mit dem Uwe Johnson Preis ausgezeichnet (was uns natürlich mit ihm verbindet) und steht ganz aktuell im September auf Platz 1 der Bestenliste des SWRs. Was kann man noch mehr wollen mit einem neuen Roman. Na klar, den deutschen Buchpreis. Ein Roman mit DDR-Geschichte im Hintergrund. Damit steht er in guter Tradition nach Tellkamp und Ruge und vielleicht ist das dann ein Hinderungsgrund, warum ihm die Jury den Preis nicht gibt. Wer weiss?!
Lutz Seiler ist ein grossartiger Fabulierer, ein Worterfinder und Personengestalter. Er modelliert sich seine Welt zusammen, er gestaltet sich den Ort, den er braucht und greift tief in die Literaturkiste. Trakl ist eine zentrale Figur und natürlich Robinson Crusoe. Dieses Inselleben auf Hiddensee (Hidden-see, Arno Schmidt lässt grüßen) erinnert natürlich an den großen Gestrandeten der Weltliteratur und birgt das zentrale Thema des Romanes: Die Freiheit.
„Kruso“ spielt im letzten Sommer der DDR und unsere Hauptperson, der junge Edgar Bendler (Edgar genau wie Edgar Wibeau in Ulrich Plenzdorfs: „Die neuen Leiden des jungen W.“, der auch auf der Suche nach Freiheit war) verdingt sich als Hilfskraft in der Küche des Klausners und bekommt hautnah den Zerfall seines Staates mit. Freiheit, die Sehnsucht nach Freiheit, und die nicht nur bei Abendrot mit Blick auf die ferne, fremde Küste. Die Hoffnungen der Menschen, dies alles spielt sich vor seinen Augen ab. Kruso, der sogenannte Inselpate hat anscheinend alles im Griff, bis sich auch bei ihm Geheimnis auftut. Lutz Seiler fabuliert mit sehr großer Meisterschaft, dass mir beim (schnellen) Lesen einiges fremd blieb, was aber der Lektüre überhaupt keine Abbruch getan hat.

„Es gibt sie, die Freiheit. Sie ist nämlich hier, auf der Insel. Denn es gibt diese Insel, oder?“ – „ Wer hier war hatte das Land verlassen, ohne die Grenze zu überschreiten.“

Und ganz zum Schluss des Romanes:
Alle Grenzen waren offen. Offen seit Tagen.

Die Insel mit ihren klaren Grenzen, dem fast undurchdringlichen Wasser, das sie umgibt, als Symbol für die Suche nach Freiheit und den Versuch die Grenzen zu überschreiten. Diese Grenzüberschreitungen beziehen sich nicht nur auf das System DDR und dessen Untergang, sondern spiegeln sich auch im Zusammenleben der Menschen im „Klausner“ wieder. Dies alles hat Lutz Seiler gekonnt mit einander verwoben und Witz und Trauer, Hoffnung und Verlust miteingebaut.
Als Nachklapp begibt sich der Autor nach Dänemark in ein Forschungszentrum, in dem angeschwemmte Leichen „archiviert“ worden sind.
5.600 Flüchtlinge. 913 davon erfolgreich, 4.522 Festnahmen und mindestens 174 Todesopfer seit 1961, angeschwemmt zwischen Fehmarn, Rügen und Dänemark. Aus diesen „Fluchten wurden Fluchtgeschichten und aus Flüchtlingen Helden, Menschen, die alles riskiert und überlebt hatten.
Das ist die Grundidee das Buches und kein Mensch hat sich je für dieses Archiv interessiert.

Leseprobe

Clemens Grote liest aus dem Roman morgen beim shortlistlesen.

Montag

Sonntagmorgen kurz vor 8 Uhr in Ulm. Hier tanzt kein Bär.
Sonntagmorgen kurz vor 8 Uhr in Ulm. Hier tanzt kein Bär.

