Montag, 23.Mai

Heute haben
Harry Graf Kessler * 1868
Max Herrmann-Neiße * 1886
Pär Lagerkvist * 1891
Annemarie Schwarzenbach * 1908
Dieter Hildebrandt * 1927
Friedrich Achleitner * 1930
Geburtstag
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Heute im Gedichte-Kalender:

Theodor Fontane
Verzeiht


Verzeiht den Anekdotenkram
Und daß niemals ich einen »Anlauf« nahm,
Auch niemals mit den Göttern grollte,
Nicht mal den Staat verbessern wollte,
Nicht mal mit »sexuellen Problemen«
Gelegenheit nahm mich zu benehmen.

Der faßt es so, der anders an,
Man muß nur wollen, was man kann,
Mir würde der Weitsprung nicht gelingen,
So blieb ich denn bei den näheren Dingen,
Drei Schritt bloß – – ich weiß, es ist nicht viel,
Aber Freude gibt jedes erreichte Ziel.
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Passend zu ihrem Geburtstag:


María Castrejón / Susanna Martín: „ANNEMARIE
Die Comic-Biographie von Annemarie Schwarzenbach
Aus dem Spanischen von Myr Bloch, Sibylle Bühler, Nina Engel,
Valérie Meier und Simge Yildiz
Lenos Verlag € 29,80

Die Graphic Novel erzählt das faszinierende Leben der Schweizer Autorin, Journalistin und Fotografin Annemarie Schwarzenbach, die heute Geburtstag hat. Sie studierte in Zürich und Paris, nach ihrer Promotion schloss sie Freundschaft mit Erika und Klaus Mann und anderen antifaschistischen Intellektuellen in Berlin. Als wache Zeitzeugin reiste sie schreibend und fotografierend nach Russland, durch den Mittleren Osten, die USA und in den Kongo. Das kurze Leben der „unheilbar Reisenden“ war stets überschattet von Spannungen mit ihrer konservativen Familie, von ihrer unerfüllten Liebe zu Frauen und der wiederkehrenden Morphiumsucht.
Diese Graphic Novel zeigt einen feministischen Blick auf das Leben von Annemarie Schwarzenbach, der eine wichtige Ergänzung und Bereicherung zu den vielen Biografien, Filme und Berichte über sie ist.


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Endlich. Nach langer Zeit. Ein neuer Versuch:

Die erste Seite
am Dienstag, den 7.Juni ab 19 Uhr
Wir stellen wieder vier neue Romane vor.
Es liest Clemens Grote.

Wir begrenzen die Zahl der Teilnehmenden auf 20.
Also bitte Plätze reservieren.

Vielen Dank und vielleicht/hoffentlich bis bald.


Freitag

Heute haben
Harry Graf Kessler * 1868
Max Hermann-Neiße * 1886
Pär Lager Lagerkvist * 1891
Annemarie Schwarzenbach * 1908
Dieter Hildebrandt * 1927

http://www.youtube.com/watch?v=dnqKwGetjz4
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Unser heutiger Buchtipp:

Woolf

Virginia Woolf: „Granit und Regenbogen
Essays
Herausgeber: Klaus Reichert
S.Fischer Verlag € 19,99

Solche kluge Sätze und Bemerkungen zur Literatur habe ich selten gelesen. Die Texte sind zwar sehr an den Werken englisch sprachiger AutorInnen angelehnt, trotzdem kennen wir die meisten Romane, Erzählungen, oder Theaterstücke, die Virginia Woolf hier zitiert. Geschrieben hat sie einen Großteil ihres essayistischen Werken für das „Times Literary Supplement“ und für den „New York Tribune“ und sie sind im deutschsprachigen Raum wohl erst noch zu entdecken.
Seit 1989 ist Klaus Reichert der Herausgeber der Werke von Virgina Woolf und mit den beiden Essay-Bänden, die gestern zeitgleich erschienen sind, sind die gesammelten Werke von Virginia Woolf im S.Fischer Verlag nun abgeschlossen.
Aber nicht nur über Literatur geht es in „Granit und Regenbogen“ und dem anderen Band „Das Totenbett des Kapitäns“, sondern auch Kunst und das Leben, Ihr Leben, sind Themen, die sie darin anspricht.

Das erste Oberkapitel heisst „Die Kunst des Romans„, danach kommen
Die schmale Brücke der Kunst
Steunden in einer Bibliothek
Leidenschaftliche Prosa
Das Leben und der Schriftsteller
Die Schauerromanze
Ein schrecklich empfindsames Gemüt
und Phasen der Romankunst mit sechs Unterkapiteln.

Allein diese Titel hören sich interessant an, wenn Virginia Woolf aber dann auf den Unterschied zwischen einem Menschen, der die Gelehrsamkeit liebt und einem, der das Lesen liebt, kommt, dann merken wir, welche Seite sie verteidigt. Und dies so klug und glasklar und mit viel Empathie. Sie zitiert natürlich die englischen „Heiligen“ Jane Austen und die Bronte-Schwestern, in deren Romanen immer gelesen wird. Sie nimmt uns mit in eine große Buchhandlung, die vollgestopft mit Büchern ist. Und genau dieses Wissen, das in den Büchern steckt, ist das, was uns LeserInnen interessiert. Nicht das lexikale Wissen, das Abfragbare. Nein es ist ein anderes sehr persönliche Wissen, das uns dazu bringt, immer mehr Bücher lesen (zu wollen). Sie schreibt über Literatur der Gegenwart (ihrer Gegenwart) und über die Literatur, die schon vor Jahrhunderten geschrieben worden ist. Und wie schwer sich Gegenwartsautoren tun, wo doch alles schon geschrieben worden ist.
Sie merken schon, ich komme von einem zum anderen Thema und das ist es auch, was mir bei dieser Lektüre hängengeblieben ist: eine große Lust aufs Lesen, auf Bücher und alles, was damit zusammenhängt.
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jahrestage

Gerade eben kam von Raimund Fellinger vom Suhrkamp Verlag die Genehmigung, dass wir zu Uwe Johnsons 80.Geburtstag eine Marathonlesung veranstalten dürfen.
Am 20. Juli 1934 wurde er geboren (und starb am 23.Februar 1984) und aus diesem Anlass erzählt Herr Seidel an unserer nächsten „Ersten Seite“ (Di. 3.Juni) neues aus seiner Johnson Forschung und wir wollen am Donnerstag, den 21.August eine „Jahrestage“-Marathonlesung veranstalten. Am 21.August 1967 beginnt der vierteilige Roman von Uwe Johnson und endet am 20.August 1968.
Das heisst für uns: Wir lesen ab 19 Uhr vom Anfang des Romanes an und schauen wie weit wir nach einer akzeptablen Marathonzeit von 3:30 Std. kommen.
Dazu benötigen wir natürlich noch viele MitleserInnen, die bereit sind jeweils eine halbe Stunde zu übernehmen.
So etwas haben wir noch nie versucht und ich bin gespannt, ob wir das alles unter Dach und Fach bekommen. Bitte kommen Sie auf uns zu. Danke.
Also vormerken: Donnerstag, 21.August ab 19 Uhr bei uns in der Buchhandlung.
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