Freitag, 3.März

Heute haben
Gudrun Pausewang * 1928
Josef Winkler * 1953
Nicholas Shakespeare * 1957
Isabel Abedi * 1967
Geburtstag.
Aber auch Jan Garbarek, Miriam Makeba, Antonio Vivaldi und Gesine Cresspahl.

Happy Birthday, Dschi-sain!“
Uwe Johnson: „Jahrestage“ (zum Geburtstag von Gesine Cresspahl)
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Hugo von Hofmannsthal
Lied


Die Liebste sprach: „Ich halt dich nicht,
du hast mir nichts geschworen.
Die Menschen soll man halten nicht,
sind nicht zur Treu geboren.

Ziehe deine Straßen hin, mein Freund,
beschau dir Land um Land,
in vielen Betten ruh dich aus
viel Frauen nimm bei der Hand.

Wo dir der Wein zu sauer ist,
da trink du Malvasier,
und wenn mein Mund dir süßer ist,
so komm nur wieder zu mir!“
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Globaler Klimastreik – 3. März 2023
#TomorrowIsTooLate

​​Am Freitag, den 3. März, gehen wir im ganzen Land und weltweit auf die Straße. Nur unser gemeinsamer Druck kann den Klima-Stillstand in der Koalition noch beenden.

In den letzten Jahren haben wir mehr bewegt, als viele je gedacht hätten. Es gibt heute eine breite gesellschaftliche Mehrheit für mehr Klimaschutz – doch auf den großen Durchbruch warten wir bis heute. Weder an die Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag noch an das Klimaschutzgesetz hält sich die Politik. Anfang März treffen sich die Ampel-Parteien zum Koalitionsgipfel. Kurz zuvor findet unser Klimastreik statt – auch in Deiner Nähe. Damit er sich auf die richtige Seite stellt, darf Scholz keine Sekunde lang glauben, die Menschen in diesem Land interessieren sich nicht mehr für das Klima. Dafür müssen die Demos wieder richtig groß werden. Gemeinsam machen wir klar: unsere Zukunft darf nicht an einer bockigen Politik scheitern.

Mehr als 250 Demos sind bereits im ganzen Land angemeldet – schau am besten gleich nach, wo Du am 3. März dabei sein kannst!

Warum streiken wir?

Weil wir dringend eine Mobilitätswende brauchen. Während der ÖPNV unzuverlässig, teuer und schlecht ausgebaut ist, wird immer noch auf Autobahnen als Lösung gesetzt (Das ist längst nicht mehr tragbar!). Wir brauchen einen Ausbaustopp für Autobahnen und bessere Arbeitsbedingungen im ÖPNV. Dafür gehen wir heute bundesweit gemeinsam mit den ÖPNV-Beschäftigten auf die Straße. Denn Mobilität ist ein Grundrecht – und muss für alle bezahlbar sein. Deshalb streiken wir am Freitag in Kooperation mit der Gewerkschaft ver.di!

Weil der Ausbau Erneuerbarer Energien immer noch viel zu langsam passiert. Dörfer werden für den Kohleabbau abgebaggert und neue LNG-Terminals im Schnellverfahren genehmigt, während die Klimakrise überall auf der Welt sichtbar eskaliert. Deutschland muss bis 2035 zu 100% mit Erneuerbaren Energien versorgt sein.

Weil wir auch nach vier Jahren Klimastreik immer noch fordern, dass sich Regierungen an das Pariser Klimaabkommen halten. Aktuell beobachten wir das Gegenteil: Dörfer werden abgebaggert, Wälder gerodet und fossile Infrastruktur gebaut. Überall wird für Kompromisse geworben – doch das Pariser Klimaabkommen ist bereits der Kompromiss. Sich daran zu halten ist das Mindeste und überlebensnotwendig für alle, die bereits heute am stärksten unter den Folgen der Klimakrise leiden. 

Samstag, 20.Februar

Heute haben
Johann Heinrich Voß * 1751
Heinz Erhardt * 1909
Julia Franckh * 1970
Geburtstag
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Hoffentlich mein letztes Wintergdicht für die nächsten Monate:

Matthias Claudius
Ein Lied hinterm Ofen zu singen

Der Winter ist ein rechter Mann,
kernfest und auf die Dauer;
sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an
und scheut nicht süß noch sauer.

Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
haßt warmen Drang und warmen Klang
und alle warmen Sachen.

Doch wenn die Füchse bellen sehr,
wenn’s Holz im Ofen knittert,
und um den Ofen Knecht und Herr
die Hände reibt und zittert;

wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich‘ und Seen krachen;
das klingt ihm gut, das haßt er nicht,
dann will er sich tot lachen. –

Sein Schloß von Eis liegt ganz hinaus
beim Nordpol an dem Strande;
doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.

So ist er denn bald dort, bald hier,
gut Regiment zu führen.
Und wenn er durchzieht, stehen wir
und sehn ihn an und frieren.
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Unser Tipp:


Sabine Lemire (Text) und Rasmus Bregnhøi (Illustrationen):
Mira #familie #paris #abschied

Aus dem Dänischen von Franziska Gehm
Klett Kinderbuch € 15,00
Ab 10 Jahren

Das ist jetzt schon der vierte Band von Miras Erlebnissen als Graphic Novel.
Ich habe das nie so richtig beachtet, bin nach der dieser Lektüre hellauf begeistert und habe die ersten drei Bände nachbestellt. Die Geschichte ist so treffend erzählt und gezeichnet. Genauso so, wie es im wirklichen Leben ist. Dazu noch mit einer ordentlichen Portion Humor. Die Kleinigkeiten, wie das dauernde aufs Handy starren, die Dreitagebärte der Männer, machen schon ordentlich Spaß.
In diesem Buch findet Mira alles doof, die Mutter nervig und den kleinen Bruder überflüssig. Gut, dass sie ihre Freundinnen hat, obwohl in der Schule auch schwer gezickt wird. Und noch besser: Ihre Oma, mit der sie alles besprechen kann.
Miras Mama kann ihrer Tochter nichts recht machen und da kommt Omas Vorschlag, mit ihrer Enkelin nach Paris zu fahren, gerade richtig.
Irgendwie kommt es doch ganz anders und das wiederum gibt viel Stoff in Miras Tagebuch.
Ein super Buch für Mädchen ab 12 und die passenden Eltern dazu.

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