Mittwoch, 12.Juni

Heute haben
Johanna Spyri * 1827
Djuna Barnes * 1892
H.C.Artmann * 1921
Anne Frank * 1929
Christoph Meckel *1935
Wolfgang Herrndorf * 1965
Geburtstag
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Johann Wolfgang von Goethe

In Lebensfluten, im Tatensturm
Wall ich auf und ab,
Webe hin und her!
Geburt und Grab,
Ein ewiges Meer,
Ein wechselnd Weben,
Ein glühend Leben,
So schaff ich am sausenden Webstuhl der Zeit
Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid.

aus: Faust. Der Tragödie erster Teil, Nacht, Geist zu Faust
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Caz Hildebrand und Jacob Kenedy: „Die Geometrie der Pasta
Die perfekte Form + Die perfekte Sauce = Das perfekte Essen
DuMont Verlag € 28,00

Nudeln sind das Wohlfühlgericht schlechthin – schnell, simpel und einfach lecker. Aber eines sind sie nicht: langweilig. Denn die Welt der Pasta ist – anders als dieses Buch – keinesfalls nur schwarz und weiß. Ihrer Form, Vielfalt und Kombination sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Ihre Expertise als Kochbuchgestalterin hat Caz Hildebrand schon in der Zusammenarbeit mit Nigella Lawson und Yotam Ottolenghi unter Beweis gestellt. Jetzt gelingt es ihr mit ihrem minimalistisch-grafischen Design, die oft als gewöhnlich angesehene Nudel als Hauptdarstellerin ins Spiel zu bringen. Das Buch enthält einhundert Saucenrezepte des hoch- gelobten Kochs Jacob Kenedy, dessen Restaurant Bocca di Lupo schon als ‚möglicherweise bester Italiener Englands‘ bezeichnet wurde.
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al dente. Pasta & Design
Ausstellung im HfG-Archiv, Am Hochsträß 8, 89081 Ulm
7. Juni 2024 – 19. Januar 2025
Das Projekt wird kuratiert von Dr. Stefanie Dathe, Dr. Martin Mäntele und Linus Rapp.
Ausstellungskatalog av edition € 34,00
Erscheint ca. 17.6.24



https://www.swr.de/swrkultur/kunst-und-ausstellung/museum-ulm-ausstellung-al-dente-pasta-design-100.html?mediaId=863eab0a-6066-33d0-a483-1ec971d5126c&

Was hat Pasta mit Design zu tun? Ob rustikale Orecchiette, elegante Tagliatelle oder kugelige Spätzle: Pasta, Spätzle und Nudeln kommen nicht zufällig in ihre Form, denn sie alle sind Ergebnis langer Traditionen, regionaler Kochkünste und nicht zuletzt auch der Hände und Maschinen, die sie fertigen. Eine formschöne Gestaltung gefällt nicht nur unseren Augen, auch unserem Gaumen schmeichelt eine harmonisch geschwungene Nudel besonders gut. Design als schöpferische Tätigkeit macht aus einem undefinierten Teigstück ein beliebtes Lebensmittel, das heute weltweit in serieller Massenfertigung auf die Teller kommt. Denn von einer Nudel allein ist noch niemand satt, geschweige denn glücklich geworden.

Von der Hand zur Maschine, aus der Keramikdose ins Weltall, vom Plakat zum Kommerz, aus dem Kochtopf ins Museum: Die Ausstellung „al dente. Pasta & Design“ beleuchtet die vielfältigen Berührungspunkte von Teigwaren und Gestaltung. Sie spürt der Frage nach, wie die Nudel in ihre Form kommt und was mit ihr in Küche und Designbüro gemacht wird. Zwischen Nudelholz und Industrie, Marketing und Nachhaltigkeit, Design, Handwerk und Kunst betrachtet sie die praktischen Formgeber in Küche und Industrie, das verlockende Kommunikationsdesign mit Plakaten, Verpackungen und Werbung, extravagante Pasta-Entwürfe von internationalen Stardesignern und Kreatives aus Kunst, Kommerz und Küchenhelferszene.

Den passenden Rahmen findet die Ausstellung in der ehemaligen Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG), wo in den 1960er-Jahren Walter Zeischegg an der ersten Designerpasta überhaupt gearbeitet hat. Seither haben sich immer wieder internationale Architekten, Produkt-und Automobildesigner neuer Pastaformen angenommen, von Philippe Starck über Giorgio Giugiaro bis Walter de Silva.

