Dienstag, 6.Februar


Heute Abend gibt es wiede eine „Erste Seite“ mit vier neuen Büchern und Clemens Grote.
Beginn ist 19 Uhr, der Eintritt ist kostenlos.
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Heute haben
Christopher Marlowe * 1564
Alfred Mombert * 1872
Irmgard Keun * 1905
und Emilia (wird 18)
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Hinter der Mauer

Putz blättert
Von der alten Mauer
An die sich der Sack lehnt
Gerissen
Ist er an mehreren Stellen
speit Klamotten aus
Nach dem warmen Regen
Rinnen Tränen
Über die Plastikfolie
In die Pampe
Für Afrika
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Nach „Meine ersten Tiere“, „Meine ersten Farben“ und „Meine ersten Sachen“ gibt es jetzt ein neues Bilderbuch für die Allerkleinsten von Anna Süßbauer.


Anna Süßbauer: „Meine ersten Fahrzeuge“
Oetinger Verlag € 14,00
Pappbilderbuch ab 2 Jahren


Ich glaube, ich muss gar nicht viel dazu schreiben. Die Beispielseiten sprechen für sich.
Vom Laufrad bis zum U-Boot ist alles dabei.
Mit ihren Farben und (manchmal) besonderen Formen laden die Illustrationen zum Blättern, Reden und zum Erlernen erster Wörter ein.

Hier geht es zur Website von Anna Süßbauer.
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Auf tagesschau.de gefunden.
Von Jakob Mayr, ARD Brüssel

Auf dem Weg zur Klimaneutralität
EU-Kommission verkündet Etappenziel für 2040

Die EU will bis 2050 klimaneutral werden. Nun präsentiert die Kommission ein Etappenziel für 2040. Doch vor der Europawahl scheuen sich Regierungen, ihre Bevölkerung auf Veränderung und Verzicht einzustellen.
Europas Kampf gegen den Klimawandel gleicht einem Marathon: Je weiter die EU-Staaten vorankommen, desto größer werden die Anstrengungen. Die erste Marke ist gesetzt – bis 2030 will die EU ihren Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase im Vergleich zu 1990 um 55 Prozent senken.
Die dafür nötigen Gesetze sind weitgehend beschlossen, umsetzen müssen sie die Mitgliedsstaaten. Bis zur Mitte des Jahrhunderts will die EU klimaneutral sein, also unter dem Strich nicht mehr Klimagase ausstoßen als durch Aufforstung oder CO2-Speicherung eingespart werden.
Für den Zeitraum dazwischen schlägt die EU-Kommission jetzt ein neues Etappenziel vor: Sie will Europas Emissionen bis 2040 um 90 Prozent gegenüber 1990 reduzieren.
Hier finden Sie den kompletten Artikel.

Dienstag, 7.November


Heute haben
Johann Gottfried Schnabel * 1692
Fritz Reuter * 1810
Albert Camus * 1913
Antonio Skármeta * 1940
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Atemlos

Federleicht
Fast schwerelos
Kommt sie daher, die kleine Angst
Sie lächelt dich an
Keine Sorge
Sagt sie
Halt ein und vertrau mir
Ich will dir nur helfen
Sagt sie
Bevor sie den Stachel in dich gräbt
Und das Gift
Das den Winzling zum Monster macht
In dein Hirn strömt
Deine Haare stehen zu Berge
Dein Herz friert ein
Nichts geht mehr
Bis du den Atem wiederfindest
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Ein einzigartiges Zeitdokument:


Beate Storz: „Die lange Kette“
Die Friedensbewegung in Neu-Ulm im Herbst 1983
Stadt Neu-Ulm, Stadtarchiv € 15,00

Diese Neuerscheinung gibt einen neuen Blick auf die Menschenkette von Neu-Ulm nach Stuttgart-Vaihingen, als am 22. Oktober 1983 hunterttausende Menschen händereichend gegen die Stationierung von Pershing II-Atomraketen demonstrierten. Zum 40. Jahrestag dieses Großereignisses hat die Autorin Beate Storz neue und verborgene Archivalien, nicht nur in Neu-Ulm, zusammengetragen und hat von Zeitzeugen und Zeitzeuginnen aus erster Hand Geschichten erfahren, die dieses Buch zu einem umfassenden Werk zur Planungs- und Umsetzungsgeschichte der Menschenkette machen.
Die broschierte Ausgabe hat auf 100 Seite, neben den Berichten der ZeitzeugInnen, viele Fotos und Dokumente versammelt, wie es noch nie zu sehen war.

