Freitag, 22.März


Heute haben
Albrecht Goes * 1908
Michael Hamburger * 1924
Wolfgang Bächler * 1925
Eveline Hasler * 1933
Bruno Ganz * 1941
André Heller * 1947
Érik Orsenna * 1947
Aleida Assmann * 1947
Geburtstag.
Heute, im Jahre 1832, ist Goethe gestorben.
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Johann Wolfgang von Goethe
Frühling über’s Jahr

Das Beet, schon lockert
Sich’s in die Höh’,
Da wanken Glöckchen
So weiß wie Schnee;
Safran entfaltet
Gewalt’ge Glut,
Smaragden keimt es
Und keimt wie Blut.
Primeln stolzieren
So naseweis,
Schalkhafte Veilchen,
Versteckt mit Fleiß;
Was auch noch alles
Da regt und webt,
Genug, der Frühling,
Er wirkt und lebt.

Doch was im Garten
Am reifsten blüht,
Das ist des Liebchens
Lieblich Gemüt.
Da glühen Blicke
Mir immerfort,
Erregend Liedchen,
Erheiternd Wort;
Ein immer offen,
Ein Blütenherz,
Im Ernste freundlich
Und rein im Scherz.
Wenn Ros und Lilie
Der Sommer bringt,
Er doch vergebens
Mit Liebchen ringt.
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Was wir von den großen Philosophen heute noch lernen können.


Chiara Pastorini (Text) und Perceval Barrier (Illustrationen):Weise und rebellisch
Aus dem Französischen von Ingrid Ickler
Knesebeck Verlag € 20,00
Sachbuch für Kinder ab 10 Jahren

Von der Antike bis heute: Große philosophische Ideen für Kinder erklärt

Sokrates, Platon, Kant oder Simone de Beauvoir – die größten Philosophinnen und Philosophen haben mit ihren Ideen irgendwann einmal die Art und Weise revolutioniert, wie wir denken. In diesem Sachcomic bekommen Kinder einen humorvollen und anschaulichen Einblick in die Welt der Philosophie. Von der Antike bis heute werden die wichtigsten Denker:innen vorgestellt und die philosophischen Fragen beleuchtet, denen sie sich gewidmet haben. Außerdem gibt es spannende Hintergrundinfos zu den Lebensumständen der Philosph:innen und historische Fakten zur jeweiligen Epoche. Zudem wird Kindern erklärt, welchen Einfluss die philosophischen Ideen heutzutage noch auf unseren Alltag haben.
Chiara Pastorini ist Philosophin, Moderatorin und Dozentin. Im Jahr 2014 gründete sie ein Projekt, in dem Kindern und Jugendlichen philosophische Konzepte beigebracht werden.
Also warum Kindern und Jugendlichen einen Einstieg in die Welt der Philosophie in der Form eines Comics zu erklären? Gerade in unserer sehr komplizierten und komplexen Zeit kann dieses Wissen sehr von Nutzen sein.

Schauen Sie in die Leseprobe und sie gewinnen einen guten Eindruck, über die Art des Bildersachbuchs.
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Quartiersgarten im Dichterviertel in Ulm

Würzige Kräuterpasten, deftiges Pesto und Löwenzahnknospenkapern – vollmundige Würzigkeit trifft auf den Charme des Einfachen

Dieses Jahr beschäftigen wir uns im Quartiersgarten im Dichterviertel mit dem Thema essbare Wildpflanzen, deren gezielter Kultivierung, Weiterverarbeitung und Nutzung für den Alltag.
Wir unternehmen Sammelgänge in der Natur und bereiten die Kräuter im Quartiersgarten oder im Café Blau zu, gerne auch in delikater Kombination mit Kulturgemüse und Salaten.
Wir zeigen, wie man sicher an eine Wildsammlung rangeht, und welche Vorteile es hat die wilden Vorfahren unserer Kulturpflanzen auch im eigenen Garten anzupflanzen. Sie belohnen uns mit höherer Nährstoffdichte beim Verzehr und besserer Wuchskraft beim Anbau. Erstaunlich ist auch, wie einfach es ist, sich an abgelegenen, sauberen Orten mit wertvollem Grün satt zu pflücken.
Gesunde Ernährung muss nicht teuer sein!
Wir beginnen jetzt im Frühjahr mit drei sehr bekannten Wildpflanzen: dem entzündungshemmenden Bärlauch, dem vitaminreichen Löwenzahn und dem eisenhaltigen Giersch, um nur einige der vielfältigen Heilkräfte zu nennen.
Los geht’s am Samstag, den 23. März 2024 mit unserem Saisonauftakt um 10 Uhr im Quartiersgarten.
Der Rückschnitt unserer Staudenbeete, die Reparatur der Naturzäune und die Anlage von neuen Beeten für die „Wilden“ stehen auf dem Programm. Zum Abschluss gibt es ein kleines Feuer zum Frühlingsanfang, den wir mit Liedern, Geschichten und Musik feiern.
Zu unseren Veranstaltungen ergeht eine herzliche Einladung an ALLE, mit und ohne gärtnerische Erfahrung, für Fragen sowie zum Eintragen für den Newsletter bitte eine kurze Nachricht an:
quartiersgarten@agwest.de

AK Städtisches Gärtnern Ulm, für den Quartiersgarten im Dichterviertel in Ulm

.