Zwischen Handfertigung, vollautomatisierten Hightech-Pressverfahren und Pasta aus dem 3D-Drucker liegen nur zwei Jahrhunderte. So erzählt die Geschichte der Pastaformgebung zugleich vom wechselvollen Miteinander von Innovation und Technologie. Die Ausstellung „al dente. Pasta & Design“ im HfG-Archiv Ulm lädt mit einem multisensorischen Erlebnis dazu ein, die vermeintlich uns allen bekannte Teigware neu zu entdecken und Spaß an einer formschönen Gestaltung von Nudel und Objekt zu finden.

Open Call: al dente. Nudel gesucht! Wir suchen Entwürfe für eine neue Nudel.
Alle Infos auf nextmuseum.io
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Stadtbibliothek Ulm
„Kultur auf Stufen“

Mi, 12.6., 19:30 Uhr
Freilichtforum der Glaspyramide
Eintritt frei

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ anlässlich der 75 Jahre Grundgesetz

Schauspieler Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 nehmen das Grundgesetz von seiner Entstehung bis heute unter die Lupe. Zu Gehör gebracht werden literarische, philosophische und humoristische Texte u. a. von Susanne Baer, Max Czollek, Heinz Erhardt, Herta Müller, Heribert Prantl, sowie Sitzungsprotokolle des Parlamentarischen Rats, Briefe, Telegramme, Zeitungsartikel u. v. m. Die Musik für Bläserquintett stammt u. a. von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Paul Taffanel, August Klughardt, Richard Wagner, u.a.

Dienstag, 28.Mai


Heute haben
G.K.Chesterton * 1874
Ian Fleming * 1908
Patrick White * 1912
Walker Percy * 1916
Heinz G.Konsalik * 1921
Guntram Vesper * 1941
Frank Schätzing * 1957
Muriel Barbery * 1969
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Erstes Du

Leuchtende Augen
Im Spiegel deiner Liebe
Finde ich zu mir
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Für wenn es mal wieder heiss wird:

Agnes Prus und Yelda Yilmaz: „Hitzefrei
Vegetarische Küche für heiße Tage
Die besten Rezepte zum Abkühlen
DuMont Buchverlag € 28,00

Die beiden Foodbloggerinnen und Foodstylistinnen (so sagt man heute) stellen uns in diesem neuen Kochbuch Rezepete aus Ländern vor, die schon immer im Sommer mit große Hitze zu kämpfen haben. Bei solchen sommerlichen Temperaturen tun wir uns schwer mit schwäbischer Hausküche und langekochten Eintöpfen. Hier stehen knackige Salate, aromatisches Gemüse vom Grill und leichte Küche im Mittelpunkt. Dazu noch Nachtische und kühle Getränke:
Alles ohne viel Zutaten, oft ohne zu kochen, oder auch Rezepte unter der Überschrift „Schnell und einfach“.
Noch ein Kochbuch? Ja, warum nicht.
(Nichtsdestotrotz kochen wir heute im Übernachtungswohnheim im Roten Kreuz Linsen mit Spätzle)

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https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unwetter-versicherer-schaeden-milliarden-2023-100.html

Bilanz der Versicherer
Unwetter richten 2023 Milliardenschäden an

Im vergangenen Jahr sorgten Hagel, Stürme und Starkregen für Versicherungsschäden in Höhe von 5,7 Milliarden Euro – deutlich mehr als im Jahr zuvor. Die meisten Schäden entstanden dabei in Bayern und in Hessen.
Sturm, Hagel und Starkregen haben 2023 zu Schäden in Milliardenhöhe geführt. Auf 5,7 Milliarden Euro beziffert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die versicherten Schäden im vergangenen Jahr. „Das sind 1,7 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2022“, teilte der Hauptgeschäftsführer, Jörg Asmussen, in Berlin mit.
„Grund dafür sind vor allem schwere und teure Hagelschäden an Kraftfahrzeugen.“ Der bisherige registrierte Rekord lag dem Verband zufolge im Jahr 2021 mit 13,9 Milliarden.
In einer ersten Schätzung waren die Versicherer Ende vergangenen Jahres noch von einem niedrigeren Wert ausgegangen. Die Statistik wird seit Anfang der 1970er-Jahre geführt. …