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Heute Abend bei uns in der Buchhandlung.
Beginn: 19 Uhr

Montag, 6.November

Heute haben
Robert Musil * 1880
Michael Cunningham * 1952
Karin Fossum * 1954
Geburtstag
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Conrad Ferdinand Meyer
Novembersonne

In den ächzenden Gewinden
Hat die Kelter sich gedreht,
Unter meinen alten Linden
Liegt das Laub hoch aufgeweht.

Dieser Erde Werke rasten,
Schon beginnt die Winterruh –
Sonne, noch mit unverblassten,
Goldnen Strahlen wanderst du!

Ehe sich das Jahr entlaubte,
Gingen, traun, sie müßig nie,
Nun an deinem lichten Haupte
Flammen unbeschäftigt sie.

Erst ein Ackerknecht, ein Schnitter,
Und ein Traubenkoch zuletzt
Bist du nun der freie Ritter,
Der sich auf der Fahrt ergetzt.

Und die Schüler, zu den Bänken
Kehrend, grüßen jubelvoll,
Hingelagert vor den Schenken,
Dich als Musengott Apoll.
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Unser Sachbuchtipp:


Alice Hasters: „Identitätskrise
Hanser Verlag € 20,00

Mit großer Begeisterung habe ich das neue Buch von Alice Hasters gelesen. Sie nimmt uns mit auf eine Reise durch die Geschichte Deutschlands, der BRD, den Kolonialismus, die Globalisierung und schreibt in vielen Schleifen über Nebensächlichkeiten in den Zeitläuften, die sich für das Verständnis unserer Krisen als sehr wichtig herausstellen.
Zuerst definiert sie das Wort „Identität“ und sieht es als eine lange Erzählung über uns selbst, die sich auch noch Jahren und Jahrzehnten nicht verändert hat. Wenn nun aber verschiedene Erzählungen aufeinanderprallen und das System des kapitalistischen, freien Westens über alles gestülpt wird, heisst es immer wieder seine eigene Erzählung zu überprüfen.
Hasters schreibt in einem nicht wissenschaftlichen Ton, berichtet aus ihrer Kindheit und verknüpft die damaligen Erinnerungen an die Weltgeschichte. So entsteht ein sehr klares Bild unserer diversen Krisen, angefangen mit der Klimakrise, die sich aus unserem Wirtschaftssystem entwickelt hat. Ihre Lösungsvorschläge sind radikal, die Wirklichkeit, die Vergangenheit war jedoch deutlich brutaler und hat sehr viele Menschenleben gekostet und Leid und Elend auf die Welt gebracht.

Leseprobe

Auf NDR finden Sie eine Buchbesprechung und ein Interview mit der Autorin:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Alice-Hasters-Wir-koennen-nicht-so-weitermachen,audio1501704.html
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Morgen Abend stellen wir wieder vier neue Romane vor.
Um 19 Uhr geht es los.
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Donnerstag, 28.September


Heute haben
Prosper Mérimèe * 1803
Albert Vigoleis Thelen * 1903
Ellis Peters * 1913
Siegfried Unseld * 1924
Donna Leon * 1942
Helen Oyeyemi * 1984
Geburtstag
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„Der Schriftsteller sucht im Grunde nicht die Wahrheit, sondern seine Wahrheit. Erst jenseits der Aktualitäten beginnt für ihn die Wirklichkeit.“
Siegfried Unseld
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Jetzt als Taschenbuch:


