Dienstag, 26.September

Heute haben
T.S.Eliot * 1888
Victor O.Stomps * 1897
Ernst Schnabel * 1913
Minette Walters * 1949
Jane Smiley * 1949
Geburtstag
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„Ein Kuss ist der beste Weg, jemanden zum Schweigen zu bringen.
Ein Schlag in die Fresse tut es aber auch.“
Klaus Kinski
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Unser Bilderbuchtipp:


Marianne Dubuc: „Briefträger Maus in unglaublicher Mission
Übersetzt aus dem Französischen von Julia Süßbrich
Beltz&Gelberg Verlag € 12,95
Bilderbuch ab 3 Jahre

Jeden Morgen trägt Briefträger Maus (Facteur Souris, im Original) die Post aus. Und das macht er schon seit Jahren in mehreren Bilderbüchern. Jetzt allerdings kommt der gewitzte Poste ganz weit rum. Seine Rakete steht startbereit im Garten … und los geht’s. Ganz hoch hinaus, aber auch ganz runter in die Tiefsee. Er hat in seinem Wägelchen auch etwas für den Lebkuchenmann im Bonbonland und für die Außerirdischen auf Planet XYZ. Alle freuen sich über die zuverlässige Lieferung und wir haben jede Menge zum Anschauen, was sich sonst noch auf den jeweiligen Doppelseiten tummelt.

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Foto: Volkmar Thie/akg-images

Montag, 7.August

Heute haben
Joachim Ringelnatz *1883
Luisa Famos * 1930
Josef W.Janker * 1922
Wladimir Sorokin * 1955
Geburtstag
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Joachim Ringelnatz
Sommerfrische

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.

Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser
Weils wohltut, weils frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir,
dann spiel, was dir kommt.

Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.
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Unser Jugendbuchtipp:


Juliane Pickel: „Rattensommer
Beltz&Gelberg Verlag € 16,00
Jugendbuch ab 14 Jahren

„Sonny und ich, das funktioniert ungefähr so: Sonny: dicke Hose – ich: Kaninchen vor Schlange. Sonny: Was kostet die Welt? – ich: Wann geht sie unter? Sonny wirft einen Stein – ich bezahle die kaputte Scheibe.“

Der zweite Jugendroman, nach „Krummer Hund“, hat es wieder in sich.
Auf den ersten Moment klingt die Geschichte aufgesetzt und konstruiert. Sonnys Mutter wurde ermordet. Ihr Mörder Hagen Bender ist frei und zieht in die Kleinstadt zurück. Und damit holt Sonny die Vergangenheit wieder ein.
Dieses traumatische Erlebnis hat Sonny eh nie losgelassen. Wie auch. Aber dass Hagen Bender wieder in ihrer Nachbarschaft wohnen soll, hält sie nicht aus. Dazu passt der wahnsinnig heisse Sommer, das leere Schwimmbad und die vielen Gespräche zwischen Lou und Sonny. Denn Sonny will Rache. Ihr ist jedoch nicht klar, dass Auge um Auge nicht funktioniert und sie damit nur sich schuldig macht und Hagen Benders Leben vollkommen ruiniert.
Je mehr Lou über Bender erfährt, desto mehr Zweifel kommen ihr. Darf sie zulassen, dass Sonny Schuld auf sich lädt – oder rettet sie sich selbst?
Juliane Pickel ist es gelungen, eine schwere Geschichte mit großer Leichtigkeit zu schreiben. Melancholie und sommerliche Freude wechseln sich ab, wie die Gefühlswelten der beiden Mädchen.
Ein gelungener Sommerroman mit Tiefgang.

Leseprobe
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Im Stadthaus Ulm:

Schwarz Weiß

Ein getanztes Plädoyer für Farben

In fünf Tanzstücken loten vier Choreographinnen und zwei Choreographen mit der Strado Compagnia Danza starke Kontraste aus. Schwarz-Weiß-Denken ist weit verbreitet, aber gefährlich: Es lässt nur Alles oder Nichts zu. Erfolg oder Scheitern. Sieg oder Niederlage. Perfekt oder geht-gar-nicht. Unsere schnelllebige, stark medial geprägte Welt begünstigt dieses Denken. Wenn die Komplexität der Wirklichkeit unüberschaubar und bedrohlich wirkt, wenn Informationsfluten auf kurze Aufmerksamkeitsspannen treffen, gewinnt das Denken in Extremen an Attraktivität.