Mittwoch, 15.Mai


Durch’s Land radeln für’s Stadtradeln
Stand heute: 3.217 km
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Heute haben
Arthur Schnitzler * 1862
Emily Dickinson * 1886
K.A.Porter * 1890
Michail Bulgakow * 1891
Max Frisch * 1911
Raymond Federman * 1928
Geburtstag
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Winfried Hermann Bauer
Die Welt unter deinen Füßen

Ein Heim
Ist ein Heim
Nur für wen, fragt sich
Wenn du nicht wirklich zu Hause bist
In dir
Mit dir
Wenn du den Teppich beleidigst
Über den du schleichst
Den du am Boden hältst
Obwohl er fliegen will
Wenn du dich zurückziehst
Auf dein Kanapee
Wo du dich mit einem wolkigen Display
Vor Augen
Der Welt verschließt

Warum nur
Ziehst du sie nicht aus, die Pantoffeln
Und spürst die Welt unter deinen Füßen
Geh in Kontakt
Mit den Haaren der Ziege
Mit dem Fell des Bären
Mit Gossyps Samenhaaren
Schmecke, sehe, höre, rieche
Zum Teufel mit den Allergenen
Verdammt
Es sei dir vergeben
Aller Gene Ziel bleibt doch
Weiß Gott
So glaube mir
Das Leben
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Es geht weiter. Mit voller Windstärke.


Caroline Wahl: „Windstärke 17
DuMont Verlag € 24,00

Einige Jahre sind vergangen seit Tilda die Kleinstadt verlassen hat, um zum Studieren zu gehen.
Zurück blieb ihre jüngere Schwester Ida und ihre alkoholkranke Mutter. Nach deren Tod beginnt für Ida ein neuer Lebensabschnitt. Zur Beerdigung hat sie es nicht geschafft. Abschiednehmen ist nicht ihre Sache. So findet sie sich auf Rügen wieder. Die längste Zugstrecke, die sie gefunden hat. Mit nicht mehr als dem alten verschrabbelten Hartschalenkoffer der Mutter, ein paar Klamotten und ihrem MacBook, um weiter an ihren Texten zu arbeiten. Ohne Plan und voller Trauer, Verzweiflung und großen Schulgefühlen wirft sie sich ins eiskalte Wasser und kämpft sich durch die hohen Wellen.
Mehr mag ich hier nicht verraten. Caroline Wahls zweiter Roman, einer Fortsetzung von „22 Bahnen“, ist trotz aller Trauer ein tröstliches Buch, ein Buch, das Hoffnung macht.
Ein intensives Leseerlebnis, das uns die Autorin in ihrer sehr eigenen Sprache, die wir aus dem ersten Roman kennen, hier präsentiert. Ein Muss für alle, die „22 Bahnen“ geliebt haben. Viel Vergnügen.
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Heute, Mi., 15.Mai, 19 Uhr
Hospiz Ulm

AnsprechBar: Best of Rundbriefe
Bei uns in der Buchhandlung

Do., 16.Mai, 19 Uhr
Stadthaus Ulm
Bund für Umwelt und Naturschutz
lädt ein:
Die kandidierenden Parteien und Wählergruppen zur Gemeinderatswahl am 9. Juni positionieren sich zu Umweltthemen und geben Antworten zu Fragen aus dem Publikum.

Freitag, 17.Mai, 19 Uhr
Uli Wittmann: „Wanderungen für Langschläfer auf der Schwäbischen Alb“

Ein Outdoor-Feuerwerk bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei
Uli Wittmann ist Vater von vier Kindern. Viele Jahre leitete er Pfadfindergruppen und sammelte dabei Ideen fürs Outdoor-Basteln. Er ist studierter Betriebswirt und Journalist. Als freier Redakteur arbeitet er für verschiedene Zeitschriften und schrieb etliche Wanderführer, davon einige für Familien. Uli Wittmann betreibt die erfolgreiche Website www.Kinderoutdoor.de sowie den gleichnamigen YouTube Kanal und stellt dort regelmäßig Ideen für Aktionen im Freien vor.

