Samstag

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Heute haben
Claude Mariac * 1914
und
Elfriede Czurda * 1946
Geburtstag
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Gestern nachmittag trafen sich zum ersten mal die Ulmer Unken LeserInnen. 100 Jugendliche aus Ulm lesen sich bis in den Herbst durch eine ganze Reihe von ausgesuchten Neuerscheinungen und ermitteln dann im November das beste Buch, „die Ulmer Unke“. Dana Hoffmann vom Stadtjugendring, die dies betreut, setzte sich gleich in die Sonne vor unseren Buchladen und genoß den regen Zulauf. Für irgendwelche Rangeleien hatte sie vorsorgleich gleich mal ihre roten Boxhandschuhe mitgebracht.

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Abends dann der Südtirol-Abend mit Hermann Gummerer,
der seinen Folio Verlag vorstellte.

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Er gab erst einen kleinen Abriss seiner neuen belletristischen Neuheiten. „Ausfahrt Nizza“, eine sehr humorige Urlaubsfahrt von fünf älteren Menschen, in der sich immer mehr das Innere der einzelnen Personen nach außen wendet. „Suburra“, ein Buch über mafiöse Strukturen im heutigen Rom, hat dem Verlag Besprechungen in allen großen Zeitungen und in diversen TV-Sendungen eingebracht. Und wenn Sie meinen, dass der Autor de Cataldo etwas übertreibt – es hat sich herausgestellt, dass es in Wahrheit noch viel schlimmer ist. Nach weiteren Romantipps kam er zu seinen vielen handlichen Reiseführern, die alle unter seiner Regie entstanden sind.

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Grundgedanke all dieser Bücher ist, dass wir raus in die Natur gehen sollen. Wellness Hotels recht und gut. Aber draussen ist das wahre Wellness. Südtirol hat so viel zu bieten, so sagt er, dass wir nicht all inclusive buchen sollten, sondern uns Touren vornehmen (sei es zu Fuß, mit dem Rad, oder dem Zug) und dann auch dort vor Ort auch einkehren. So finden sich bei allen Touren immer wieder Tipps für bewirtschaftete Almen, gute Restaurants, kulturelle Besonderheiten und architektonische Bauwerke. Blumenwandern, Weinführer, Ausflugsgasthöfe, Dorfgasthäuser, Rodeltipps, einfach an alles ist in seinen Büchern gedacht. Und wo wir dann schon beim Essen und Trinken waren, machte er uns den Mund richtig wässrig und präsentiere Kochbücher mit neuen und alten südtiroler Küche.
Zwischendurch durften wir Birnenmehl probieren, einen Ötzipfeil in Händen halten, Wiskey-Schokolade und Birrnenbrot essen. Als Hermann Gummerer hörte, dass unsere Mägen zu brummeln anfingen, packte er seine Käse-, Wurst- und Speckplatten aus. Der Wein u.a. vom Kalterer See war schon geöffnet. Danach gab es kein Halten mehr und es wurde ein sehr langer Abend.

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Vielen Dank an Hermann Gummerer und seine Frau Christel, die dies alles mitgebracht und vorbereitet haben und uns einen sehr schönen und informativen Abend geboten haben.

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Vor ein paar Tagen bei einer Lektüre entdeckt:

„Ich redete über die griechische Wirtschaftslage, ich sah vor Eleusis die große Baustelle Greek Government Oil Refirnery, alles an deutsche Firmen vergeben, …“
(aus Max Frisch: „Homo faber“, Suhrkamp 1957)

Da hat Max Frisch schon 1957 gut beobachtet und aufnotiert, dass die deutsche Wirtschaft ordentlich an Griechenland verdient. Auch in der Rüstung. Aber jetzt groß rumjammern. Gut gemacht Herr Frisch.