Dabei sind Extreme in Wirklichkeit völlig unwahrscheinlich. Das Leben spielt sich zwischen den Polen ab: auf dem gesamten Farbfächer. Ob wir diese Farben sehen und wertschätzen oder nicht, liegt an uns. Der Abend bietet fünf Annäherungen an dieses Thema, von politischen wie gesellschaftlichen, globalen wie intim-persönlichen Standpunkten aus. Und fügt sich zu einer getanzten Liebeserklärung an die Farben im Leben.

Die restlichen Termine: Mittwoch-Samstag, 9., 10., 11. und 12. August 2023 jeweils um 20 Uhr

Preise 28 € / 26 € erm.
Abendkasse 31 € / 28 € erm
Tickets am Katalogstand des Stadthauses, Ebene 3, sowie bei www.ulmtickets.de und an dessen VVK-Stellen.
Reservierungen für die Abendkasse: 0172 / 6779984.

Es tanzen:
Júlia Chacón I Espí
Letícia Conduto
Valerie Lauren Damen
Nicholas Taraj
 

Choreographien von:
Marion Sparber
Minka-Marie Heiß
Júlia Chacón l Espí
Letícia Conduto
Tarek Assam
Domenico Strazzeri

Produktionsleitung: Ray Lacsamana
Assistenz / Training: Caterina Salvadori
Training: Ines Meißner und Daniela Molina
Kostüme: Christina Schlumberger, Júlia Chacón I Espí, Agnete Costura
Musik: João Braun, Minka-Marie Heiß
Licht: Paul Stauber
Bühnenbild: Domenico Strazzeri
Fotografie / Grafik: Nik Schölzel

Freitag, 29.Juli


Heute haben
Simon Dach * 1605
August Stramm * 1874
Dag Hammarskjöld * 1905
Chester Himes * 1909
Mikis Theodorakis * 1925
Harry Mulisch * 1927
Sten Nadolny * 1942
Ulrich Tukur * 1957
Geburtstag
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Christian Morgenstern
Es war ein solcher Vormittag

Es war ein solcher Vormittag,
wo man die Fische singen hörte,
kein Lüftchen lief, kein Stimmchen störte,
kein Wellchen wölbte sich zum Schlag.

Nur sie, die Fische, brachen leis
der weit und breiten Stille Siegel
und sangen millionenweis‘
dicht unter dem durchsonnten Spiegel.
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Die Schulferien haben begonnen:


Philip Waechter: „Toni will ans Meer
Bilderbuch-Comic ab 6 Jahren
Beltz&Gelberg € 14,95

Ein Sommer ohne Meer? Kein Strand? Keine Moules frites?
Es geht gar nicht, dass er und seine Mama keinen Urlaub am Meer machen können.
Wie schon im ersten Band, in der Tonis sich ganz spezielle Fußballschuhe wünscht, fehlt es auch hier am nötigen Geld. Doch Toni wäre nicht Toni, wenn er nicht alle Hebel in Bewegung setzen würde. Und auch hier hat er Glück, denn er gewinnt einen Aufenthalt in einem Berghotel. Die Tage dort werden zu einem Desaster, da die anderen Hotelgäste nur ihre Ruhe haben wollen und keinen kickenden Jungen auf dem Gelände.
Da hat Tonis Mama einen genialen Einfall und das Meer kommt in Sicht.
Philip Waechter hat einmal mehr gezeigt, wie gut er seine Bilder mit witzigen, amüsanten Texten versehen kann. Urlaub am Meer scheint ihm zu liegen, denn vor Jahren gab es von ihm schon das tolle Buch „Endlich zelten“.