Mittwoch, 29.November


Heute haben
Wilhelm Hauff * 1802
Louisa May Alcott * 1832
C.S.Lewis * 1898
Carlo Levi * 1902
Gerti Tetzner * 1936
Gabriele Wolff * 1955
Geburtstag
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Joseph von Eichendorff
Winterlied

Mir träumt`, ich ruhte wieder
Vor meines Vaters Haus
Und schaute fröhlich nieder
Ins alte Tal hinaus,
Die Luft mit lindem Spielen
Ging durch das Frühlingslaub,
Und Blütenflocken fielen
Mir über Brust und Haupt.

Als ich erwacht, da schimmert
Der Mond vom Waldesrand,
Im falben Scheine flimmert
Um mich ein fremdes Land,
Und wie ich ringsher sehe:
Die Flocken waren Eis,
Die Gegend war vom Schnee,
Mein Haar vom Alter weiß.
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Fast schon ein Klassiker:


Nigel Slater: „Greenfeast
Frühling – Sommer und Herbst – Winter
Aus dem Englischen von Sofia Blind
DuMont Verlag je € 28,00

Der deutsche Untertitel heisst: „Das kleine Buch der grünen Küche“, im Original wird da gleichmal ein „Grünes Festmahl“ draus.

110 vegetarische Gerichte für die kalte Jahreszeit.
Einfach, schnell und höchstens 30 Minuten für die Vorbereitung.
Die Gerichte sollen uns wärmen, etwas verwöhnen und trotzdem nicht überladen sein. Gesund sollen sie sein und gute Laune verbreiten. Nigel Slater schaut natürlich, was überhaupt in diesen Jahreszeiten wächst. Und so gibt es Rezepte mit Polenta und Knoblauch, Kürbis und Porree, einfacher Blätterteig mit Käse und Gemüse, Kohl und Milchreis. Gerichte aus dem Topf, der Pfanne und dem Backofen.
Lassen Sie sich überraschen und nehmen Sie das kleinformatige Buch in die Hand. Schön in Leinen gebunden, mit zwei Lesebändchen und einer Goldprägung, ist es innen einfach und übersichtlich gestaltet. Ideal zum Durchblättern und Nachkochen.
Viel Vergnügen und guten Appetit.
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Auf tagesschau.de gefunden.
Vielleicht auch ein Grund, die OB-Wahl-Entscheidung zu überdenken.
Nur verwalten ist zu wenig. Auch in einer kleinen Großstadt wie Ulm.

Wasserverlust in Deutschland
Seit der Jahrtausendwende ein Bodensee weniger

Durch Hitzewellen und Dürren verliert Deutschland so viel Wasser wie kaum ein anderes Land. Das geht aus dem Klima-Monitoringbericht der Bundesregierung hervor. Er fordert Anpassungsstrategien.
Die Folgen der globalen Erderwärmung verschärfen sich – und Deutschland ist davon in besonderem Maß betroffen. Zu diesem Ergebnis kommt der dritte Klima-Monitoringbericht der Bundesregierung, den Umweltministerin Steffi Lemke und der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Dirk Messner, jetzt vorgestellt haben.
Laut dem Bericht hat sich die Lufttemperatur in Deutschland im Jahresdurchschnitt um 1,7 Grad erhöht – verglichen mit der vorindustriellen Zeit. Dieser Wert liegt demnach um 0,6 Grad Celsius höher als der globale Temperaturanstieg im selben Zeitraum. Und Deutschland gehört zu den Regionen mit dem höchsten Wasserverlust weltweit: Seit 2000 verliert das Land laut dem Bericht 2,5 Kubikkilometer Wasser pro Jahr – und damit seit der Jahrtausendwende rechnerisch in etwa die Menge des Bodensees.
„Die verheerenden Folgen der Klimakrise nehmen in erschreckendem Ausmaß zu“, sagte die Grünen-Politikerin Lemke. Dies zeige der Bericht „überdeutlich“. …

Hier geht es zum kompletten Artikel.

Samstag, 29. Juli

Heute haben
Simon Dach * 1605
August Stramm * 1874
Dag Hammarskjöld * 1905
Chester Himes * 1909
Mikis Theodorakis * 1925
Harry Mulisch * 1927
Sten Nadolny * 1942
Ulrich Tukur * 1957
Geburtstag
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August Stramm
Traum

Durch die Büsche winden Sterne
Augen tauchen blaken sinken
Flüstern plätschert
Blüten gehren
Düfte spritzen
Schauer stürzen
Winde schnellen prellen schwellen
Tücher reißen
Fallen schrickt in tiefe Nacht.
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Astrid Schulte: „Meine Schnitzwerkstatt
Mit 30 Schritt-für-Schrittanleitungen sicher schnitzen lernen.
Mit Kinder-Schnitzmesser und Kosmos-Plus APP
Kosmos Verlag € 24,00