Donnerstag, 1.Juni


Heute haben
Ruth Rehmann * 1922
Colleen McCullough * 1937
Rudolf Bussmann * 1947
Geburtstag
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Else Lasker-Schüler
Hingabe

Ich sehe mir die Bilderreihen der Wolken an,
Bis sie zerfließen und enthüllen ihre blaue Bahn.

Ich schwebte einsamlich die Welten all hinan,
Entzifferte die Sternoglyphen und die Mondeszeichen um den Mann.

Und fragte selbst mich scheu, ob oder wann
Ich einst geboren wurde und gestorben dann?

Mit einem Kleid aus Zweifel war ich angetan,
Das greises Leid geweiht für mich am Zeitrad spann.

Und jedes Bild, das ich von dieser Welt gewann,
Verlor ich doppelt, und auch das was ich ersann.
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Unser Bilderbuch-Tipp:


Nicolás Schuff (Text) und Ana Sender (Illustrationen): „Kommst du mit zum Mond?

Aus dem Argentinischen Spanisch von Elisabeth Leuthardt
Knesebeck Verlag € 16,00

Dieses poetisch, knapp erzählte Bilderbuch mit seinen sehr besonderen Illustrationen eignet sich super zum Vorlesen, zum Weitererzählen, zum Dazuerzählen. So eine schöne Enkel-Großvatergeschichte, in der es um eine Reise zum Mond geht. Ja, ist so etwas überhaupt möglich? In diesem Bilderbuch schon und wahrscheinlich fast überall auf der Welt. Wir brauchen nur genug Phantasie.
Im Moment nimmt der Mond immer mehr zu und in ein paar Tagen können wir selbst vielleicht eine Reise zum Mond starten und vorher nochmals schauen, was für ein Gesicht er in dieser Nacht macht.
Denn im Bilderbuch führt der Großvater seinen Enkel, nachdem er einen Apfelkuchen gebacken hat, durch einen finsteren Wald, bis sie an einen Felsen kommen, der an an einen See grenzt. Dort unten ist der dicke, runde Vollmond zu sehen. Und was gibt es schöneres, als von dort oben in den See zu hüpfen.

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Heute auf tagesschau.de von Susanne Henn, SWR

Studie zu Klimaforschung
Grenzen der Erde bereits überschritten?

Ein internationales Klima-Forscherteam hält ein sicheres und gerechtes Leben für alle Menschen auf der Erde für kaum mehr möglich. Fast alle Grenzen seien bereits überschritten – an der Studie gibt es aber auch Kritik.

Der Zustand der Erde und das Wohlergehen der Menschheit sind eng miteinander verknüpft. Das ist der Ausgangspunkt der „Earth Commission“, einem internationalen Zusammenschluss von Wissenschaftlern. Gemeinsam haben sie nun sichere und gerechte Grenzen des Erdsystems benannt und in Zahlen gefasst. Ihre Studie haben sie in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht.

Nur wenn der Planet in einem guten Zustand sei, seiein sicheres und gerechtes Leben für alle Menschen und andere Arten möglich. Und zwar nicht nur heute, sondern auch für zukünftige Generationen. Diesen Zustand kann es nur dann geben, so das Forscherteam um den Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Johan Rockström, wenn in acht fundamentalen Bereichen die Grenzen der Belastbarkeit des Planeten nicht überschritten werden.

Dabei geht es um die Erderwärmung, den Zustand und die Funktionalität der Ökosysteme, die Verfügbarkeit von Oberflächen- und Grundwasser, sowie die Belastung von Luft und Umwelt mit Schadstoffen, Stickstoff und Phosphor. Die Grundlage der Studie bilden wissenschaftliche Erkenntnisse der vergangenen Jahre sowie Computermodellierungen.

Sieben der acht Grenzen seien bereits überschritten

Das Problem dabei, so Rockström und sein Team: Sieben der acht Grenzen seien bereits überschritten. Der Verlust der Biodiversität oder auch die Erderwärmung ließen sich aber nicht mehr rückgängig machen, was übersetzt bedeutet: Ein sicheres und gerechtes Leben sei, so die Forscher für viele Menschen auf der Erde heute und in Zukunft nicht mehr möglich. …

Den kompletten Beitrag finden Sie hier.

Und Menschen, die sich dafür einsetzen, dass wir weiterhin ein sicheres und gerechtes Leben führen können, werden kriminalisiert, anstatt dass endlich eine politische Veränderung vorgenommen wird.

Montag, 24.April

Heute haben
Karl Leberecht Immermann * 1796
Anthony Trollope * 1815
Sue Grafton * 1940
Geburtstag
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Joseph von Eichendorff

Es steht ein Berg in Feuer
In feurigem Morgenbrand,
Und auf des Berges Spitze
Ein Tannbaum überm Land.