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Heute haben
August Wilhelm Schlegel * 1767
(ihn hatte ich vor ein paar Tagen schon als Geburtstagskind notiert!)
Clemens von Brentano * 1778
Frédéric Mistral * 1830
Wilhelm Raabe * 1831
Eduard Mörike * 1831
Alfred Jarry * 1873
Michael Frayn * 1933
Helga M.Novak * 1935
Matt Ruff * 1965
Geburtstag
und auch noch u.a. Antonin Dvorák * 1841.
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Eduard Mörike
An den Schlaf

Schlaf! süßer Schlaf! obwohl dem Tod wie du nichts gleicht,
Auf diesem Lager doch willkommen heiß ich dich!
Denn ohne Leben so, wie lieblich lebt es sich!
So weit vom Sterben, ach, wie stirbt es sich so leicht!


Bei Tagesanbruch

„Sage doch, wird es denn heute nicht Tag? es dämmert so lange,
Und schon zu Hunderten, horch! singen die Lerchen im Feld.“

Immer ja saugt ihr lichtbegieriges Auge die ersten
Strahlen hinweg, und so wächset nur langsam der Tag.

Früh, wann die Hähne krähn

Früh, wann die Hähne krähn,
Eh die Sternlein schwinden,
Muß ich am Herde stehn,
Muß Feuer zünden.

Schön ist der Flamme Schein,
Es springen die Funken.
Ich schaue so darein,
in Leid versunken.

Plötzlich, da kommt es mir,
Treuloser Knabe,
Daß ich die Nacht von dir
Geträumet habe.

Träne auf Träne dann
Stürzet hernieder;
So kommt der Tag heran –
O ging er wieder!
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Heute abend im Stadthaus:

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Montag, 8. September 2014, 20:00 Uhr
Danilo Rea & Flavio Boltro: „Opera“

Danilo Rea, Piano, und Flavio Boltro,Trompete

Die Oper ist den Italienern eine Herzensangelegenheit. Das gilt natürlich auch für den römischen Pianisten Danilo Rea und den Genuesen Flavio Boltro, der als einer der besten europäischen Trompeter gilt. In diesem Projekt lassen die beiden Jazz und Klassik spannend ineinanderfließen.
Vom ersten Ton an präsentieren sich Rea und Boltro in „Opera“ als überragende Lyriker, ohne Scheu vor Pathos und dem ganz großen Gefühl. Im Fokus steht dabei der melodische Gehalt der Vorlagen. Der stets hörbare Respekt vor den Opernklassikern schließt Innovation aber nie aus. Als zwei der kreativsten Improvisatoren der Szene finden sie bei ihren Neuinterpretationen klassischer Opernhits von Bellini, Rossini, Verdi und anderen spannende rhythmische Variationen, belebende Phrasen oder ungewöhnliche harmonische Erweiterungen.
20 € / 15 € (erm.) zzgl. VVK
Das Konzert wird vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=-NAhYAbmSAQ]
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dbp_longlist_2014

Am Mittwoch, den 10.September wird aus der Longlist zum Deutschen Buchpreis die Shortlist und es bleiben noch sechs Titel übrig, aus denen die Jury Anfang Oktober den Siegertitel wählt.
Bei uns können Sie jetzt schon wählen.
Am kommenden Freitag, zwei Tage nach Bekanntwerden der Shorlist, veranstalten wir in der Buchhandlung ein „Shortlistlesen“. Marion Weidenfeld und Clemens Grote lesen aus diesen sechs Büchern und wir stimmen dann intern ab, welches Buch wir am besten finden. Briefwahl ist auch möglich. Allerdings müssen diese Stimmzettel am Freitag, den 12.9. bei uns im Haus sein.
Beginn: 19 Uhr, Eintritt frei
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Und so sah mein Sonntagnachmittag aus:

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Ich habe den Roman: „Kruso“ von Lutz Seiler fast geschafft. Es bleiben noch eine Stunde Lesezeit und ich bin durch. Das Buch ist übrigens auch auf der obengenannten Longlist und ich traue der Jury zu, dass sie ihn weit nach oben hebt, zumal sich die Kuturseiten der großen Zeitungen überschlagen. Mein Bericht über „Kruso“ folgt, wenn ich durch bin.