Schnitzen für Kinder? Mit einem richtigen Messer? Kann das gut gehen?
Der Ulmer Uli Wittmann hat es mehrfach im Stadthaus Ulm gezeigt.
Die Schnitzfachfrau Astrid Schulte zeigt in diesem vielbebilderten Sachbuch, wie das funktioniert mit dem Messer. Wie das Messer zu halten ist und vieles mehr. Regeln und Techniken werden anschaulich erklärt.
Aber nicht nur das. Es geht nämlich raus in die Natur. Welches Holz kann ich benutzen? Zu welchem Baum gehört es? Dann geht eslos und wir schnitzen Rennautos, Schmuck, Tiere oder einen Katamaran und natürlich Pfeil und Bogen.
Mit den Videos für Kinder auf der Kosmos-Plus-App gibt es noch mehr zu entdecken.
Dabei ein Opinel-Kinderschnitzmesser mit Feststellring und abgeundeter Klinge.
Los geht’s.
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Nicht vergessen.
Dienstag und Mittwoch sind Literaturabende.
Am Dienstag, 1.August stellen wir in der Buchhandlung vier neue Romane vor.
Es liest Clemens Grote.
Am Mittwoch liest Caroline Wahl ab 19:30 Uhr aus ihrem Roman: „22 Bahnen“
Stadtbibliothek Ulm. Bei schönem Wetter im Freien.
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https://taz.de/Klimaaktivistin-von-Lkw-angefahren/!5946680/

Donnerstag, 27.Juli

Heute haben
Alexandre Dumas * 1824
Giosuè Carducci * 1835 (Nobelpreis 1906)
Hilde Domin * 1909
Julien Gracq * 1910
Asta Scheib * 1939
Felicia Zeller * 1970
Geburtstag
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Hilde Domin
Es gibt dich

Dein Ort ist
wo Augen dich ansehen.
Wo sich Augen treffen
entstehst du.

Von einem Ruf gehalten,
immer die gleiche Stimme,
es scheint nur eine zu geben
mit der alle rufen.

Du fielest,
aber du fällst nicht.
Augen fangen dich auf.

Es gibt dich
weil Augen dich wollen,
dich ansehen und sagen
daß es dich gibt.
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Unser Musiktipp:


Keith Jarrett spielt Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)
Cembalosonaten Wq.49 Nr.1-6 „Württembergische“
ECM € 29,99

„I’d heard the sonatas played by harpsichordists, and felt there was room for a piano version“, sagt Jarrett.
Ja, recht hat er, der Ausnahmepianist, der sowohl als Solist, im Trio in den Bereich Jazz und Klassik brilliert.
Keith Jarrett ist Ende 70, hat zwei Schlaganfälle hinter sich und sagt, dass er nicht mehr öffentlich auftreten kann und wird. Diese Aufnahme entstand 1994 in seinem eigenen Studio und wurde jetzt zum ersten Mal veröffentlicht.
Was für eine wohltuende Musik, gerade in unserer hektisch, durchgedrehten Zeit. Jarrett bringt die Musik zum fließen. Sie klingt noch nach in ihrer Stimmigkeit.
Da ich kein Musikexperte bin, mir diese Musik einfach sehr gut gefällt, hören Sie doch einfach in die Hörprobe hinein.

Sonate Nr.1
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Einfach mal zurücklehnen und zuhören. Nehmen Sie Sie sich n Stündchen Zeit.

Jastrams 1.Seite am Dienstag, 1.August, 19 Uhr
Clemens Grote liest aus vier Neuerscheinungen
Bei uns in der Buchhandlung
Eintritt frei

Mittwoch, 28.Juni

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Heute haben
Jean-Jacques Rousseau * 1712
Anton Philipp Reclam * 1807
Luigi Pirandello * 1867
Berthold Viertel * 1885
Eric Ambler * 1909
Jürg Federspiel * 1931
Juan José Saer * 1937
Marlene Streeruwitz * 1950
Geburtstag
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Heinrich von Kleist
An S[ophie] v. H[aza]

(als sie die Kamille besungen wissen wollte)

Das Blümchen, das, dem Tal entblüht,
Dir Ruhe gibt und Stille,
Wenn Krampf dir durch die Nerve glüht,
Das nennst du die Kamille.