Und auf dem höchsten Wipfel
Steh ich und schau vom Baum,
O Welt, du schöne Welt, du,
Man sieht dich vor Blüten kaum!
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Eine Entdeckung:


Michaela Vieser, Isaac Yuen: „Atlas der ungewöhnlichen Klänge
Eine Reise zu den akustischen Wundern der Erde
Knesebeck Verlag € 22,00

Was für eine Überraschung. Ich wollte nur mal eben kurz durch das Buch blättern und blieb hängen. Nebendran mein Telefon, um auf youtube die besprochenen Klänge zu finden. Unglaublich. So etwas habe ich noch ne gelesen und gehört. Erst jetzt entdecke ich, dass es einen Link zu Isaac Yuens Seite gibt, auf der viele Bild- und Hörbeispiel zu hören sind, verbunden mit einer Weltkarte, auf der die Orte vermerkt sind.
Kann es sein, dass Fische, die nur 20 cm lang sind, so einen Höllenlärm machen? Ja, das klingt wirklich unwirklich. Der Echostein am Kleinen Tornowsee, östlich von Berlin, in dessen Nähe Bertold Brecht wohnte. Das Rauschen eines Weltraumteleskop, das Singen eines Gletschers, die Töne aus einem 12 km tiefen Loches. Klänge aus der Wüste und aus den Tiefen des Meeres. Und unglaublich viele Orte auf dieser Erde mehr.
Mit diesem „Reiseführer“ lernen wir nicht nur die Augen auzumachen, sondern auch die Ohren zu spitzen.
Gerne würde ich die Autorin nach Ulm holen. Ich denke, das würde ein ganz besonderer Abend werden.

Eine Übersicht über alle Orte und Hörbeispiele finden Sie hier.

Michaela Viesers Bücher, Dokumentarfilme und Radiofeatures erhielten zahlreiche Preise, u.a. 2019 Nature Writer bei der Jan-Michalski-Foundation, 2021 Stipendium Deutscher Preis für Nature Writing, seit 2022 Wave Writer bei der Okeanos Stiftung für das Meer. Sie verbindet in ihren Texten wissenschaftliche Fakten mit der eigenen Sinneswahrnehmung, spricht Japanisch und paddelt gerne durchs Oderschilf.

Weitere Informationen zu Michaela Vieser finden Sie unter:
http://www.michaelavieser.de/

Isaac Yuens Kurzgeschichten und Essays erscheinen in Literaturmagazinen in den USA, Kanda und UK, als auch auf seinem Blog ekostories, der von über 600.000 Lesern besucht wird. Er war 2019 Writer-in-Residence der Jan Michalski Foundation und wurde 2022 mit dem Pushcart Prize ausgezeichnet. Seine Essaysammlung „Utter, Earth“ kombiniert Wort- und Weltspiele und erscheint 2023 bei West Virginia University Press.

Weitere Informationen zu Isaac Yuen finden Sie unter:
https://ekostories.com/
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Studie über Tempo 130
Tempolimit könnte der Wirtschaft nutzen

Ein Tempolimit auch auf deutschen Autobahnen käme einer neuen Studie zufolge nicht nur dem Klima zugute. Wissenschaftler haben ausgerechnet, welcher ökonomische Nutzen zu erwarten wäre.
Ein Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde in Deutschland würde einer neuen Studie zufolge nicht nur dem Klimaschutz zugutekommen, sondern hätte auch einen erheblichen wirtschaftlichen Nutzen. Eine internationale Forschergruppe ermittelte sogenannte Wohlfahrtsgewinne von mindestens 950 Millionen Euro pro Jahr.
Besonders ins Gewicht fallen würden – neben dem Klimaschutzeffekt und den damit verbundenen Einsparungen – der eingesparte Kraftstoff, weniger Unfälle, geringere Lieferketten-Kosten und Einsparungen bei der Infrastruktur, heißt es in der heute bekanntgewordenen Studie, die im Fachjournal „Ecological Economics“ veröffentlicht wurde.
„Wir werden als Gesellschaft Kosten vermeiden können, die aufgrund eines gebremsten Klimawandels einfach nicht entstehen werden“, sagte Stefan Gössling, Mobilitätsforscher an der Linnaeus Universität in Kalmar in Schweden und Mitautor der Studie, im Interview mit tagesschau24 . …

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Donnerstag, 29.September

Ulmer Trinkwasserhochbehälter

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Heute haben
Miguel de Cervantes Saavedra * 1547
Christian Friedrich Hunold * 1680
Miguel de Unamuno * 1864
Nikolai Ostrowski * 1904
Antonio Buero Vallejo * 1916
Gaston Salvatore * 1941
Jon Fosse * 1959
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Christian Friedrich Hunold
Von einem unglücklichen Bauer


Ein Baur geht in die Stadt/
Und weil er einen Bart von funfzig Ellen hat/
So läßt er sich balbieren.
Ein junger Kerl/ der nicht die Kunst versteht/
Kömt über ihn/ sein Messer zu probiren.
Er schiert/ daß Haar und Haut herunter geht.
Der Baur sang trefflich schön/
Und muste sich zum Gelde doch verstehn.
Er kam hiernechst in einen Streit.
Ein junger Advocat war hier nicht weit/
Sein Handwerck anzubieten.
Ob Kluge schon zu dem Vergleiche riethen:
So war der junge Rabulist
Doch so geschickt/ den Bauren zu betrügen.
Das Urtheil lief sehr schlecht; die Kunst war aus zulügen.
Ich weiß/ daß Hauß und Hoff darauf gegangen ist.
Der arme Baur verfiel in großen Kram/
Daß über ihn ein starckes Fieber kam.
Ein junger Artzt/ der kaum so viele Lachen
Als Krancken je gehabt/ gieng selbst zu ihm ins Hauß/
Er striche seine Pillen raus.
Das Fieber solte gleich vor seinem Pulver weichen.
Darneben war auch eine Gold-Tinctur/
Die aus des Krancken Beutel fuhr.
Die Artzeney schlug trefflich an/
So daß sich ietzt der Baur nicht mehr beklagen kan.
Diß dreyes kanst du nun an einem Weibe haben/
Die jung und feurig ist/ galant, verthut und spielt/
Die erstlich deine Krafft/ denn Gut und Ehre stiehlt/
Und alle Qvaal ersinnt/ dich zeitlich zu begraben.
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Nach dem Buch über die „Waldwiese“, jetzt ein neues Thema:

Angelika Huber-Janisch, Annette Zacharias (Illustrationen): „Die Pfütze
Die Vielfalt einer verborgenen Welt entdecken
Tiere und Pflanzen an Tümpeln und Teichen
Knesebeck Verlag € 20,00
Großformatiges Sachbilderbuch ab 8 Jahren

Pfützen sind doch etwas Tolles. Kaum sind sie da, möchte man doch gleich reinhüpfen. Also: Kinder machen das, nur wir Erwachsene haben das irgendwie verlernt.
Aber eine Pfütze ist noch viel mehr,. Das lernen wir in diesem Kindersachbuch, in dem auch wir Großen viel lernen können.
Was unterscheidet eine Pfütze von anderen Gewässern? Welche Lebewesen kommen darin vor? Und: leben in Pfützen nicht mehr Tiere, als Menschen auf der Erde sind?
Urzeitkrebse, Bärtierchen gibt es hier, von denen ich noch nie gehört habe.
Jede Doppelseite ist einem Thema, einem Tier gewidmet und mit naturgetreuen Illustrationen ergänzt.
Auch wird am Ende gezeigt, wie wir selber Pfützen und kleine Wasserstellen anlegen können, um dem Mikrokosmos darin eine Chance zu geben.
Dass Spatzen nicht nur im Sand, sondern auch in flachen Pfützen baden, können wir oft beobachten. Und deshalb passt auch der Ausdruck „Dreckspatz“ so gar nicht für diese Vögel. Pfützen sind wichtig für Spatzen, da sie darin Kleinlebewesen finden, die wichtig für deren Nachwuchs ist. Aber wussten Sie, dass der Spatzenboss, der ist, der den schwärzesten Schnabel hat? Das Gute daran: er darf als Erster zum Futterplatz. Und wenn es kalt wird, ziehen Spatzen nicht einen Pulli an, sondern legen sich einfach mehr Federn zu.

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Heute auf tagesschau.de:

Extremwetterkongress
„Klimaveränderung direkt vor unserer Haustür“

Wissenschaftler warnen eindringlich vor den unumkehrbaren Folgen der globalen Erwärmung. Die Auswirkungen des Klimawandels seien in Deutschland viel stärker als im globalen Mittel. Hitzesommer würden bald normal sein. …

Hier geht es zum kompletten Artikel

Dienstag, 15.März


Wir brauchen Verstärkung für unsere Buchhandlung.
Wer hat Lust uns in Teilzeit zu unterstützen?

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Heute haben
Paul Heyse * 1830
Elisabeth Plessen * 1944
Franz Schuh * 1947
Kurt Drawert * 1956
Geburtstag
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Paul Heyse
Vorfrühling

Stürme brausten über Nacht,
und die kahlen Wipfel troffen.
Frühe war mein Herz erwacht,
schüchtern zwischen Furcht und Hoffen.

Horch, ein trautgeschwätz’ger Ton
dringt zu mir vom Wald hernieder.
Nisten in den Zweigen schon
die geliebten Amseln wieder?

Dort am Weg der weiße Streif–
Zweifelnd frag‘ ich mein Gemüte:
Ist’s ein später Winterreif
oder erste Schlehenblüte?
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Raus ins Freie!


Louise Roussel: „Freiheit und Fahrtwind
Der Fahrradguide für Frauen
Inspiration, Tipps & Routen für Radlerinnen
Knesebeck Verlag € 22,00

Das Fahrradbuch für Frauen

Die Zukunft des Radfahrens ist weiblich. Das zeigt dieser Fahrrad-Ratgeber, der sich explizit an Frauen richtet. Frau erfährt, wie sie das richtige Rad auswählt, darüber hinaus erhält sie technisches Know-how für kleinere Reparaturen sowie praktisches Wissen zur Tourenplanung, der Ausstattung, der Vorbereitung und vielem mehr. Wie vielseitig Radfahren aussehen kann, zeigen die vorgestellten inspirierenden Frauen: von der Seniorin mit Hollandrad bis zur Langstrecken-Triathletin. Tourentipps und auf Frauen zugeschnittene Life-Hacks runden den Radfahr-Guide ab.
Wir finden Anregungen und Tipps übers Pendeln zur Arbeit, Mountainbiking, Rennradeln, Touren durch ganz Europa und vieles vieles mehr.
Dazu jede Menge Fotos, Karten und Anleitungen.

Louise Roussel sieht Radfahren als Lebensphilosophie. Nach zahlreichen Solo-Trips durch ganz Europa wollte sie ihre Erfahrungen zu dieser Quelle des Wohlfühlens und der Emanzipation teilen. Sie wurde Communication Manager für eine Fahrradmarke und schreibt regelmäßig für Abenteuer- und Fahrradmedien.