Stefan Hertmans: „Der Aufgang
Aus dem Niederländischen von Ira Wilhelm
Diogenes Verlag € 15,00

Was für ein Buch, was für ein Stoff, was für eine Geschichte.
Stefan Hertmans ist bekannt für seine Romane, die auf Tatsachen beruhen und sehr genau recherchiert sind. Sind es Romane, romanartig geschriebene Dokumentarbücher, oder stark erzählte Biografien?
Ein früherer Roman „Krieg und Terpentin“ war 2017 für den International Man Booker Price ­nominiert und jetzt folgt wieder ein unglaubliches Buch, das ich einem fast 90 jährigen Kunden in die Hand drückte, der in den Niederlande aufgewachsen ist. Drei Tage später meldet er sich wieder und meinte, dass er das alles so erlebt habe.
Stefan Hertmans kaufte in Gent ein heruntergekommenes Haus, das vor sich hinmodert. Der Verkäufer sagte damals schon, dass darin ein ganz besonderer Mann mit seiner Familie gewohnt hatte. Auf dem Kaminsims stand die Hitlerbüste. Aber sonst sei er halt ein fehlgeleiteter Kopf gewesen.
War das wirklich so? War Willem Verhulst nur etwas verdreht und warum hat er dann seine Landsleute ans Messer geliefert und in KZs verschicken lassen? Wie hielt es seine pazifistische Ehefrau mit ihm aus? Wie lebte es sich in einem zerissenen Land mit verschiedenen Sprachen, dem Hass gegenüber den anderen Bevölkerungsgruppen, wenn der Ehemann und Vater zur SS geht?
Stefan Hertmans hat daraus einen unglaublich interessanten, flott zu lesenden Memoir-Roman gelesen, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Leseprobe
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Jetzt schon mal vormerken:

Am kommenden Dienstag, den 3.Oktober, (Achtung Feiertag) stellen wir wieder vier neue Romane vor.
Clemens Grote liest aus:

Birgit Mattausch: Bis wir Wald werden
Wolf Hass: Eigentum
Drago Jancar: Als die Welt entstand
Lina Nordquist: Mein Herz ist eine Krähe

„Die erste Seite“ am 3.Oktober ab 19 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
Wir freuen uns auf Ihren/Euren Besuch.


Dienstag, 5.September

Heute haben
Christoph Martin Wieland * 1733
August Wilhelm von Schlegel * 1767
Heimito von Doderer * 1896
Arthur Koestler *1905
Lily Brett 1946
Geburtstag
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„Der Wein gibt Witz und stärkt den Magen.“
Christop Martin Wieland
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Unser Buchtipp:


Jami Attenberg: „Bis hierher war’s ein weiter Weg

Mein ach so grandioses Leben als Autorin
Aus dem Amerikanischen von Barbara Christ
Schöffling Verlag € 26,00
All the Way to Meet You
Writing Myself Home
Amerikanische Ausgabe € 14,90

Seit ihrem ersten Buch in deutscher Übersetzung, „Die Middlesteins“, haben wir alle folgenden Neuerscheinungen der us-amerikanischen Autorin bei uns auf dem Neuerscheinungstisch. Als sie noch in Brooklyn lebte, fuhr sie jährlich für ein paar Monate nach New Orleans, um einen weiteren Roman zu schreiben. Mittlerweile lebt sie dort fest.
Mit Bis hierher war’s ein weiter Weg hat sie einen weiteren Höhepunkt in ihrem Schaffen erreicht.
Das Reisen steckt Jami Attenberg wohl in den Genen, denn ihr Vater war schon Handlungsreisender. Und so zieht sich dieses Thema durch ihr autobiographisches Buch. Stundenlange, tagelange Fahrten auf ihren Lesereisen und zu Veranstaltungen mit ein paar handvoll ZuhörerInnen, präg(t)en ihren Alltag. Reise ich oder laufe ich weg, kann man im Buch lesen. Aber es ist auch eine Reise durch ihr Werk, durch Literatur allgemein und eine Reise durch ihr bewegtes Leben als Frau, das sie mit unglaublichem Humor beschreibt, sich selbst auf die Schippe nimmt, obwohl es einige Aufs und Abs gibt.
Jami Attenberg erzählt dies nicht chronologisch, sondern mäandert mal hier- mal dorthin und hüpft durch die Zeiten. Ihr ist mit diesem Roman-Essay eine wunderbare Liebeserklärung an die Kunst des Schreibens gelungen.
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Haben Sie Lust auf einen Vater-Sohn Roadtrip in einem ollen Camper durch das vereiste Niemandsland in den USA? Auf die Geschichte der alten Mutter als Schwimmerin, die ins Vergessen hinübergleitet? Oder auf das Porträt zweier Frauen aus verschiedensten Jahrhunderten in den Marschlande bei Hamburg? Oder auf das Buch des Jahres in Schweden?
Dann kommen Sie doch heute abend zu uns in die Buchhandlung.