Endlich zelten!
Beltz&Gelberg € 6,50
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Der Ulmer Fuß- und Radentscheid startet!

Ab dem Freitag, 29.07. werden Unterschriften gesammelt

Kommenden Freitag, den 29.07., starten wir mit einer offiziellen Veranstaltung und Aktion den Fuß- und Radentscheid, der seit Monaten vorbereitet wurde. Damit starten wir das Sammeln von mindestens 7.500 Unterschriften. Schaffen wir das, dann ist die Grundlage für eine schnellere und nach höheren Mindeststandards ausgebaute Infrastruktur für zu Fuß gehende und Radfahrende gelegt. Damit der Tag ein voller Erfolg wird, sind wir auf eure Unterstützung und Teilnahme angewiesen.

Unterstützung bei der Auftaktveranstaltung
Ablauf:

  • 18:00 Uhr: Vorstellung des FuR für Presse und Interessierte am Ulmer Rathaus
  • 18:40 Uhr: Erste Aktion des FuR. Wir planen eine Sitzdemo mit oder ohne Rad vor dem Rathaus, Neue Straße. Nach dem Motto so lang wie nötig, so kurz wie möglich, wollen wir den Verkehr möglichst wenig stören. Mit der Aktion wollen wir auf die aus unserer Sicht ungenügende Infrastruktur für zu Fuß gehende und Radfahrende sowie den FuR hinweisen. Hier wäre es wirklich super, wenn möglichst viele von euch mit oder ohne Rad unterstützen.
  • Anschließend: Start der Critical Mass. Als FuR Kernteam planen wir dort mitzufahren. Zudem wird es an dem Tag auch die Gelegenheit geben, die ersten Unterschriften zu leisten.

Wer sind wir und wieso wir das machen:
Wir sind 10 Ulmer:innen, die sich ehrenamtlich für ein noch lebenswerteres Ulm einsetzen. Der Ausbau von attraktiver Fuß- und Radinfrastruktur soll für subjektive Sicherheit in der Mobilität sorgen, egal ob sie 8 oder 88 Jahre alt sind.

Was wir fordern:
Sichere und durchgängige Fuß- und Radwege, die breit genug sind, diese zu zweit nebeneinander oder zum Überholen nutzen zu können. Ein Radvorrangnetz für zügiges Erreichen von hochfrequentierten Zielen wie dem Hauptbahnhof. In insgesamt 8 Zielen fordern wir darüber hinaus, sicherere Kreuzungsgestaltungen, mehr Abstellanlagen oder transparentere Kommunikation zu Fortschritten. Weitere Details zu unseren Zielen findet ihr auf unserer Webseite www.FuR-Ulm.de.

Freitag, 20.Mai

Heute haben
Honoré de Balzac * 1799
Sigrid Undset * 1882
Hans Sahl * 1902
Wolfgang Borchert * 1921
Samuel Selvon 1923
Hanna Krall * 1937
Geburtstag
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Hans Sahl
Strophen

Ich gehe langsam aus der Welt heraus
In eine Landschaft jenseits aller Ferne,
und was ich war und bin und was ich bleibe
geht mit mir ohne Ungeduld und Eile
in ein bisher noch nicht betretenes Land.
Ich gehe langsam aus der Zeit heraus
In eine Zukunft jenseits aller Sterne,
und was ich war und bin und immer bleiben werde
geht mit mir ohne Ungeduld und Eile
als wär ich nie gewesen oder kaum.
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Endlich wieder lieferbar:

Doro Göbel / Peter Knorr: „Auf dem Markt!
Eine Wimmelbilder-Geschichte
Bltz&Gelberg Verlag € 14,00
Großes Pappbilderbuch ab 3 Jahren

Heute ist Markttag! Alle machen sich auf Weg dorthin. Die Lastwagen müssen beladen werden. Von Bruno kommt der Käse, Geflügel dazu und Gemüse von Leif natürlich nicht vergessen. Aber wir kennen ja die Drehbuchschreiberin Doro Göbel und den Zeichner Peter Knorr. So einfach geht das nicht und es kommt, wie in jedem Buch von den beiden, immer wieder zu großem Chaos, Durcheinander und besonderen Überraschungen. Ach übrigens, ein Roboter spielt auch noch verrückt.
Mir gefallen ja die vielen Lastenräder, u.a. das pinkfarbene vom Eisverkäufer.
Ein Traum: Morgens Bücher ausfahren und mittags Eis. Was für ein Leben.
Ein Spaß für die ganze Familie.