Blick ins Buch
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Ein hochinteressantes, aktuelles Interview:

Flucht aus der Ukraine
»Winterjacken aus Deutschland helfen eher nicht«

Kerstin Bandsom hat für die Welthungerhilfe Geflüchtete an den Grenzen zur Ukraine versorgt.
Hier sagt sie, was die Menschen dort wirklich brauchen –
und wie der Krieg weltweit Millionen in den Hunger treiben könnte.

Hier geht es zum kompletten Interview.

Quelle: Spiegel.de

Freitag, 25.Juni

Heute haben
George Orwell * 1903
Ingeborg Bachmann * 1926
Eric Carle * 1929
Yann Martel * 1963
Geburtstag
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Johann Wolfgang von Goethe
Sommer

Der Sommer folgt. Es wachsen Tag und Hitze,
und von den Auen dränget uns die Glut;
doch dort am Wasserfall, am Felsensitze
erquickt ein Trunk, erfrischt ein Wort das Blut.
Der Donner rollt, schon kreuzen sich die Blitze,
die Höhle wölbt sich auf zur sichern Hut,
dem Tosen nach kracht schnell ein knatternd Schmettern;
doch Liebe lächelt unter Sturm und Wettern.
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Unser Bilderbuchtipp:


Tina Oziewicz:Die Freude springt aufs Trampolin
Illustrationen von Aleksandra Zajac
Aus dem Polnischen von Thomas Weiler
Knesebeck Verlag € 15,00
Kinderbuch ab 4 Jahren

Wie können Gefühle dargestellt werden? Speziell für Kinder.
Mit Farben kennen wir schon. Geht das auch in grau?
Kaum zu glauben, aber es funktioniert.
Aleksandra Zajac lässt die Neugier auf Schornsteine klettern, die Freude auf dem Trampolin springen, die Dankbarkeit strickt einen Pulli und verbreitet Wärme. Die Furcht sitzt in der dunkelsten Ecke, die Fantasie beschreitet neue Wege. Die Freiheit setzt Segel und die Freundlichkeit besänftigt den Sturm. Haha, die Begeisterung hat ein Buch gefunden. Ich auch!
Und jedes Mal ist es ein anderes liebenswertes Monsterchen, das sich die Illustratorin zu jedem Gefühl ausgedacht hat.
Aber: Wo sind diese Gefühle zu Hause?
Na ganz einfach: In uns.
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Ausstellung: „Was ihr nicht seht!“
📅 21.06. – 18.07.21 ⌚ ganztägig 📌 Hafenbad 18 & 18/1, Ulm 💬 deutsch

„Was wir erlebt haben, wissen viele sicher nicht, weil man es nicht sieht. Daher der Name „Was ihr nicht seht!“. Ich will mit dem Projekt Menschen zum Nach- und Umdenken bringen. Ich hoffe, dassweiße Menschenverstehen – und hoffentlich gemeinsam mit uns für eine anti-rassistische Zukunft kämpfen.“

Die Ausstellung zeigt die Arbeit „Was ihr nicht seht!“ von Dominik Lucha. Gemeinsam mit hunderten Schwarzen Menschen in Deutschland macht Dominik sichtbar, was oft ungesehen bleibt: „Was ihr nicht seht!“ thematisiert auf eindrückliche und zugängliche Weise den Alltagsrassismus, den Schwarze Menschen und People of Color in Deutschland erleben.

Im Juni 2020, nach der Ermordung George Floyds und den BlackLivesMatter-Protesten, startete Dominik Lucha das Projekt auf Instagram und es hat mittlerweile über 130 Tsd. Follower:innen. Auf dem Insta-Kanal können Schwarze Menschen anonym über ihre Rassismus-Erfahrungen in Deutschland berichten — und weiße Menschen können lernen, antirassistisch zu werden.

Mit „Was ihr nicht seht!“ wurde eine Plattform geschaffen, die Rassismus in Deutschland bezeugt und unübersehbar verdeutlicht, dass diese Erfahrungen eben so viel mehr sind, als individuelle Einzelschicksale. Mit Ausstellungen im Garten des StadtPalais – Museum für Stuttgart sowie an drei Orten in Biberach und einer Medieninstallation in den Ravensburger Schaufenstern, wurden die die tausend Zitate auch offline und im städtischen Raum sichtbar. Nun ist die Ausstellung von 21.06. – 18.07.2021 im Hafenbad 35 in Ulm zu sehen.

Dominik Lucha, kommt aus Ravensburg, lebt in Berlin und arbeitet hauptberuflich als Produzent in der Medienbranche. Mit dem Account kamen zahlreiche Anfragen und weiterführende Projekte, die „Was ihr nicht seht!“ langfristig weiterentwickeln.