Clemens Grote liest, im Rahmen unserer 1.Seite, aus vier neuen Romanen.
Der Eintritt ist wie immer frei.
Wir beginnen pünktlich.
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Afrika und der Klimawandel
Mit voller Wucht

Von Sandra Biegger, SWR auf tagesschau.de

Die Menschen auf dem afrikanischen Kontinent verursachen einen Bruchteil der klimaschädlichen Treibhausgase – bekommen die Folgen der Erderwärmung aber mit voller Härte zu spüren. Das zeigt ein Bericht der Weltwetterorganisation.
Die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf feiert in diesen Tagen Geburtstag. Vor 150 Jahren wurde sie gegründet, um die weltweite Zusammenarbeit der meteorologischen Dienste voranzutreiben. Immer häufiger beschäftigt sich die UN-Organisation auch mit den globalen Auswirkungen des Klimawandels, die bereits auf der ganzen Welt zu spüren sind.
Afrika habe aber besonders darunter zu leiden, sagt Chris Hewitt von der WMO. Es sei zwar nicht Aufgabe seiner Organisation, Fragen globaler Gerechtigkeit zu klären, die Fakten seien jedoch klar. „Die afrikanischen Länder stoßen weniger CO2 aus als andere Regionen der Welt. Dennoch sind sie gleich stark vom Klimawandel betroffen – wenn nicht noch mehr“, erklärt er.

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Freitag, 1.September


Heute haben
Blaise Cendras * 1887
Friedrich Jünger * 1898
Andrei Platonow * 1899
Willem Frederik Hermans * 1921
Martin Stade * 1931
Annie Ernaux * 1940
António Lobo Antunes * 1942
Andreas Maier * 1967
Geburtstag
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Eduard Mörike
Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
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Dienstag, 5.September, 19 Uhr
„Die erste Seite“
Wir stellen wieder vier neue Romane vor.
Clemens Grote liest aus
Richard Ford: Valentinstag
Ia Genberg: Details
Julie Otsuka: Solange wir schwimmen
Jarka Kubsova: Marschlande

Wir beginnen pünktlich, der Eintritt ist kostenlos.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

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Longlist für den Deutschen Buchpreis 2023

Der Deutsche Buchpreis hat die 20 Titel umfassende Longlist für die Auszeichnung veröffentlicht. Seit Ausschreibungsbeginn wurden dafür 196 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2022 und dem 19. September 2023 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind oder noch erscheinen.