Du, die, wenn Krampf das Herz umstrickt,
O Freundin, aus der Fülle
Der Brust, mir so viel Stärkung schickt,
Du bist mir die Kamille.
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Unser Buchtipp:


Andrea Schomburg, Nikolaus Heidelbach: „Schimpfwörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt
Mit 50 Aquarellen von Nikolaus Heidelbach
DuMont Verlag € 20,00

Nach „Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt“, folgen jetzt 50 Schimpwörter, die wir zum größten Teil wohl noch nie gehört haben.
Gut, wir kennen wahrscheinlich den Entaklemmer, den Halbdackel und den Dipfalesscheisser, aber was ist ein Pienzje (saarländisch), ein Bullerballer (plattdeutsch), oder ein Kluntjeknieper (ostfriesisch)?
Andrea Schomburg hat bei DuMont die Bändchen „Der geheime Ursprung der Wörter“ und „Der geheime Ursprung der Redensarten“ veröffentlich und schreibt in einem ausführlichen Vorwort, wie sie von ihrer Großmutter aus Suhl das erste Wort, das man nicht sagen durfte, hörte. Sogar in den Buddenbrooks wird auf diese Weise geschimpft und geflucht, hat sie herausgefunden.
So können wir uns kreuz und quer durch den deutschsprachigen Raum schimpfen. Von Friesland, über das Berner Oberland, bis hinein nach Österreich. Und vielleicht lassen wir dann auch mal die fünfe gerade sein und führen uns nicht auf wie ein Dipfalesscheisser, ein Mensch, der in „hohem Maße pingelig und genau ist, der sich immer in Kleinigkeiten verliert und auch für seine Umwelt eine echte Prüfung darstellt“. Also halt so ein richtiger Korintenkacker.
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Mittwoch, 28.Juni, 19:30 Uhr
Freilichtforum der Glaspyramide
Lesung mit Franzobel: „Einsteins Hirn“
Moderation: Ingo Bergmann, Bibliotheksgesellschaft Ulm e. V.
In Kooperation mit dem Museum „Die Einsteins“
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Dienstag, 4.Juli, 19 Uhr
„Die erste Seite“

Wir stellen vier neue Bücher vor.
Es liest Clemens Grote.
Bei uns in der Buchhandlung. Eintritt frei
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Donnerstag, 27.April

Heute haben
Marry Wollstonecraft * 1759
Cesare Pascarella * 1858
Arnold Höllriegel * 1883
Marta Karlweis * 1889
Cecil Day Lewis * 1904
Zhang Jie * 1937
Aminata Sow Fall * 1941
Geburtstag
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Heinrich Heine

Ich hab’ mir lang den Kopf zerbrochen,
Mit Denken und Sinnen, Tag und Nacht,
Doch deine liebenswürdigen Augen,
Sie haben mich zum Entschluß gebracht.

Jetzt bleib’ ich, wo deine Augen leuchten,
In ihrer süßen, klugen Pracht —
Daß ich noch einmal würde lieben,
Ich hätt’ es nimmermehr gedacht.
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Unser Buchtipp:

Caroline Wahl: „22 Bahnen
DuMont Verlag € 22,00

„Ich bin durch ›22 Bahnen‹ gerauscht und hellauf begeistert.
Herzerwärmend, fein, gnadenlos und richtig schön zugleich.“
Alina Bronsky

Hörprobe:

Leseprobe

Tilda lernt für ihr Mathematik-Studium, sitzt wegen des Geldes an der Supermarktkasse (sie versucht die KundInnen anhand der Produkte auf dem Förderband zu erkennen), kümmert sich um ihre kleine Schwester Ida (die mit ihr nur bei Regen ins Schwimmbad geht), macht den Haushalt und schaut immer wieder nach ihrer alkoholkranken Mutter. Ihre Schulfreundinnen sind alle weggezogen, studieren und sitzen in den großen Städten. Nur Tilda kommt nicht aus ihrem getakteten Alltag heraus.
Dies alles klingt düster und negativ. Weit gefehlt. Das Debüt der 1995 geborenen Autorin hat es in sich. Es macht, trotz der Härte, unglaublichen Spaß, ist voller Wortwitz, temporeich erzählt und wird nicht umsonst mit „tschick“ verglichen.
22 Bahnen schwimmt sie im Becken. Nicht mehr und nicht weniger. Als Viktor es ihr gleichtut, kommt einiges in Bewegung. 2 x 22 Bahnen und 2 Biografie, die aufeinandertreffen.
Auch sonst ergeben sich Neuigkeiten, da ihr einePromotionsstelle angeboten wird.
Caroline Wahl rührt nicht im Sentimentalbrei, sondern gibt ihrem Text nochmal so richtig Tempo.
Ein unerwarteter Liebling in diesem Frühjahr, der mich sehr berührt hat.
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Unsere Veranstaltung am Freitag, den 27.4., mit Milena Michiko Flašar ist jetzt schon gut besucht.
Bringen Sie ein Sitzkissen mit, damit die Plätze auf dem Teppichboden nicht so hart sind.
Wir freuen uns auf die Autorin und ihren neuen Roman „Oben Erde, unten Himmel„.

Donnerstag, 8.Dezember

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Der 8.Dezember mit Anke Raum
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Heute haben
Horaz * 65 v chr.
Bjornstjerne Bjornson * 1832 (Nobelpreis 1903)
John Banville * 1945
Bill Bryson * 1951
Louis de Bernières * 1954
Geburtstag
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Klabund
Winterschlaf

Indem man sich nunmehr zum Winter wendet,
Hat es der Dichter schwer,
Der Sommer ist geendet,
Und eine Blume wächst nicht mehr.

Was soll man da besingen?
Die meisten Requisiten sind vereist.
Man muß schon in die eigene Seele dringen
– Jedoch, da haperts meist.

Man sitzt besorgt auf seinen Hintern,
Man sinnt und sitzt sich seine Hose durch,
– Da hilft das eben nichts, da muß man eben überwintern
Wie Frosch und Lurch.
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Unser Jahresrückblick.Das Beste aus dem Januar.

Was für ein toller Fotoband:

Benjamin Grant / Timothy Dougherty: „Unsere Erde – vorher und nachher
250 Satellitenaufnahmen zeigen, wie wir die Welt verändern
Übersetzt von Nina Goldt
DuMont Verlag € 38,00

„Es liegt eine Kraft darin, die Welt von oben zu sehen.“
Benjamin Grant

Roger Willemsen beendet seinen schmales Buch „Wer wir waren“ mit Berichten von Menschen, die die Erde von „aussen“ gesehen haben und wie sich ihre Einstellung zu unserem Planeten geändert hat.
Hier haben wir Dank der modernen Technik phantastische Satellitenaufnahmen unserer Erde. Kunstwerke sind sie. Ob Wüstenlandschaften, der Suezkanal, die grauen Dächer von Neu Dehli, der Strand von Rimini, Industrie- und Straßenlandschaften, Flughäfen – so aus der Ferne betrachtet strahlen sie eine unglaubliche Schönheit aus. Die Gewächshäuser im Süden Spaniens gleichen einem großen Gemälde, Straßenzüge mit Einfamilienhäuser bilden Perlenketten in allen Farben.
Und gleichzeitig spielt in diesem Bildband der Faktor „Zeit“ eine große Rolle.
Wie hat sich unsere Erde in den letzten Jahrzehnten verändert. Die Auswirkungen von Konsum, Urbanisierung, Transportwesen und Umweltkatastrophen werden sichtbar gemacht: Im Niemandsland entstehen neue Städte, durch Brandrodung wird Agrarfläche nutzbar gemacht und durch neue Staudämme verschwinden ganze Landstriche peu à peu unter Wasser. Die Aufnahmen veranschaulichen aber auch, wie die menschliche Kraft für den Klimaschutz genutzt werden kann, z. B. durch die restlose Beseitigung des Mülls von 80.000 Besuchern beim Burning Man Festival.

Ein wunderschöner Bildband, der an eine Ausstellung mit riesigen Ölgemälden erinnert.
Und wenn wir das Museum verlassen brüllt uns der Straßenverkehr entgegen.


Freitag, 22.Juli

Vollmond über dem Latemar / Dolomiten vom Ritten aus gesehen. Foto: Margit

Heute haben
Karoline Pawlowa * 1807
Oskar Maria Graf * 1894
Tom Robbins * 1936
Arno Geiger * 1968
Geburtstag
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Detlev von Liliencron
Heimgang in der Frühe

In der Dämmerung,
Um Glock zwei, Glock dreie,
Trat ich aus der Tür
In die Morgenweihe.