Zusätzlich zu Instagram wurde nun dieses Ausstellungsformat entwickelt, das als fertige Box weiter gegeben werden kann, damit die Erfahrungen an möglichst vielen verschiedenen Orten Deutschlands zu lesen sind. Wir freuen uns über Unterstützer:innen, die @wasihrnichtseht in ihre Stadt, Büroräume, Praxen, Schaufenster oder Schulen bringen: ausstellung@wasihrnichtseht.org
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Lesung von Brigitte Heidebrecht: Fernreise daheim. Von Flüchtlingen, Kulturen, Identitäten und anderen Ungereimtheiten
📅 25.06.21 ⌚ 19:00 📌 Online 💬 deutsch

5 Jahre nach Wir-schaffen-das: Die vertrackten kulturellen Unterschiede…

Wer mit Flüchtlingen zu tun hat – sei es beruflich, ehrenamtlich oder privat – wird sicherlich eine Erfahrung teilen: das gelegentliche Stolpern über kulturelle Unterschiedlichkeiten.
Darüber hat die Autorin Brigitte Heidebrecht, selbst seit 2015 ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe aktiv, ein Buch geschrieben. In kurzen, prägnanten Geschichten gibt sie detaillierte und verblüffende Einblicke in das, was Flüchtlingshelfer*innen, Deutschunterrichtende, Sozialarbeiter*innen, Arbeitgeber*innen und andere bisweilen ratlos macht.
Mit zwei Themen setzt sie sich dabei besonders auseinander: mit unterschiedlichem Zeiterleben und mit dem unterschiedlichen Verständnis der Rollen von Mann und Frau. Wer es nervig findet, terminlich versetzt zu werden, findet hier sensible Analysen und bedenkenswerte Erklärungsversuche. Wer sich manchmal die Haare rauft wegen des Frauenbilds männlicher Flüchtlinge, bekommt in diesen Geschichten intime Einblicke in Denk- und Gefühlswelten junger Moslems.
Mit Empathie und Humor beleuchtet die Autorin das allmähliche innere Ankommen von Geflüchteten in unserer Gesellschaft – und ihren eigenen Lernprozess, was interkulturelles Verstehen angeht. Entstanden sind Texte, die unter die Haut gehen, Selbstverständliches in Frage stellen, Existenzielles ins Licht rücken – globale Herausforderung, gespiegelt im Alltäglichen. Konkret und lebendig vermittelt das Buch interkulturelle Aha-Erlebnisse. Ein vielschichtiger Beitrag zu der Frage: Wie schaffen wir das?


Über die Autorin:
Brigitte Heidebrecht publizierte seit den 1980er Jahren eine Reihe vielgelesener Lyrik- und Prosabände. Sie lebt heute als Tanzpädagogin und Beraterin (Mediatorin, Supervisorin und Coach) in Ludwigsburg.

Link zur Veranstaltung:

uni-ulm.zoom.us/j/6831655221

Meeting-ID: 683 165 5221
Kenncode: FCLR2021


Donnerstag, 18.Februar

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Heute haben
A.L.Kielland * 1849
N.Kazantzakis * 1883
André Breton * 1896
Toni Morrison * 1831 (sie wird heute 85)
Elke Erb * 1938
Hallgrimur Helgason * 1959
Geburtstag.
Aber auch Istvan Szabo, Yoko Ono, Milos Forman.
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Aina Bestard:Was versteckt sich da im Wald?
Mein dreifarbiges Zauberlupenbuch
Übersetzt von: Maria Meinel
Knesebeck Verlag € 16,95

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Ha, da werden ganz olle Klamotten wieder ausgegraben und in ein geniales Format gepackt. Als der Vertreter des Knesebeck Verlages im Buchladen war, setzte sich ein kleiner Junge uns gegenüber auf den Sessel. Er sagte nichts, war wohl über unser Tun und die vielen Bücher fasziniert. Herr Drews reichte ihm dieses Buch und sagte, er solle sich das mal in aller Ruhe anschauen. Und da sei so ne 3D-Brille drin. Der Bub arbeitete sich sofort durch das ganze Buch, war noch stiller als zuvor und reichte uns mit glasigen Augen Buch und Brille wieder. Er war hin und weg über das, was er in/hinter den Bildern entdeckt hat.

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Drei Farben hat diese Brille: grün, blau, rot. Und jedes Mal ergeben sich neue Entdeckungen, die wir auf den ersten Moment nicht sehen. Gut, wir wissen, wie das geht, kennen das aus anderen Büchern, Lösungsheften und Geheimnummern. Na und. Es macht richtig Spaß sich durch Aina Bestards Buch zu blättern, zu arbeiten. Hier können wir nochmals so richtig Kind spielen.
Ach stimmt: Es ist ja ein Kinderbuch. Also her damit und geben Sie es endlich dem Kleinen, der geduldig darauf wartet, selbst den tiefen Wald in die Hand nehmen zu dürfen.

Die Website von Aina Bestard

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Für alle, die es immer noch wissen:
Heute abend ab 19 Uhr bei uns in der Buchhandlung.
Zora del Buono erzählt und liest aus ihren Werken.

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Freitag

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Heute haben
K.P.Kavafis * 1863
Tania Blixen * 1885
Thornton Wilder * 1897
Rolf Schneider * 1932
Nick Hornby * 1957
Geburtstag.
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Bei dem heutigen Regenwetter tut so ein farbenprächtiges Bilderbuch richtig gut.