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Tomer Dotan-Dreyfus: Birobidschan (Verlag Voland & Quist, Februar 2023)
  • Raphaela Edelbauer: Die Inkommensurablen (Klett-Cotta, Januar 2023)
  • Sherko Fatah: Der große Wunsch (Luchterhand Literaturverlag, August 2023)
  • Elena Fischer: Paradise Garden (Diogenes Verlag, August 2023)
  • Charlotte Gneuß: Gittersee (S. Fischer Verlag, August 2023)
  • Luca Kieser: Weil da war etwas im Wasser (Picus Verlag, August 2023)
  • Angelika Klüssendorf: Risse (Piper Verlag, August 2023)
  • Sepp Mall: Ein Hund kam in die Küche (Leykam Verlag, August 2023)
  • Terézia Mora: Muna oder Die Hälfte des Lebens (Luchterhand Literaturverlag, August 2023)
  • Thomas Oláh: Doppler (Müry Salzmann Verlag, Februar 2023)
  • Angelika Overath: Unschärfen der Liebe (Luchterhand Literaturverlag, April 2023)
  • Necati Öziri: Vatermal (claassen, Juli 2023)
  • Teresa Präauer: Kochen im falschen Jahrhundert (Wallstein Verlag, Februar 2023)
  • Anne Rabe: Die Möglichkeit von Glück (Klett-Cotta, März 2023)
  • Kathrin Röggla: Laufendes Verfahren (S. Fischer Verlag, Juli 2023)
  • Tonio Schachinger: Echtzeitalter (Rowohlt Verlag, März 2023)
  • Sylvie Schenk: Maman (Carl Hanser Verlag, Februar 2023)
  • Clemens J. Setz: Monde vor der Landung (Suhrkamp Verlag, Februar 2023)
  • Tim Staffel: Südstern (Kanon Verlag Berlin, September 2023)
  • Ulrike Sterblich: Drifter (Rowohlt Verlag Hundert Augen, Juli 2023)

Wir haben drei junge AutorInnen mit ihren Erstlingswerken zu uns in die Buchhandlung eingeladen. Jetzt stellt sich heraus, dass alle drei Romane auf der Longlist zu finden sind.
Wir freuen uns.
Am Donnerstag, 21. September kommt Luca Kieser mit „Weil da war etwas im Wasser„,
am Dienstag, 26. September kommt Charlotte Gneuß mit „Gittersee“ und
am Donnerstag, 22. Februar 2024 kommt Elena Fischer mit „Paradise Garden“ zu uns.

In die vh Ulm, in den Club Orange haben wir Judith Hermann mit ihrem neuen Buch „Wir hätten uns alles gesagt“ eingeladen und
am Freitag, den 3.November liest Germana Fabiano aus ihrem Buch „Mattanza“, dem ersten Roman der Autorin, der vom Italienischen ins Deutsche übertragen worden ist.

Auf https://jastram-buecher.de/veranstaltungen und https://jastramkultur.blog/veranstaltungen/ finden Sie noch mehr Veranstaltungen in unserer Buchhandlung. So z.B. die Leuchtobjekte von Ebo Leichtle während der Kulturnacht, unseren Bücherabend, in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte und vieles mehr.

Dienstag, 1.August

Ulmer Bindertanz

Heute haben
Herman Melville * 1819
Peter Kast * 1894
Ernst Jandl * 1925
Bernward Vesper * 1938
Guus Kuijer * 1942
Geburtstag
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Johann Wolfgang Goethe
Dem aufgehenden Vollmonde

Willst du mich sogleich verlassen?
Warst im Augenblick so nah!
Dich umfinstern Wolkenmassen,
Und nun bist du gar nicht da.

Doch du fühlst, wie ich betrübt bin,
Blickt dein Rand herauf als Stern!
Zeugest mir, daß ich geliebt bin,
Sei das Liebchen noch so fern.

So hinan denn! hell und heller,
Reiner Bahn, in voller Pracht!
Schlägt mein Herz auch schmerzlich schneller,
Überselig ist die Nacht.
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Jetzt als Taschenbuch:


Jens Liljestrand: „Der Anfang von morgen
Aus dem Schwedischen von: Thorsten Alms, Karoline Hippe, Franziska Hüther, Stefanie Werner
S.Fischer Verlag € 14,00