Leseprobe

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Brandbrief von Forschern
„Verlust von Arten nicht rückholbar“

Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat die Bundesregierung dazu aufgerufen, die Artenvielfalt zu schützen und den Klimawandel zu bekämpfen – und zwar nicht nur in Deutschland. Dass die Forderung jetzt kommt, ist kein Zufall.

Ein Bündnis aus renommierten Forscherinnen und Forschern hat die Bundesregierung dazu aufgerufen, mehr gegen den Verlust der Artenvielfalt und gegen den Klimawandel zu tun. Dazu gaben die Wissenschaftler in Berlin eine Erklärung ab. Bei der Vorstellung des Papiers sagte der Generaldirektor am Berliner Museum für Naturkunde, Johannes Vogel, „der Verlust von Arten sei nicht rückholbar“.

Den kompletten Artikel finden Sie hier unter tagesschau.de

Freitag

Heute haben
Albert Uderzo * 1927
und Elfriede Czurda * 1946
Geburtstag.
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Unser heutiger Buchtipp ist eine Neuauflage eines älteren Buches, das im Original in Englisch erschienen ist, obwohl Axel Scheffler ein deutscher Zeichner ist (der in London lebt).
Noch viel älter sind natürlich die vielen Sprichwörter, die wir präsentiert bekommen.

scheffler

Axel Scheffler: „Das Eichhörnchen ist zwar recht klein …
Sprichwörter aus aller Welt. Deutsche Fassung von Salah Naoura
Beltz&Gelberg Verlag  € 12,95

Axel Scheffler, der Zeichner des „Grüffelos“ und vieler anderer Bilderbücher, wie auch „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“ unternimmt mit uns eine Weltreise der Weisheiten: Eine bunte Sammlung von bekannten, unbekannten und bizarren Weisheiten aus aller Welt (von Irland über die Türkei bis hin zu solchen aus Afrika, China und Persien). 152 Sprichwörter, die Axel Scheffler komisch und klug, wie es seine Art ist, bebildert hat. Was für eine weite Welt!
Neben Sprichwörtern wie „Einem schlafenden Hund tritt man nicht auf den Schwanz“ (Türkei), gibt es auch weniger bekannte wie „Ein alter Elefant findet immer zum Wasser“ (Südafrika), „Fälle nicht den Baum, der dir Schatten spendet“ (Arabisch) oder „Eine Forelle im Topf ist mindestens so gut wie zwei Lachse im Meer“ (Irland).
Mein Liebling ist natürlich „Der, der nicht zu lächeln weiß, sollte kein Geschäft eröffnen“ (Japan). Aber auch das russiche Sprichwort „Sprich den Eitlen nicht auf seine Pickel an“ ist doch prima. Sie merken schon, es ist für jede Gelegenheit etwas dabei. Diese markanten Sätze können Sie locker bei Ihrer nächsten Vorstandsrede einbauen und Sie werden merken wie plötzlich die halbgeschlossenen Augen sich öffnen und die Augenbrauen nach oben gezogen werden. Und wenn alles schief läuft, hilft vielleicht dieses hier aus Italien „Wenn mein Haus in Flammen steht, kann ich mich wenigstens dran wärmen“. Ein letztes Zitat hilft Ihnen hoffentlich nicht nur über das anstehende Wochenende, sondern durch das ganze Leben “ Der Bart allein macht eine Ziege zum Propheten“ (Armenien).
Ein Blick in die Leseprobe lohnt sich, damit Sie sich von den witzig treffenden Illustrationen einen Eindruck machen können.

Leseprobe