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Irina Kobald: „Zuhause kann überall sein“
Illustrationen von Freya Blackwood
Übersetzt von Tatjana Kröll
Knesebeck Verlag € 12,95
Bilderbuch ab 5 Jahren

Ein Mädchen wird von ihrer Tante Wildfang genannt, weill sie u.a. so gerne radschlägt und umhertollt. In ihrem Heimatland bricht Krieg aus und beide müssen aus ihrem warmen Zuhause fliehen. Dort wo sie ankommen ist alles anders. Es ist kalt und windig und auch die Menschen sind nicht zu verstehen. Es klingt für das Mädchen wie ein Wasserfall. Das Mädchen wird sprachlos, ist wirklich kein Wildfang mehr. Nur noch ihre roten Kleider leuchten warm aus der U-Bahn und aus Park, wenn die beiden dort spazierengehen. Das Mädchen hält es nur aus, in dem sie sich in ihrer Decke einmummelt und sich mit ihren Gedanken und Worten und Klängen aus der Heimat umgibt. Manchmal möchte sie von dort gar nicht mehr heraus. Eines Tages winkt ihr im Park ein Mädchen zu. Sie traut sich jedoch nicht zurückzuwinken. Abends ist sie noch trauriger, da sie das Mädchen natürlich wieder treffen will. Zwei Tage später sehen sie sich doch wieder und das neue Mädchen bringt ihr jedes Mal neue Wörter bei, sie sie manchmal kaum ausprechen kann. Das ist oft sehr lustig, manchmal aber auch zum Heulen. Aber umso öfter die beiden sich treffen, umso mehr Wörter das Mädchen lernt, umso mehr webt sie bei sich Zuhause eine neue Decke mit neuen Ornamenten, mit neuen Bilder, mit neuen Worten und Klängen. So langsam verliert das Flüchtlingskind seine Furcht vor den Wasserfällen, vor den Menschen und dem kalten Wind, öffnet sich immer mehr und findet hier vielleicht eine neue Heimat.
Durch die schönen, warmen Illustrationen von Freya Blackwood ist hier ein ganz besonderes Bilderbuch entstanden, das uns den Blickwinkel des fremden Kindes in einem fremden Land zeigt. Irgendwie wird es einem beim Durchblättern und Vorlesen ganz warm um’s Herz und es wäre schön, wenn es solche Situationen, solche Begebenheiten öfters geben könnte.

In der Leseprobe können Sie die ersten und die letzte Seite anschauen und sich selbst ein Bild von Text und Illustrationen machen.
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Jastrams literarischer Speiseplan
für den Monat April

Freitag, 17.April um 19 Uhr
Marco Kerler liest aus seinem
neuen Buch: Schreibgekritzel
Bei uns in der Buchhandlung
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Montag, 20.April um 19.30 Uhr
Literatur im Botanischen Garten
Mit Florian Arnold
Teil 1: Im Westen
(Frankreich, Amerika)
Im Gewächshaus Foyer
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Dienstag, 21.April um 19 Uhr
Theater Erbach: Lisa
Nach Thomas Glavinic
Bei uns in der Buchhandlung
Es gibt ein Spendenkässle
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Freitag, 24.April um 19 Uhr
Hermann Gummerer vom Folio Verlag
stellt seinen Verlag und Südtirol vor
Essen und Trinken vom Feinsten ist dabei
Nur gegen Voranmeldung
Eintritt € 10,00
Bei uns in der Buchhandlung
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Aufruf zur Demo am kommenden Samstag:
„Gemeinwohl hat Vorfahrt“
Samstag, 18. April, 15 Uhr
STOP-TTIP-Demo und Kundgebung in Ulm

Start: 15 Uhr am Einstein-Denkmal, Bahnhofstraße
dann Zug durch die Innenstadt über Wengengasse-Sterngasse-Platzgasse-Frauengraben-Hafenbad-Hafengasse-Frauenstraße- Judenhof-nördl. Münsterplatz


Mittwoch

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Heute haben
Karl Wolfskehl * 1869
W.C. Williams *1883
Frank O’Connor * 1903
Horst Krüger * 1919
Karin Reschke * 1940
Geburtstag

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Es passiert ja nicht alle Tage, dass einen eine Neuerscheinung so anspringt. Schon beim Herausnehmen aus dem Bücherkarton wunderte ich mich über dieses mächtige Tigerbild auf dem großformatigen Buch.

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Dieter Braun: „Die Welt der wilden Tiere“
Im Süden
Knesebeck Verlag € 29,95

.Viele Jahre ist Dieter Braun um die Welt gereist, um Tiere aus nächster Nähe zu erforschen. Ob Giraffe oder Nashorn in Afrika, Kakadu oder Ameisenbär in Südamerika oder Känguru und Koala-Bär in Australien, die alle hat er in genialen Zeichnungen detailgetreu porträtiert. Und was für Zeichnungen das sind. Hier würde mich wirklich die Originale interessieren und wie sie gemacht worden sind. Wahrscheinlich doch am PC enstanden, springen sie einen förmlich an.

Faultier

Das Braunkehl-Faultier (Bradypus variegatus) hat ein gescheiteltes Fell auf dem Bauch, damit der Regen besser abfließt, wenn es mal wieder am Baum hängt. Und, das ist nun mal wirklich brilliant, sein Fell schimmert grünlich. Das sind Algen, die darin wachsen. Als zusätzliche Nahrungsstoffe, falls das Tier mal wieder zu faul zum Rumklettern ist. Mann Mann Mann.