Als das Buch vor einem Jahr als gebundene Ausgabe erschienen ist, war es einer der ersten Romane, die den Klimawandel und die großen Brände (hier in Schweden) zum Thema machte. Nach diesem heissen Sommer ist es noch viel aktueller geworden.
Die Wälder brennen und es wird danach viele Vermisste und Tote geben.
Jens Liljestrand will aber kein Weltuntergangsszenario beschreiben. Er will in seinem Buch die Blickrichtung auf die Menschen richten. Was machen Menschen in so einer Extremsituation? Wie verhalten sie sich? Wie reagieren sie auf andere Menschen in ihrem Umfeld? Liljestrand lässt dabei vier Menschen zu Wort kommen, die auch von vier Personen übersetzt worden sind.
Da ist Didrik, der mit seiner Familie im Herzen Schweden in einer Waldhütte seinen Urlaub verbringt. Zu lange warten sie, bis sich entschließen, aufzubrechen. Dass dann das Auto, durch die Hitze, nicht mehr anspringt, macht die Situation noch gefährlicher. Daneben gibt es noch eine junge Influencerin, den Sohn einer Tennislegende und Didriks älteste Tochter Vilja, die am Ende des Romanes die Zügel in die Hand nimmt. Es sind die Jungen, die sich wehren, die kämpfen, die sich einsetzen und ihr Leben riskieren.

„Ich habe den Roman nicht geschrieben, damit Leute jetzt feststellen, dass es den Klimawandel gibt – das ist bekannt. Was mein Roman kann: helfen, die eigene Gefühlswelt auszudrücken – Verzweiflung oder Wut oder Trauer oder Resilienz. Das kann Kultur. Wir werden den Klimawandel nicht mit Kultur stoppen. Dafür brauchen wir Wissenschaft und Technologie. Aber Kultur lässt Menschen sich selbst und andere erkennen.“

„Der Anfang von morgen“ ist ein prallvoller Roman, über den ich noch seitenlang schreiben könnte, so viele Geschichten sind darin verwoben, in denen es um auch um Liebe und Betrug, politische Engagement und heftige Diskussionen geht.
Liljestrand möchte nicht erklären und physikalische Zusammenhänge aufdröseln. Er nimmt uns mittenhinein in ein mögliche Zukunft, die schon Wirklichkeit geworden ist. Wir hören es knistern und knacken, wir spüren die Hitze und das Brüllen der Feuersbrunst und meinen direkt neben den Personen zu stehen.

„Wenn Sie diesen Roman gelesen haben und mehr über den Klimawandel wissen wollen: Lesen Sie keine Romane. Informieren Sie sich lieber darüber, was Ihre Regierungen und Wissenschaftler dazu sagen.“, schreibt der Autor.

John Ironmonger, Autor von „Der Wal und das Ende der Welt“ schreibt:
„Atemberaubend und kraftvoll. Eine aufwühlende, beeindruckende Geschichte, unverzichtbar für unsere Zeit.“
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„Die erste Seite“

Heute abend liest Clemens Grote aus vier literarischen Neuerscheinungen.
Wir sind mit Johanna Sebauer im heissen Sommer in Kärnten im kleinen Kaff Nincshof, mit Emma Cline bei den Reichen am Meer in den Hamptons, mit Yves Ravey im dramatischen Sommerurlaub in Taormina und räumen mit Doris Knecht ihre alte Wohnung und das alte Leben auf.

Beginn ist 19 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 27.Juli

Heute haben
Alexandre Dumas * 1824
Giosuè Carducci * 1835 (Nobelpreis 1906)
Hilde Domin * 1909
Julien Gracq * 1910
Asta Scheib * 1939
Felicia Zeller * 1970
Geburtstag
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Hilde Domin
Es gibt dich

Dein Ort ist
wo Augen dich ansehen.
Wo sich Augen treffen
entstehst du.

Von einem Ruf gehalten,
immer die gleiche Stimme,
es scheint nur eine zu geben
mit der alle rufen.

Du fielest,
aber du fällst nicht.
Augen fangen dich auf.

