Montag, 29.Mai

G.K.Chesterton * 1874
Hans Weigel * 1908
André Brink * 1935
Dagmar Chidolue * 1944
Kerstin Hensel * 1961
haben heute Geburtstag
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Joachim Ringelnatz
Pfingstbestellung

Ein Pfingstgedichtchen will heraus
Ins Freie, ins Kühne.
So treibt es mich aus meinem Haus
Ins Neue, ins Grüne.

Wenn sich der Himmel grau bezieht,
Mich stört’s nicht im geringsten.
Wer meine weiße Hose sieht,
Der merkt doch: Es ist Pfingsten.

Nun hab ich ein Gedicht gedrückt,
Wie Hühner Eier legen,
Und gehe festlich und geschmückt –
Pfingstochse meinetwegen –
Dem Honorar entgegen.

1932
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Endlich erschienen und so schön geworden:

Viktoria Lea Heinrich, Thomas Hensel, Martin Mäntele:
Der Ulmer Hocker“ – Idee-Ikone-Idol

av edition € 39,00

Was haben eine Wanknutsäge, Platons Höhlengleichnis, ein Besenstiel und Max Bill gemeinsam? Antwort: Sie haben alle einen bedeutenden Anteil an der Herausbildung eines der berühmtesten Designklassiker des 20. Jahrhunderts. Kaum ein Gegenstand ist unscheinbarer als dieser und doch hat keiner mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Rede ist vom sogenannten Ulmer Hocker.
Max Bill, Hans Gugelot und Paul Hildinger werden als Urheber des „Ulmer Hockers“ ebenso beleuchtet wie innovative Technologien, die bei der Fertigung des „Ulmer Hockers“ zum Einsatz kam, sowie die ökonomische und politische Situation der HfG Ulm.


Mit diesem umfangreichen Werk wird in Wort und Bild diese Ikone von den Anfängen, ihrer Anwendung und ihren vielen Varianten vorgestellt. Ob als Sitzgelegenheit, Transportmittel, Lesepult, oder einfach als Ablage für eine Grillparty. Der Hocker eignet sich für so vieles. In unserer Buchhandlung stehen diverse Varianten, von denen niemand mehr weiß, von wann, von wem sie sind. Aber: Sie werden genutzt.
Olaf Scholz saß mit vielen TeilnehmerInnen einer europaweiten Konferenz auf ihnen und ganz am Endes des Buches finden Sie eine Fotowand, auf der private NutzerInnen aufgefordert wurden, ihren Hocker abzulichten. Dass Caravaggio schon einen Vorläufer des Ulmer Hockers auf einem Bild seines Matthäus-Tryptichon gemalt hat, finden Sie auch noch.

Freitag, 1.April

Heute haben
Nikolai Gogol * 1809
A.Kollontai * 1872
Edgar Wallace * 1875
Carl Sternheim * 1878
Milan Kundera * 1929
Rolf Hochhuth * 1931
Geburtstag
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Ulrike Almut Sandig
Friedrich Hölderlin, überarbeitet


Wie wenn am Feiertage, das Feld zu sehn
hinterm Haus er stand, so stehn wir überall.

Aus heißer Nacht die k hlenden Blitze elen
auch über diese Heide, Lichterketten, fremden Felder.

In sein Gestade wieder tritt der Strom
und ich fall auch mit einem Schlag ins Bett zurück.

Und von des Himmels erfreuendem Regen
trief ich noch, wenn ich schon wieder eingeschlafen bin.

In stiller Sonne stehn die Bäume des Haines:
deutlich hörbar das Trocknen der Dinge in uns.

So stehn sie unter günstiger Witterung
wie wir stehen und vergessen, wie’s sich verblutet.

Allgegenwärtig erzieht in leichtem Umfangen
die Vergesslichkeit uns zu Idioten, die wir sind.

Drum wenn zu schlafen sie scheint zu Zeiten des Jahrs
schläft sie eigentlich nicht, sondern schlägt​

So trauert der Dichter Angesicht auch – heult nur!
uns die Faust in den Hals, wie man Schafe schlägt bei der Schur.

(aus: Matthias Kniep & Nadja Küchenmeister: „Jahrbuch der Lyrik 2022
Schöffling Verlag, Frankfurt/M, 2022)
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Otl Aicher : 100 Jahre 100 Plakate
26.März 2022—8. Januar 2023
In der HfG
Am Hochsträß 8, 89081 Ulm


Öffnungszeiten Ausstellungen
Dienstag – Freitag: 11 – 17 Uhr
Samstag – Sonntag: 11 – 18 Uhr
Feiertage: 11 – 18 Uhr
Telefon 0731 161-4370
Telefon Kasse 161-4381

Otl Aicher (1922–1991) war einer der führenden Gestalter in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit den Plakaten für die Volkshochschule Ulm (vh ulm) oder für die Olympischen Spiele 1972 in München schuf Otl Aicher bis heute prägende Entwürfe. Als Mitbegründer der legendären Hochschule für Gestaltung Ulm (1953–1968), an der er zeitweise die Abteilung „Visuelle Kommunikation“ leitete, setzte er noch immer nachwirkende Impulse in der Gestaltungsausbildung. Seine Werke wurden international ausgestellt und sind bis heute Vorbild für Generationen angehender Gestalterinnen und Gestalter.

Seit 1997 pflegt das HfG-Archiv / Museum Ulm den Nachlass. Aus diesem reichhaltigen Schatz präsentiert das HfG-Archiv aus Anlass des 100. Geburtstages von Otl Aicher eine für sein Werk kennzeichnende Auswahl von 100 Plakaten. Im Laufe seines Lebens entwarf Otl Aicher unzählige Plakate, die für Vorträge, Veranstaltungen, Produkte oder politische Parteien warben. Das Plakat kann als Leitmedium in seinem Werk angesehen werden.

Zu sehen sind Plakate, die für die Volkshochschule Ulm (vh ulm), Großereignisse wie die Olympischen Spiele 1972 in München, kulturelle Veranstaltungen, die Politik oder für Unternehmen entstanden sind. Sie belegen eindrücklich die Vielfältigkeit seines grafischen Schaffens.

Ein umfassendes Buch zur Geschichte der HfG:


Christiane Wachsmann: „Vom Bauhaus beflügelt
Menschen und Ideen an der Hochschule für Gestaltung Ulm
av edition € 29,00

Dieses Buch erzählt die Geschichte der Hochschule erstmals aus dem Blickwinkel der Persönlichkeiten, die sie bevölkerten und sich mit ihren Ideen auseinandersetzten – ihrer Gründer, der Studenten und Dozenten, von Besuchern, Fans und Kritikern. Es erzählt von den Hoffnungen und Visionen der Beteiligten, von der Prägung der Menschen dieser Zeit durch den Faschismus und von den Schwierigkeiten, ihre Ideen im Alltag umzusetzen.