Klanglos liegt der Weg,
Und die Bäume schweigen,
Und das Vogellied
Schläft noch in den Zweigen.

Hör ich hinter mir
Sacht ein Fenster schließen.
Will mein strömend Herz
Übers Ufer fließen?

Sieht mein Sehnen nur
Blond und blaue Farben?
Himmelsrot und Grün
Samt den andern starben.

Ihrer Augen Blau
Küßt die Wölkchenherde,
Und ihr blondes Haar
Deckt die ganze Erde.

Was die Nacht mir gab,
Wird mich lang durchbeben,
Meine Arme weit
Fangen Lust und Leben.

Eine Drossel weckt
Plötzlich aus den Bäumen,
Und der Tag erwacht
Still aus Liebesträumen.
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Gestern ging es um Wörter, die man nicht sagen soll,
heute geht es um ausgewanderte Wörter.

Matthias Heine: „Ausgewanderte Wörter
Von Deutschland in die ganze Welt
DuMont Verlag € 20,00

Nach seinem Buch „Eingewanderte Wörter“ dreht der Matthias Heine jetzt den Spieß um und zeigt uns deutsche Wörter, die in anderen Sprachen (leicht abgeändert) benutzt werden. „kindergarten“, „pretzel“ und „wurst“ kennen wir von den Us-Amerikanern, aber wussten Sie, dass auf Samoa „Benzin“ „pensini“, auf Papua-Neuguinea „Schubkarre“ „supkar“ heißt. Dass eine Minute 60 Sekunden hat, ist klar, aber dass die Inuit „minuti“ und „situnti“ benutzen, war mir fremd.
Kurios wird es, wenn andere Sprachen einen Germanismus nutzen, wo wir uns für einen Anglizismus entschieden haben. So nennen die Franzosen einen katastrophalen Absturz der Aktienkurse „krach“, während bei uns „Crash“ das deutsche Wort fast verdrängt hat. Was wir im Computerjargon „Firewall“ nennen, heißt bei den Russen „brandmauer“ und im Englischen bekommt man keinesfalls einen „Shitstorm“, sondern „flak“, so schreibt es der Autor.

Ungarisch: radirgumi
Englisch: schadenfreude
Swahili: shule
Polnisch: stempel
Bulgarisch: Bormaschina

sind weitere ausgewanderte Wörter und im Buch gibt es noch viele andere Beispiele.
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Hardy on Tour
Tag 56


148 km und 1600 HM von Bruyeres über den Col du Grand Ballon und Hartmannswillerkopf  nach Freiburg

Ziemlich geschafft, doch sehr erfüllt heut Abend in Freiburg bei Lisa angekommen. Ich darf auf einen richtig schönen Radtag zurückblicken. Durfte staunend die weiten  Ausblicke von den Höhen der Vogesen auf der „Route des Cretes“ erleben. Davor ein herrlich wohltuendes Bad im Lac de Longemer nehmen und beim Bäcker Drive In genüsslich frühstücken nach einer feuchten Nacht mit allerlei Nacktschnecken am und erfreulicherweise nicht im  Zelt.
Mein Weg führte mich bewusst zum Hartmannswillerkopf und zu der eindrucksvollen Gedenkstätte mit dem neu gestalteten Museum dort. Es wurde als deutsch-französisches Projekt 2017 von den Präsidenten Macron und Steinmeier der Öffentlichkeit übergeben und dokumentiert durchaus nachfühlbar die Schrecken dieses grausamen Stellungskrieges im 1. Weltkrieg, bei dem tausende junge Soldaten ihr Leben grausamst im Granathagel verloren haben.
Nach dieser schweren Kost tat die rauschende Abfahrt hinunter ins Elsaß so richtig gut und die flachen 76 km über Fessenheim nach Freiburg schaffte ich mit einer ausgiebigen Trinkpause dann vollends auf der vorvorletzten Rille ganz ordentlich.
Ja es war ein gutes Gefühl, als ich über die Rheinbrücke radelte und wieder in Deutschland eintraf. Schon so ein bisschen wie heimkommen und das hatte ich dann erst recht in Freiburg und vollends bei Lisa, wo Hirsesalat und Schokopudding auf mich warteten.
Und das Fußball Viertelfinale.