Es gibt dich
weil Augen dich wollen,
dich ansehen und sagen
daß es dich gibt.
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Unser Musiktipp:


Keith Jarrett spielt Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)
Cembalosonaten Wq.49 Nr.1-6 „Württembergische“
ECM € 29,99

„I’d heard the sonatas played by harpsichordists, and felt there was room for a piano version“, sagt Jarrett.
Ja, recht hat er, der Ausnahmepianist, der sowohl als Solist, im Trio in den Bereich Jazz und Klassik brilliert.
Keith Jarrett ist Ende 70, hat zwei Schlaganfälle hinter sich und sagt, dass er nicht mehr öffentlich auftreten kann und wird. Diese Aufnahme entstand 1994 in seinem eigenen Studio und wurde jetzt zum ersten Mal veröffentlicht.
Was für eine wohltuende Musik, gerade in unserer hektisch, durchgedrehten Zeit. Jarrett bringt die Musik zum fließen. Sie klingt noch nach in ihrer Stimmigkeit.
Da ich kein Musikexperte bin, mir diese Musik einfach sehr gut gefällt, hören Sie doch einfach in die Hörprobe hinein.

Sonate Nr.1
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Einfach mal zurücklehnen und zuhören. Nehmen Sie Sie sich n Stündchen Zeit.

Jastrams 1.Seite am Dienstag, 1.August, 19 Uhr
Clemens Grote liest aus vier Neuerscheinungen
Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei

Freitag, 30.Juni

Heute haben
Friedrich Theodor Vischer * 1807
Czeslaw Milosz  * 1911 (Nobelpreis 1980)
Philippe Jacottet * 1925
Assia Djebar * 1936
Otto Sander * 1941
Juli Zeh * 1974
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Christian Morgenstern
Mensch und Blitz

Nächtiges Gewitterlicht,
schütte rings um dieses Haus
deines Blendwerks Fülle aus,
doch es selber rühre nicht.

Denn in seinem Dunkel schläft,
der dich sein Geschwister heißt.
Blitze, wenn ihr diesen träft,
träft ihr Geist von eurem Geist.
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Noch ein paar Fotos zu unserer Ausstellung in den Schaufenstern der Buchhandlung.





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Auf tagesschau.de am 29.Juni gefunden:

Zweitsonnigster Juni seit Aufzeichnungsbeginn

Der diesjährige Juni ist laut dem Deutschen Wetterdienst der zweitsonnigste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Mit mehr als 300 Stunden lag der Monat deutlich über dem Sollwert. Zudem war er deutlich wärmer als im langjährigen Schnitt.
Der Juni war nach der vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit knapp 305 Stunden Sonnenschein der zweitsonnigste seit Beginn der Aufzeichnungen. Damit lag der Monat um rund 50 Prozent über dem durchschnittlichen Wert von 203 Stunden, wie der DWD nach ersten Auswertungen seiner rund 2000 Messstationen mitteilte.
Außerdem war es der 14. zu warme Juni in Folge. So lag das Temperaturmittel mit 18,5 Grad um 3,1 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 2,1 Grad.
Regional zeigte sich die überdurchschnittlich hohe Temperatur sogar noch auffälliger. Im Südwesten Deutschlands war der Juni im Vergleich zu den Jahren 1961 bis 1990 mehr als vier Grad wärmer. Aus dem Oberrheingraben seien bis zu 29 Sommertage und lokal, wie in Waghäusel-Kirrlach (Baden-Württemberg), sogar 13 heiße Tage gemeldet worden, teilte der DWD weiter mit. Am heißesten war es am 22. Juni im oberbayerischen Reit am Winkl, wo die Temperatur auf 35,7 Grad stieg. In Sohland in Südostsachsen sank das nächtliche Thermometer am 3. Juni hingegen mit minus 0,7 Grad sogar in den leichten Frostbereich.