Zu-ª+¬gelpinguin

Ganz im Süden leben die verschiedenen Pinguine. Hier der Zügelpinguin (Pygoscelis antarctica). Da macht sich die Mama nach dem Eierlegen erstmal aus dem Staub und lässt den Papa ausbrüten. Nach zwei Monaten ist sie wieder da und bringt vorverdaute Nahrung dabei. Mahlzeit!

Mandrill

Die buntesten aller Tiere ist der Mandrill (Mandrillus sphinx). Er lebt im tropischen Regenwald und hat sich seine Farbenpracht vielleicht von den Vögeln abgeschaut. Wer weiss. Am buntesten sind die Männchen und den Chef erkennt man an den blauen Wangen.

Über den Königstiger auf dem Umschlag schreibt Dieter Braun, dass er locker drei Meter lang und 300 Kilo schwer werden kann. Er frisst täglich ca. 8 Kilo Fleisch und sein Backenbart sei kuschelig weich. Wie er das wohl herausgefunden hat?

Und so können wir uns durch die Erdteile blättern und ein schönes Tier nach dem anderen betrachten. Das Alpaka und Lama schauen uns in die Augen und der Ara leuchtet, wie wenn die Sonne auf ihn scheinen würde. Die Zähne des Krokodils sind beachtlich und der Wal vollführt einen kühnen Sprung auf die Wasseroberfläche.
Ein tolles Buch für die ganze Familie. Ich denke, dass sogar die ganz Kleinen daran eine Freude haben werden, wenn wir mit ihnen das zusammen anschauen.

Samstag

Heute haben
August Wilhelm Iffland * 1942
und Richard Hughes * 1900
Geburtstag.
Von Hughes haben wir zwei sehr gute und schön gemachte Romane aus dem Dörlemann Verlag bei den Klassikern stehen. Tolle Lektüre.
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Gestern hatten wir alle Wetter hier auf der Alb. So auch diesen Schneeschauer, der mit leichtem Graupel anfing und sich dann so austobte.
So ein Durcheinander herrschte wohl auch beim Blogeintrag von Donnerstag, von dem ich immer noch nicht weiss, ob er veröffentlicht gewesen ist, oder nicht. Ich habe gestern zumindest eine Rohfassung ins Netz gestellt.
Hoffentlich klappt es heute besser, zumal ich ein Bilderbuch vorstelle, das uns im Buchladen schwer bewegt hat.

Tiger

Mary Logue: „Schlaf wie ein Tiger
Illustrationen von Pamela Zagarenski
Knesebeck Verlag € 12,95
Bilderbuch ab 3 Jahren

Draufgestossen bin ich über die Kinder- und Jugendbuchbeilage der Süddeutschen Zeitung Mitte der Woche, in der einige Bücher vorgestellt wurden, die wir auch auf unserem Blog haben. Als Aufmacher hatten sie das Titelbild des Tiger-Bilderbuches, das natürlich ein Augenfänger ist. Wir hatten das Buch nicht im Laden, ich habe es sofort bestellt und am Donnerstag war es bei uns. Allein diese Illustrationen sind sehr speziell und beigeistern hoffentlich die Kleinen wie uns Große genauso. In Kombination mit dem wenigen Text hat es mich sehr berührt.
Es ist diese,sich ewig wiederholende Geschichte: Ein kleines Mädchen mag nicht ins Bett, die Eltern hätten aber sehr gerne, dass jetzt endlich Ruhe herrscht und ihre Kleine einschläft.
Hier sind die Eltern und ihre Tochter mit Kronen versehen, wie in einer Märchen-Königsfamilie. Und das Schöne an den Gesprächen zwischen ihnen ist: es herrscht nie Aggression, sondern eine große Empathie. Die Eltern drängeln ihre Tochter nicht, sondern sagen ihr mit großer Liebe, sie solle sich doch einfach mal ins Bett liegen, sie müsse auch gar nicht schlafen, auch kein Licht ausmachen, oder auch mit Türe auf. Kein Problem. Gemeinsam gehen sie verschiedene Tiere durch, die auch schlafen. Der Hund zum Beispiel schläft schon, allerdings verbotenerweise auf dem Sofa. Die Katze schläft am wärmsten Platz im Haus – vor dem Ofen. Die Feldermäuse schlafen bei Tage und mit dem Kopf nach unten und verschränkten Flügeln. Die Wale schlafen im tiefen Meer und die Bären in ihrer Höhle. Die Schnecken schlafen zusammengerollt in ihrem Haus. Dann fällt dem Mädchen der Tiger ein, der besonders viel schläft, damit er stark bleibt. Und so passiert es, dass es am richtigen Platz einschläft, sich den wärmsten Platz im Bett sucht, die Arme verschränkt, sich vorstellt, es wäre im tiefen Meer und in einer dunklen Höhle, sich einrollt, wie eine Schnecke und fest und lange schläft, wie ein Tiger, da sie am nächsten Tag wieder voller Tatendrang loslegen will.
Ein Einschlafbuch, das uns in seiner ganzen magischen Art, wegführt von diesem Alltagsproblem und doch genau den Punkt trifft und uns ganz warm und wohlig das Buch zuklappen lässt, ….. um es nochmals von vorne in Ruhe durchzublättern.
Viel Vergnügen bei der Leseprobe.

Leseprobe
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Ich wünsche Ihnen frohe Ostern.

Unbekannt