Freitag, 29.Dezember

Heute haben
William Gaddis * 1922
Jo Pestum * 1936
Brigitte Kronauer * 1940
Christian Kracht * 1966
Geburtstag
und es ist der Todestag von Rainer Maria Rilke
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Heinrich Heine

Küsse, die man stiehlt im Dunkeln
Und im Dunkeln wiedergibt,
Solche Küsse wie beseelgen
Sie die Seele, wenn sie liebt!

Ahnend und erinnrungsüchtig,
Denkt die Seele sich dabei
Manches von vergangnen Tagen,
Und von Zukunft mancherlei.

Doch das gar zu viele Denken
Ist bedenklich, wenn man küßt; –
Weine lieber, liebe Seele,
Weil das Weinen leichter ist.
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Vielleicht mit einer Liebesgeschichte in das neue Jahr gleiten.


Longo: „Daphnis und Chloe
Illustriert von Renée Sintenis
Inselbücherei € 15,00

Es gibt in der antiken Literatur keine schönere Liebesgeschichte als diese: Daphnis und Chloe wachsen als Findelkinder auf der Insel Lesvos im Ägäischen Meer auf. Sie hüten dort die Ziegen, leben bei ihren Pflegeeltern, wachsen allmählich heran. Chloe fühlt sich von Daphnis angezogen, aber recht verstehen können beide nicht, was ihnen geschieht. Dann wird die Insel von Piraten heimgesucht, Chloe entführt. Wird Daphnis seine Freundin retten können?
In der Insel-Bücherei erscheint der Text mit den zauberhaften Illustrationen der großen Tierbildhauerin Renée Sintenis.

Renée Sintenis, geboren 1888 in Glatz war eine der bekanntesten und erfolgreichsten Berliner Bildhauerinnen der Weimarer Republik. Sie absolvierte eine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Berlin, 1915 stellte sie zum ersten Mal in der Berliner Secession aus, zu ihren frühen Förderern zählte unter anderem der Dichter Rainer Maria Rilke. 1947 wurde sie als eine der ersten Professorinnen an die Hochschule der Künste berufen, 1955 wieder in die Akademie der Künste aufgenommen. Sintenis war als Tierbildhauerin bekannt, nach ihrem Entwurf entstand der Berlinale Bär. Renée Sintenis starb 1965 in Berlin.
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Schukrafts Wundertüte:

Liebe Freundinnen, liebe Freunde unseres Theaters!

Als Erstes möchte ich Ihnen für 2024 wieder ein augenzwinkerndes Trostliedchen schicken. 
Das ist der Link: 
https://youtu.be/P3iwpa5ToO0
am Klavier mein Enkel Mathis K.

Dann noch drei wichtige Informationen:
1.) „Frau Einsteins Nobelpreis“ steht wieder ab Freitag, 12. Januar, an jedem Freitag und Samstag um 19 Uhr auf dem Spielplan. Ich habe Ihnen einen Ausschnitt aus der tollen Kritik der Südwest Presse beigefügt. Das Publikum reagiert übrigens kaum weniger begeistert.
2.) Ab März können Sie mich wieder auf der Bühne erleben:Ich bin ein unverbesserlicher Optimist“, heißt der Abend. Ich singe humoristische Lieder von Hermann Leopoldi und erzähle von ihm und seiner Zeit. Für mich ist Leopoldi einer der größten, seit meiner Kindheit heiß geliebten Humoristen.
3.) Marion Weidenfelds Solostück „Niemand wartet auf Dich“ werden wir im Herbst zeigen.

Insgesamt sind das doch gute Nachrichten!

Hauptsache: Sie besuchen uns!

Liebe Grüße
Ihr Wolfgang Schukraft

Karten: 
Bücherstube Jastram, Judenhof, Ulm 0731/67137
Mail: schukrafts@gmx.de
Abendkasse an Aufführungstagen ab 18 Uhr
Weitere Informationen: www.schukrafts.de
 
„Frau Einsteins Nobelpreis ist eine geschickt austarierte Balance aus tiefsinniger Reflexion und unterhaltsamem Gesellschaftsstück, spritzig gespielt, dazu passend die luftigen Saitenläufe von Helmut Pusch als Musikuntermalung. Höhepunkt ist die erfundene Begegnung der beiden Frauen, die sich vorher nur aus seinen Lästereien gekannt haben. „Er ist irgendwie nicht von dieser Welt“,  beschließen sie. Langer Applaus.
Uli Landthaler, Südwest Presse