Starkregen und massive Trockenheit

Anhaltende Sommerhitze wurde im letzten Monatsdrittel verzeichnet: Vielfach war es drückend heiß. Vor allem über der nördlichen Mitte Deutschlands kam es zu heftigen Gewittern und Starkregen mit enormen Niederschlagsmengen. Trotzdem fielen im Juni 2023 mit durchschnittlich rund 51 Litern pro Quadratmeter nur knapp 60 Prozent des Niederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990. Üblich gewesen wären 85 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.
Doch davon war in einem Gebietsstreifen von Nordrhein-Westfalen bis Berlin nichts zu spüren, als Gewitter und Starkregen zu regionalen Monatsmengen von mehr als 120 Liter pro Quadratmeter führten. Den höchsten Tagesniederschlag gab es am 22. Juni in Bad Berneck im Fichtelgebirge während eines Unwetters mit 120,7 Litern Niederschlag pro Quadratmeter. Im äußersten Norden, in Rheinland-Pfalz und im Saarland verstärkte sich hingegen die Trockenheit massiv. Dort fielen im ganzen Monat teilweise weniger als zehn Liter Niederschlag pro Quadratmeter.
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Dienstag, 4.Juli, 19 Uhr
Clemens Grote liest aus:
Franzobel: Einsteins Hirn
Percival Everett: God’s Country
Dorothy Gallagher: Und was ich Dir noch erzählen wollte
Ewald Frie: Ein Hof und elf Geschwister

Kommen Sie und genießen Sie eine Stunde pralle Literatur mit der Stimme von Clemens Grote.
Eintritt frei.

Mittwoch, 28.Juni

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Heute haben
Jean-Jacques Rousseau * 1712
Anton Philipp Reclam * 1807
Luigi Pirandello * 1867
Berthold Viertel * 1885
Eric Ambler * 1909
Jürg Federspiel * 1931
Juan José Saer * 1937
Marlene Streeruwitz * 1950
Geburtstag
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Heinrich von Kleist
An S[ophie] v. H[aza]

(als sie die Kamille besungen wissen wollte)

Das Blümchen, das, dem Tal entblüht,
Dir Ruhe gibt und Stille,
Wenn Krampf dir durch die Nerve glüht,
Das nennst du die Kamille.

Du, die, wenn Krampf das Herz umstrickt,
O Freundin, aus der Fülle
Der Brust, mir so viel Stärkung schickt,
Du bist mir die Kamille.
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Unser Buchtipp:


Andrea Schomburg, Nikolaus Heidelbach: „Schimpfwörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt
Mit 50 Aquarellen von Nikolaus Heidelbach
DuMont Verlag € 20,00

Nach „Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt“, folgen jetzt 50 Schimpwörter, die wir zum größten Teil wohl noch nie gehört haben.
Gut, wir kennen wahrscheinlich den Entaklemmer, den Halbdackel und den Dipfalesscheisser, aber was ist ein Pienzje (saarländisch), ein Bullerballer (plattdeutsch), oder ein Kluntjeknieper (ostfriesisch)?
Andrea Schomburg hat bei DuMont die Bändchen „Der geheime Ursprung der Wörter“ und „Der geheime Ursprung der Redensarten“ veröffentlich und schreibt in einem ausführlichen Vorwort, wie sie von ihrer Großmutter aus Suhl das erste Wort, das man nicht sagen durfte, hörte. Sogar in den Buddenbrooks wird auf diese Weise geschimpft und geflucht, hat sie herausgefunden.
So können wir uns kreuz und quer durch den deutschsprachigen Raum schimpfen. Von Friesland, über das Berner Oberland, bis hinein nach Österreich. Und vielleicht lassen wir dann auch mal die fünfe gerade sein und führen uns nicht auf wie ein Dipfalesscheisser, ein Mensch, der in „hohem Maße pingelig und genau ist, der sich immer in Kleinigkeiten verliert und auch für seine Umwelt eine echte Prüfung darstellt“. Also halt so ein richtiger Korintenkacker.
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Mittwoch, 28.Juni, 19:30 Uhr
Freilichtforum der Glaspyramide
Lesung mit Franzobel: „Einsteins Hirn“
Moderation: Ingo Bergmann, Bibliotheksgesellschaft Ulm e. V.
In Kooperation mit dem Museum „Die Einsteins“
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Dienstag, 4.Juli, 19 Uhr
„Die erste Seite“

Wir stellen vier neue Bücher vor.
Es liest Clemens Grote.
Bei uns in der Buchhandlung. Eintritt frei
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